Steam entfernt nach Social-Media-Aufruhren umstrittenes Sklaven-Tetris

Welche Grenzen hat Serious-Gaming? Darf Serious-Gaming Grenzen haben? Diesem Entwickler wurden sie jedenfalls aufgezeigt.

Steam entfernt nach Social-Media-Aufruhren umstrittenes Sklaven-Tetris

Das umstrittene Sklaven-Tretris Mini-Spiel wurde aus dem Steam-Titel Playing History 2 – Slave Trade entfernt. Grund dafür ist der enorme Aufruhr in den sozialen Medien gewesen.Hate1

Im Sklaven-Tetris muss der Spieler wie ein Sklavenhändler aus der Kolonialzeit denken und so viele Sklaven wie möglich auf seinem Schiff verstauen. Die Sklaven sind angeordnet wie Tetris-Blöcke. Im Video von Jim Sterling seht ihr, wie das genau funktioniert. Was sich befremdlich anhört, ist während der Kolonialzeit harte Realität gewesen, in der Menschen wie Warengüter behandelt wurden und die Menge des Frachtguts höchste Priorität hatte.

Das dieses Mini-Spiel Kontroversen aufrufen würde, war dem dänischen Entwickler Serious Games Interactive wahrscheinlich durchaus bewusst. – Nun wurden sie durch den öffentlichen Druck allerdings dazu gezwungen, das Mini-Spiel komplett zu entfernen. Der Entwickler sagt:

„Es ist Sinn des Spieles, den Schüler in die Mitte von wichtigen und interessanten Geschehenissen unserer Geschichte zu bringen. Diese Art der Interaktion ist eine einzigartige Lernmethode, die dem Spieler dazu bringt, sich mit der Welt auseinanderzusetzen und aktiv nach Wissen zu suchen.“

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines jungen Sklaven auf einem Atlantik-Schiff und ist dem Captain untergeben. Das Spiel offenbart eine provokante Fragestellung:
Was tust du, wenn du realisiest, dass deine eigene Schwester von den Sklaven-Händlern entführt wurde?

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Die Reaktionen auf Steam sind gemischt. Einige wollen nun, da das Feature entfernt wurde, ihr Geld zurück. Das dänische Entwicklerstudio zeigt sich hier Hilfsbereit und weiß sich nebenbei durchaus zu verteidigen:

Begründung
Quelle: eurogamer