Lazzzer Gothic – Elex mischt die Genres auf.

Lazzzer Gothic – Elex mischt die Genres auf.

Im Rahmen einer Line-Up Präsentation konnten wir auf der Gamescom eine ca. 20-minütige Vorstellung von Piranha Bytes neuestem RPG Elex genießen. Das für die Gothic und Risen Entwickler durchaus überraschende Setting – eine Fantasy / SciFi Mischung – war ja bereits seit der Ankündigung im letzten Jahr bekannt. Ein paar neue Informationen konnten wir jedoch mitnehmen. 

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Erster Gedanke: „Oh, guck mal, es sieht aus wie Gothic mit Fancy Hi-Tech Waffen und ’nem Jetpack“. Das Spiel schwitzt seine Quasi-Vorgänger aus jeder Pore. Auch wenn wir noch nicht selbst Hand anlegen durften, die Bewegungen, das Welt-, Monster- und Charakterdesign, das gesamte Geschehen auf dem Bildschirm fühlt sich wie ein Treffen mit einem alten Bekannten an. Das ist auch per se nichts Schlechtes. Mehr vom Guten haben wir ja immer gerne, solange die Abwechslung nicht auf der Strecke bleibt und die investierten Spielstunden nicht in spielerischer Monotonie enden.

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Hier scheint Piranha Bytes auch eine gute Möglichkeit gefunden zu haben, den Spieler auf die neue Umgebung einzustellen. Als neuer oder auch als alter Piranha Bytes Recke wird man nicht direkt mit dem Vorschlaghammer in die neue Scifi Umgebung geprügelt, der Übergang und die Einführung neuer Spielelemente soll schleichend stattfinden und sich insgesamt auch eher am Spielerlebnis der ersten Gothic Teile orientieren (Wer erinnert sich noch an den grandiosen digitalen Auftritt von In Extremo auf der Burg im ersten Teil?). Aber auch die etwas hakeligen Animationen (und vermutlich auch die Steuerung unseres Protagonisten) scheinen als Reminiszenz an die Fantasy Helden der Vorgänger übrig geblieben zu sein. Hier dürfen die Entwickler ruhig noch etwas nachbessern. Aber um ehrlich zu sein, hierfür würde es – wenn der Rest stimmig ist – höchstens wieder Abzüge in der B-Note geben. Ganz zeitgemäß wirkt die grafische Umsetzung jedoch ebenfalls nicht mehr. Die Spielwelt und deren NPCs sprechen insgesamt auch wieder eine etwas rauere Sprache und unterstützen damit die eher dystopische Gesamtstimmung des Open World RPG. Was es mit der omnipräsenten Energiekuppel im Hintergrund auf sich hat? Noch unbekannt! Insgesamt soll sich die Spielwelt in Sachen Ausdehnung mit aktuellen Genregrößen wie Fallout 4 und The Witcher 3 messen können. Und wenn wir ehrlich sind, gerade Fallout 4 ist grafisch auch nicht gerade eine Augenweide.

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Was jedoch bleibt: Das offene Spielerlebnis. Auch wenn man, wie oben bereits erwähnt, etwas an die Hand genommen wird, um sich dem Setting anzunähern: Die möglichst freie Erkundung steht weiterhin im Vordergrund. In manchen Gebieten kriegt man als Anfänger halt erst mal gut eins auf die Mütze. Sterben, aufrüsten und später wieder kommen oder die Beine in die Hand nehmen lautet die Devise. Grundsätzlich wird jedoch auch Elex ein Open World RPG mit mehreren Fraktionen sowie einem offenen, gruppenbasierten Fertigkeitsbaum. Auch diese Aspekte erinnern wieder frappierend an Gothic und Riven. Selbst Magie spielt auch in dieser zukünftigen Welt eine tragende Rolle. Sie dient als Bindeglied zwischen den klassischen Fantasy und Science Fiction Elementen und wird in vielerlei Hinsicht im Spiel anzutreffen sein. 

Weitere Eindrücke entnehmt ihr dem Gameplay Video, so ganz überzeugen konnte Elex auf der Präsentation noch nicht. Was haltet ihr / wünscht euch von Piranha Bytes neuestem RPG Ausflug?

Elex erscheint Anfang 2017 für Windows-PC, Xbox One und PS4.

Andreas Herbster

In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.
In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.

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