State of Decay 2 erscheint am 22. Mai

"Ich hatte mein Auto irgendwo hinter mir mitten auf der Straße zurückgelassen. Ich wünschte ich könnte einfach wieder zurück gehen, einsteigen und weit weg fahren. Aber es wird nicht mehr fahren. Und alles nur weil ich einen Augenblick lang unaufmerksam war. Ich sah den Zombie der auf der Straße stand erst als er auf meine Motorhaube krachte. Aber ich mußte zurück zu unserer Basis. Leise den Umweg um den Berg nehmen, eine Abkürzung war nicht möglich. Ich war schwer verletzt. Meine Ausdauer war am Boden, weil ich zwei Tage lang nicht geschlafen hatte. Ich konnte kaum noch laufen. Ich stellte fest, dass meine Überlebenschancen nahe null lagen und die wertvollen Fundstücke in meinem Rucksack wohl nicht mehr die Basis erreichen würden. Betrachtet man meinem Körper, meine Stimmung und meine Situation war ich wirklich in einem Zustand des Verfalls."

state of decay 2

State of Decay 2

Solche Novelle-würdigen Geschichten werden wohl typisch für State of Decay 2, die lang erwartete Fortsetzung des erfolgreichen Xbox Live Arcade-Hits von 2013. Das Original war etwas Besonderes. Warum? Weil es das tat, was andere Zombie-Spiele nicht taten: Es sah über den physischen Akt hinaus, Horden von Zombies zurückzuschlagen und konzentrierte sich stattdessen auf die Überlebenden. Es war zwar kein direktes Horrorspiel, aber es konnte durchaus zu einem werden. Spätestens wenn man genug Zeit damit verbracht hat über die Notlage der Gruppenmitglieder nachzudenken. Und das mußte man tun. Ressourcen mussten organisiert, Probleme untereinander beigelegt, und Häuser mussten möglichst leise durchsucht werden um am Leben zu bleiben.

Die Fortsetzung mag zwar niemanden überzeugen, der das Original aus irgendeinem Grund nicht mochte. Es ist eine Fortsetzung im traditionellen Sinne, und wenn man bedenkt, wie gut das erste Spiel war, ist das eine gute Sache. Zudem ist es größer, hübscher und verbessert sich bei den Sachen, die es beim ersten Mal gut gemacht hat. Es läuft nicht mehr auf der alten Cri-Engine, sondern auf der wesentlich besseren Unrealistisch 4. State of Decay 2 ist weicher, aufgeräumter und technisch sauberer als sein Vorgänger.

State of Decay 2

Was macht es besser als State of Decay 1?

Die Tiefe von State of Decay 2 beginnt mit der offenen Welt. Sie ist viel größer und spielt einige Zeit nach den Ereignissen des Originals an einem völlig anderen Ort. Es ist wohl im narrativen Sinne locker mit dem ersten Spiel verbunden, aber man wird State of Decay 1 sicher nicht brauchen, um die Fortsetzung zu verstehen. Als nächstes sind da die Charaktere selbst. Sie werden prozedural generiert, was sicherstellt, dass nicht nur jedes Spiel anders ist, sondern auch die Möglichkeiten für Community-Persönlichkeiten vielfältig sind. Die Charaktere können zum Beispiel Asthma haben, was die Ausdauer einschränkt. Oder eine hohe Schmerzgrenze, welche die Kampfkraft und XP-Rate erhöht.

Zusätzliche Charaktertiefe bedeutet natürlich, dass die Grundbau- und Verbesserungsmechanik auch viel mehr für sie hat. Man kann Mods in den Einrichtungen installieren um die Moral zu steigern. Auch braucht man Wasserdepots, Treibstoffdepots und Außenposten, damit das Hauptquartier reibungslos läuft. Man kann vorübergehend die Farm in Krisenzeiten Medikamente anstelle von Lebensmitteln produzieren lassen. Ein Bildschirm teilt genau mit was die verschiedenen Eingaben und Ausgaben sind. Alles in allem verfügt das Spiel über eine schier erschreckende Detailgenauigkeit, ohne sich jedoch darin zu verlieren.

State of Decay 2

Blutseuche-Konzentrationen sind diesmal ein großer neuer Gameplay-Fokus, der Spannung und Action antreiben soll. Sie sind effektiv wie winzige Instanzen im MMO-Stil bei denen man seinen Verstand und seine Fähigkeiten einsetzen muß um die Zombiehorden zu überstehen und vermutlich wird man die Blutseuche auch daraus mit nach Hause nehmen.

Auch auf ein realistisches Verhalten bei Autofahrten wurde besonders Wert gelegt. Man kann die Autotüren öffnen um im Vorbeifahren Zombies zu erledigen. Man muß darauf achten daß der Tank gefüllt ist und die Karre nicht auseinanderfällt. Auch fährt man nun realistisch Zäune um anstatt wie im 1. Spiel einfach in sie hineinzukrachen als wären es Betonhindernisse.

Schwarz wie die Nacht

Die Nacht ist etwas ganz Spezielles: Das Team von Undead Labs hat darauf geachtet, die Nächte besonders erschreckend zu machen. Die Zombies haben nachts rote Augen und sind aggressiver. Der Tag-Nacht-Zyklus wurde sogar etwas länger gemacht als in State of Decay 1. Aber es ist die Umgebung selbst, die besondere Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Entwickler erklärten, dass die meisten Spiele normalerweise eine blaue Nacht haben, damit man die Umgebung sehen kann. Undead Labs wollte in State of Decay 2 die ländliche Umgebung etwas realistischer und furchterregender machen, so dass das Schwarz der Nacht tatsächlich schwarz ist. Es ist dadurch dunkel genug, dass man in einem Auto ohne Scheinwerfer mit Sicherheit den ein oder anderen Zombie übersehen kann, und auch andere Hindernisse sind nicht rechtzeitig zu erkennen.

State of Decay 2 wird am 22. Mai veröffentlicht. Ich bin sehr gespannt darauf wie es sich in einem ausführlichen Test verhält.

Weitere Neuigkeiten findet ihr hier.

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