Pokémon Go ist nicht tot – und verändert das Menschenleben

Pokémon Go ist nicht tot – und verändert das Menschenleben

Das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go verändert nach neuen Erkenntnissen das Leben der Spieler entscheidend

Nach der ursprünglichen Begeisterung im Jahre 2016 sank die Nutzung von Pokémon Go später im selben Jahr. Dennoch bleibt das Spiel mit mehr als 800 Millionen Downloads nach wie vor eine der erfolgreichsten ortsbezogenen mobilen Apps. Außerdem verfügt es über eine treue Basis von 5 Millionen Nutzern.

Die Ergebnisse der neuen Studie, die von Dr. Michael Saker (City, University of London) und Dr. Leighton Evans (Swansea University) in The Conversation veröffentlicht wurde, sind eindeutig. Die Forscher entdeckten, dass das Pokémon Go-Spiel ein breites Spektrum ihrer Teilnehmer körperlich aktiver macht und sie für längere Zeit draußen aufhält. Eine große Zahl von Menschen mit körperlichen Behinderungen berichtete auch, dass Pokémon Go ihnen geholfen hat, das tief verwurzelte sesshafte Verhalten zu überwinden.

Die Spieler sagten, sie hätten sich entschieden, zur Arbeit zu laufen, anstatt Verkehrsmittel zu benutzen, und die Benutzer kamen an unerwarteten, zufälligen oder weniger bekannten Orten an. Im Gegensatz dazu steht die aktuelle Studie der Forscher über Foursquare, die die Menschen in Bars und Restaurants führte.

Es wurde festgestellt, dass Pokémon Go den Benutzern ein nachhaltigeres und völlig neues Erlebnis bietet, während die Neuheit von Foursquare nachlässt.

Dr. Saker sagte: „Unsere Forschung zeigt das sich verändernde Verhältnis zwischen dem realen Raum und der Überlagerung digitaler Informationen. Neue ortsbezogene mobile Apps wie Pokémon Go ermöglichen dynamischere Beziehungen zwischen der Real- und der Digitalwelt, und es ist genau diese Dynamik, die die Spieler immer wieder zurückbringt.“

Einige Benutzer gaben auch an, die Entdeckung des Spiels habe zu neuen Möglichkeiten der Familienbindung geführt. Benutzer berichteten, dass sie angefangen hatten zu spielen, weil dies eine gute Aktivität für ihre Kinder war, fanden aber heraus, dass es eine neue Art der gemeinsamen Mediennutzung bot.

Die Forscher erhoben Daten durch die Erstellung einer 30-minütigen Online-Umfrage, die von 375 Pokémon Go-Anwendern auf der ganzen Welt beantwortet wurde. Die Studie wurde von der Fachzeitschrift Mobile Media & Communication veröffentlicht.

Beitragsbild: Buffed.de