Test: OkamidenGroßes Abenteuer für einen kleinen WolfMittwoch, 16.03.2011 | lcZur Hochphase der PlayStation 2 vereinte Capcom unter dem Dach der kurzlebigen Clover Studios einen Großteil seines kreativen Talents und schuf so einzigartige Spiele, von denen jedoch leider keines zu einem großen kommerziellen Erfolg wurde. Das Action-Adventure „Okami“ konnte mit seinem einzigartigen Grafikstil, der durch geschickte Nutzung von Cel-Shading an die vormoderne japanische Tuschmalerei Sumi-e erinnerte, die Spieler in eine japanische Märchenwelt voller Geister, Dämonen und Göttern entführen und spielerisch wie sonst kein anderer Titel mit der Genregröße Zelda mithalten. Nun erscheint mit „Okamiden“ ein Nachfolger für den kleinen Nintendo DS, bei dem ähnlich wie die Größe der Konsole auch der Held zusammengeschrumpft wurde. Kleiner Wolf Chibiterasu In „Okamiden“ übernimmt man die Rolle des Sohnes des großen weißen Wolfes Amaterasu, der sich 9 Monate nach dem Ende von „Okami“ einer erneuten Gefahr durch Dämonen, die eigentlich als vernichtet galten, stellen muss. Glücklicherweise muss der kleine Held nicht alleine durch das vormoderne Japan reisen, sondern hat fast immer einen Helfer auf dem Rücken. Im Gegensatz zu den beiden „Zelda“-Titeln für Nintendos Handheld steuert man den kleinen Wolf in „Okamiden“ hauptsächlich mit Steuerkreuz und Knöpfen. Nur um die speziellen Pinselfähigkeiten einzusetzen wird der Stylus gezückt, um auf dem unteren Bildschirm zu malen. Dabei kennen Veteranen schon viele der Bilder, die gemalt werden müssen. So schneidet man durch einen geraden Strich Hindernisse durch oder lässt durch einen Kreis die Sonne aufgehen oder verdorrte Bäume neuaufblühen. Dabei funktioniert das Zeichnen mit dem Stylus intuitiv und einfach. Da für das Zeichnen das Spielgeschehen kurz angehalten wird, kann man selbst in hektischen Momenten kurz zum Stift greifen und so z.B. ein gegnerisches Geschoß zurückschleudern. |