Test: Dragon Age 2Langeweile im DrachenzeitalterFreitag, 18.03.2011 | lcNach jahrelanger Entwicklungszeit von „Dragon Age: Origins“ staunten Spieler schon nicht schlecht, als mit „Awakening“ kurze Zeit später bereits eine komplette Erweiterung erschien. Und nun, 16 Monate nach „Origins“, steht mit „Dragon Age II“ sogar schon ein zweiter Teil in den Videospielregalen der Händler. Doch kann Bioware mit dem zweiten Teil an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen oder hat sich die kurze Entwicklungszeit auf die Qualität des Spiels ausgewirkt? Hawke auf der Flucht nach Kirkwall „Dragon Age II“ startet während der Ereignisse von „Origins“. Hauptcharakter Hawke ist mit seiner Familie auf der Flucht vor der Dunklen Brut, aber dank seiner (oder ihrer) übermenschlichen Kräfte streckt der Held gleich dutzende Gegner mit einem einzigen Schwertstreich nieder und selbst größte Ungetüme können ihm nichts anhaben. Doch dann wirft plötzlich eine Stimme ein, dass irgendetwas an dieser Geschichte doch nicht stimmen kann. Zum Erzählen der Geschichte hat sich Bioware nämlich etwas Interessantes einfallen lassen und lässt die Ereignisse von dem Zwerg Verric erzählen, der an einigen Stellen einfach etwas dazu erfindet oder die Erzählung dramatischer gestaltet. Leider wird diese Erzähltechnik viel zu selten benutzt und an manchen Stellen fühlt man sich als Spieler fast etwas betrogen, wenn man sich erst emotional auf eine Szene eingelassen hat und diese dann als belanglose Lüge verpufft. Nach allerlei Ereignissen endet die Flucht in Kirkwall, wo man sich erst als Tagelöhner herumschlagen muss, bevor man langsam im Laufe von ungefähr 10 Jahren in der Hierarchie der Stadt aufsteigt. Leider merkt man den Lauf der Zeit weder der Stadt Kirkwall, in der sich bis auf einige Ausflüge in die Umgebung das komplette Spiel abspielt, noch seinen Bewohnern an. Sämtliche Charaktere sehen im kompletten Spiel gleich aus, was besonders beim Hauptcharakter Hawke stark auffällt. |