Test: RageDie schönste Apokalypse aller ZeitenMontag, 10.10.2011 | pasWer für „Doom“ und „Quake 4 (dt. Version)“ verantwortlich zeichnet, hat die besten Vorschusslorbeeren für ein neues Projekt geerntet, schließlich hat id Software damit Achtungserfolge in der Videospielbranche und bei vielen Spielern gesetzt. Dürfen sich Gamer daher die Augen verbinden und im Falle von „Rage“ blind zuschlagen? Nicht so ganz... Das Intro ist dank seiner mitreißenden Orchestermusik grandios. Man beobachtet einen Kameraschwenk im tiefschwarzen Weltraum mit Blick auf Mutter Erde, lauscht den Funksprüchen der namenlosen Besatzung, fühlt mit ihnen und ist Betroffener und Zuschauer zugleich. Im Hintergrund fliegen Kapseln, sogenannte Archen, zum blauen Planeten. Die einzige Information, die wir bis dahin haben: Die Epoche der Apokalypse ist eingetroffen. Auf der Erde angekommen, entwirft Rage ein trauriges Porträt. Weitläufige Wüstenlandschaften, dürre Canyons und unterschiedliche Banditengruppierungen zeichnen das Bild dieser unwirtlichen Welt. Quasi als Ein-Mann-Armee sollen wir den blutrünstigen Mutanten und Banditenclans Einhalt gebieten. Der id Tech 5-Engine sei Dank wird das optisch grandios, mit einer enormen Weitsicht und allerlei Licht- und Schattenspielereien umgesetzt. In dieser Apokalypse fühlt man sich wahrlich wohl – so krank das auch klingt. Abgesehen vom Lob für die Grafik fallen auf dem PC technische Mankos auf. Allem voran das Tearing, das bei schnellen Bewegungen erkennbar ist. Ansonsten macht „Rage“ grafisch alles richtig - egal ob die grandiose Weitsicht, das tolle Charakterdesign, die Sonneneinstrahlung oder die vielen kleinen Details am Range. Endzeit statt Karibik |