Hands On: I Am AliveVorfreude auf den 21. Dezember 2012!Mittwoch, 08.02.2012 | pasDie Welt geht unter, die Apokalypse naht. 2012 ist das Jahr der Diskussionen über den drohenden, durch den Maya-Kalender angeblich prophezeiten Weltuntergang. Ein gefundenes Fressen für die Medien. Egal welche Medialität man betrachtet - Zeitungen, TV-Sendungen oder Radiosender - sie alle werden das Thema bis zum 21. Dezember ausschlachten, Experten laden und Angst in der Gesellschaft verbreiten, um am 22. Dezember Nachberichterstattungen zur Korrektur zu bringen. Da ist es schon ein komischer Zufall, dass in Kürze ein Spiel mit ähnlicher Thematik auf den Markt kommt: „I Am Alive“. Oder schlichtweg pure Absicht? „I Am Alive“ ist ein Survival-Abenteuer, wie es intensiver kaum sein könnte. Komplett auf sich alleine gestellt, werdet ihr in der Einöde abgesetzt, um euer Überleben zu sichern. Dabei pulsierte in dem fiktiven US-amerikanischen Städtchen Haventon einst noch das Leben. Die industrielle Wirtschaft brummte und die Gesellschaft hatte sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet. Ergo: Alles ist Friede Freude Eierkuchen. Nachdem allerdings ein schweres Erdbeben Haventon heimsucht, gleich die einst lebendige Stadt einem Friedhof. Ähnlich wie in Silent Hill wird die Metropole von dichtem Nebel und Sandstürmen überschattet, so dass man teilweise seine Hand vor Augen nicht mehr sieht. Ihr schlüpft dabei in die Haut eines namenlosen Mannes, der gen Osten zurück nach Haventon reist, um nach dem Erdbeben Frau und Kind zu suchen. Denn nicht nur Haventon wurde verwüstet, die gesamte USA ist von diesem GAU betroffen. Survival geht oftmals Hand in Hand mit Zombies und jeder Menge schrecklicher Mutanten. Zombies, gähn… die sind doch längst ausgestorben. Während Survival-Titel wie Resident Evil oder Silent Hill nach wie vor die Gefahr in garstig-hässlichen Abwandlungen des Homo Erectus sehen, zeichnet „I Am Alive“ ein durchaus glaubwürdiges und nachvollziehbares Szenario. Was würde passieren, wenn die Welt tatsächlich zerrüttet würde? Und wie würdet ihr euch verhalten? Ein Survival-Abenteuer wie „I Am Alive“ lebt von seiner Atmosphäre. Der Ubisoft-Titel ist ambitioniert, die Ausmaße einer echten Katastrophe so realistisch wie nur möglich abzubilden. Das ist durch ästhetische Aspekte in visueller wie auch auditiver Hinsicht abgedeckt. Ich staunte nicht schlecht, als das Abenteuer startet. Die Perspektive zeigt eine Videokamera, auf dessen Bildschirm euer Alter Ego in einem grauen, knisternden und unscharf gedrehten Amateurvideo zu sehen ist. Alleine an einem steilen Abhang an einem Lagerfeuer hockend, berichtet er von den Qualen des Alleinseins, seiner Angst und Ungewissheit. Solche Einlagen werden immer wieder eingestreut und flößen ungemein viel Authentizität und Hollywood-Flair ein. Auch die Umgebung trägt ihr Übriges dazu bei. Während ihr euch durch Haventon bewegt, erspäht ihr in sich eingestürzte Gebäude und jede Menge Autowracks. |