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Neverwinter Nights 2: Storm of Zehir

So stürmt der (Nie-)Winter

Mittwoch, 10.12.2008 | mw

Das fängt ja gut an: Kaum gestrandet, schon kommen die Kannibalengnome!

Ein wenig Zeit ist bereits ins Land gezogen, als „Neverwinter Nights 2“ die heimischen PCs erreichte. Auch das erste Add-On ist bereits über ein Jahr alt. Grund genug für Obsidian Entertainment und Atari, noch einmal nachzulegen und neue Abenteuer in der Gegend um Niewinter auf die hungrige Rollenspielergemeinde loszulassen. Vor allem die Freunde des Tabletops „Dungeons and Dragons“ dürfen sich freuen, dann an dem grundlegenden Regelwerk ändert sich natürlich auch in dieser Episode nichts. Dafür wartet diese Erweiterung mit neuen Arealen auf, die den Spieler in den Dschungel von Samarach schicken.

Als Schiffbrüchiger landet ihr an der Schwertküste, die die ihr eigentlich umschiffen wolltet. Das wäre eventuell noch zu verschmerzen gewesen, würde der Strand nicht von menschenfressenden Gnomen bevölkert sein. Auf diese Weise rufen sich die Spieler das Kampfsystem wieder ins Gedächtnis. Viel geändert hat sich nicht an den Konfrontationen. Per Mausklick wird ein Gegner ausgewählt und mit bestimmten Taktiken, die eure ausgewählte Kämpferklasse und die Rasse gebieten, verarbeitet ihr die Feinde zu Frikassee. Diese Gnome sind noch leicht zu besiegen, da sie die Handlung vorantreiben und den Tutorial-Charakter der Eingansszene unterstreichen sollen.
Bei der Karte haben die Grafiker ganze Arbeit geleistet

Später durchstreift ihr die neue Umgebung mit einer Gruppe, die immer wieder neu zusammen gestellt werden kann. Je nach Bedarf finden sich dann Krieger, Heiler oder Magier zu dem verschworenen Haufen und man zieht gemeinsam ins Abenteuer. Eine Interaktion wie in den vorangegangenen Abenteuern läuft dieses Mal ein wenig anders ab. Meistens schweigen sich die Gruppenmitglieder an, haben aber neuerdings auch Mitspracherecht bei den Dialogen mit den Nicht-Spieler-Charakteren. Dadurch soll Farbe in die Ereignisse kommen, geht manchmal aber leider auch nach hinten los. Die Dialoge bleiben nämlich auf diese Weise ganz schnell ziemlich nonchalant und gehen grundsätzlich in die gewünschte Richtung. Es gibt aber auch andere Neuerungen, die wirklich eine Hilfe sind.

So gibt es zum einen eine neue Übersichtskarte, die den Regenwald der Schwertküste, aber auch die übrigen Gebiete schön in Szene setzt. Grafisch wurde hier noch einmal am Detailreichtum gearbeitet. Die Mühe des Designers hat sich gelohnt, denn die Umgebungen laden zu dem einen oder anderen Streifzug durch die Gefilde ein. Auch die Möglichkeit, von Anfang an ein eigenes Grüppchen zu editieren, dürfte auf die Gegenliebe der Fans stoßen. Leider scheinen alle Tavernen auf der Insel von ein und demselben Innenarchitekten beliefert worden zu sein: Hier findet sich überall identisches Inventar. Der Soundtrack ist dieses Mal ein kleines Meisterwerk geworden: Episch und wohlklingend zugleich wummert er aus den Boxen. Der Bombast in der Musik gereicht einem Filmscore zur Ehre und könnte glatt im Kino laufen.


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Neverwinter Nights 2: Storm of Zehir


Weitere Spieleinfos:
PC

Genre:
Rollenspiele

Entwickler:
Obsidian Entertainment

Publisher:
Atari

Erscheinungsdatum:
PC : 21.10.2008

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