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Astro Gaming – Astro A40 TR Gaming Headset + MixAmp Pro TR – astronomisches Sound- & eSport-Erlebnis im Test

Von Patrick Hützen am 29. März 2016

ASTRO Gaming stehen für Design, Technology und Lifestyle. Am Rande des Silicon Valley, in San Francisco, dachten sich vor einiger Zeit viele kreative Köpfe, ihre Hauptthemengebiete auf den Gaming Markt zu übertragen. Nachdem der Start in den USA mehr als geglückt war, entschied man sich auch den europäischen Gamer mit Klangqualität zu verwöhnen und für das Treppchen zum Erfolg zu rüsten. Durch den offiziellen Vertrieb von roxxgames, landeten die beiden Astro A40 TR Headsets mit MixAmp Pro TR für Xbox/PC und PS4/PC in unserer Redaktion – zum Glück.

(Un-)Box-Gasm

Solider erster Eindruck.

Solider erster Eindruck.

Hochwertiges sollte auch so verpackt sein, dachten sich wahrscheinlich auch die Entwickler und wissen schon mit der Verpackung zu begeistern. In dezentem Schwarz mit Druck, lässt sich der rechteckige Karton nach links und rechts aufklappen. Sicher gelagert finden wir das Astro A40 TR Headset, das MixAmp Pro TR Interface und ein Fach mit Mikrofon, Kabeln und Anleitung – überzeugt. Auch der äußere Ersteindruck verspricht hochwertige Verarbeitung und einen exzellenten Tragekomfort, doch dazu später mehr. Insgesamt wirkt alles sehr edel und robust, eben das richtige Werkzeug für Berufszocker. Schon hier wird klar: Es handelt sich um einen Luxusartikel, der für eine bestimmte Zielgruppe geschaffen und perfektioniert wurde. Dieses Zocker-Schmakerl kann bei roxxgames im offiziellen Shop erworben werden.

TR steht für?

Das schicke Astro A40 TR mit dem MixAmp Pro TR

Das schicke Astro A40 TR mit dem MixAmp Pro TR

Berufszocker ist die passende Überleitung, denn auch Luxus-Headsets von Astro oder anderen Herstellern sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Auch der Vorgänger, das „normale“ Astro A40, konnte sich schon auf dem Markt behaupten, doch was kann die TR-Version? TR könnte sicherlich auch für technische Raffinesse stehen, steht aber in unserem Fall für Tournament Ready. Auf Tunieren oder eSport Events ist das A40 TR euch ein guter Begleiter. Allerdings müssen vor der anstehenden Karriere einige Kabel verlegt werden. Für den PC genügt euch das mitgelieferte USB-Kabel. Einfach in die USB-Buchse am Rechner, das Endstück ans MixAmp, noch schnell Headset via Kabel mit dem MixAmp Pro TR verbinden und es läuft – rudimentär aber gut. Für die Konsole ist noch ein Kabel für den optischen Ausgang/Eingang notwendig und schon kann es auch da losgehen. Die Kabel bieten mit 2 und 3 Metern eine ausreichende Länge. Die Bügel des Astro A40 TR lassen sich stufenlos verstellen.

Tune me!

Die Software erlaubt feine Einstellungen.

Die Software erlaubt feine Einstellungen.


DESIGNED BY HARDCORE GAMERS FOR HARDCORE GAMERS

Ja ich sagte eben rudimentär. Zwar spucken die Lautsprecher schon jetzt hochwertige 7.1 Klänge aus und selbst ohne Selbstmodifikation stehen euch über das MixAmp Pro TR 4 unterschiedliche und vordefinierte Equalizer-Einstellungen zur Verfügung, aber die Hardware kann, gepaart mit Software noch viel mehr. Gefallen einem die Voreinstellungen nicht, lassen sich die Profile via Software ganz leicht editieren. Der Clou: Einmal mit der Software konfiguriert, lässt sich auch das MixAmp Pro TR synchronisieren und die Einstellungen sind auf dem Gerät gespeichert. Wechselt man also an die Konsole, kann man bequem switchen. Die Soundqualität ist extrem gut. Durch die 7.1 Abdeckung lassen sich Geräusche sehr genau lokalisieren. Höhen sind klar und der Bass überzeugt nicht nur die Ohren, sondern wirkt sich positiv auf die Ausschüttung von Glückshormonen aus. Allerdings erfolgt die Dämpfung in der Grundversion nur in eine Richtung gut. Der Träger des Astro A40 TR hört, je nach Musiklautstärke fast gar nichts, alle umliegenden hören aber alles mit. Das „Problem“ kann durch ein zusätzliches Mod-Kit behoben werden, dazu später mehr. Schon nach den ersten Minuten fällt auf, das Headset ist für lange Sessions konzipiert. Nichts drückt oder rutscht, auch nicht bei gröberen Bewegungen.

Mikro-Management

Vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten mit ModKits

Vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten mit ModKits

Eines der größten Probleme bei Headsets sind oftmals die Mikrofone, damit einhergehen häufig schlechte Sprachqualität und mangelnde Geräuschunterdrückung. Das Astro A40 TR Gaming Headset liefert 4 Modi, welche via Software eingestellt und optimiert werden können. Vom Modus „Streaming“, hier soll die beste Sprachqualität geliefert werden mit einer geringen Lärmunterdrückung, über einen Night-Mode, den Standard-Modus bis hin zum Turnier-Profil. Bei Letzterem soll die Stimme laut Hersteller am unnatürlichsten klingen, dafür aber die Filterung von Nebengeräuschen am Höchsten. Eins der genannten Dinge können wir bestätigen, und zwar die nahezu vollständige Elimination von Nebengeräuschen. Besonders auf Events ist das ein entscheidender Vorteil. Hier gibt es eine Grundlautstärke, was Ansagen schwierig machen kann. Das Astro A40 TR beseitigt diese Problematik gekonnt. Außerdem finden wir nicht das unsere Stimme im Tournament-Modus unnatürlich klingen. Auch die anderen Modi können sich hören lassen. Ob ruhiges Streaming-Zimmer, in dem der volle Klang der Stimme übertragen werden kann oder ein „Mittelmaß“ für den alltäglichen Gebrauch, das Headset mit dem MixAmp Pro TR und der Software bietet für jeden die richtige Einstellung.

Der Turnier-Profi

Auch für die Xbox gibt es eine Variante.

Auch für die Xbox gibt es eine Variante.

Neben der aktiven Geräuschdämpfung über das Mikro, lassen sich an das MixAmp Pro TR auch über 2 weitere Kanäle zusätzliche Interfaces anschließen. Somit lässt sich ein eigenes Netzwerk mit einer (fast) latenzfreien Übertragung aufbauen. Besonders im professionellen Bereich ein absolutes Muss, das sehen auch namenhafte Teams wie Envyus oder Optic Gaming so und nutzen das Headset regelmäßig auf großen Events. In meinen Augen macht es einen großen Vorteil aus, wenn die Ansagen präzise und ohne Verzögerung ankommen – Sieg oder Niederlage. Um alles aus der Hardware heraus zu kitzeln, lässt sich zusätzlich ein ModKit erwerben. Das ermöglicht uns die Ohrmuscheln durch ledrige Alternativen zu ersetzen, das Kopfpolster, die Seitenkappen und das Mikro zu tauschen. Neben einer besseren Geräuschdämpfung für den Spieler, bieten besonders die Seitenkappen viel Raum zur Individualisierung. Von Call of Duty Tags bis hin zu Plants vs. Zombies Charakteren, lässt sich fast alles draufklicken. Sehr praktisch: Alles funktioniert mit Neodym-Magneten und macht den Tausch sehr leicht. Auch das Mikrofon lässt sich links oder rechts anbringen, je nachdem wie es beliebt.

Nice to have

Seitenklappen, Kopfpolster und Ohrmuschel sind austauschbar.

Seitenklappen, Kopfpolster und Ohrmuschel sind austauschbar.

Neben der Netzwerk-Möglichkeit, und den 4 Switch-Möglichkeiten via MixAmp Pro TR, bietet eben dieses auch die Option als Streaming-Interface genutzt zu werden. Hiermit lässt sich mit Hilfe des Reglers die Game und Voice-Lautstärke regulieren. So wie es für Spieler und Zuschauer am besten passt. Zwar ist dieses Feature für berufliche Streamer etwas zu schlank, doch für den Einstieg ideal. Außerdem lassen sich über die downloadbare Software viele Regler betätigen, an denen sich die Audiophilen unter euch austoben können.

Fazit

Weiß oder Schwarz?

Weiß oder Schwarz?

An dieser Stelle sei natürlich auch der Preis erwähnt, denn mit 270 – 335€ führt das Astro A40 TR sicherlich die Spitze der hochwertigen Exemplare an. Hier stellt sich auch die Frage, ob es sich für Hobbyzocker, die pro Woche auf 10 Stunden Gaming kommen lohnt, aber für Profispieler, regelmäßige Lan-Besucher oder ambitionierte Streamer, ist dieses Headset mehr als nur eine Überlegung wert. Durch das hohe Maß an Individualisierung hinsichtlich Optik und Geräuschdämpfung, dem praktischen MixAmp Pro TR, einer intuitiven Software und der hochwertigen Verarbeitung, platziert sich Astro mit dem A40 TR ganz oben.

Positiv

  • Sehr guter Klang
  • vielseitige Individualisierungsmöglichkeiten
  • gute Lärmunterdrückung
  • hochwertige Verarbeitung
  • Software erlaubt viele Einstellungen
  • MixAmp praktisch für Stream/Konsole

Negativ

  • zusätzliches Modkit zur perfekten Isolierung nötig
  • recht hoher Preis
9

War schon immer ein Zocker - vorangig PC-Kid. Spielte mit Leib und Seele CS 1.6, semiprofessionell. Heute kein Spiel mehr exzessiv. Hat Psychologie studiert, analysiert alles und jeden und ist seit 2015 bei gamers.de