Einloggen

Lost Password

Battlefleet Gothic: Armada – Im Auge des Chaos

Von Christian Lange am 18. März 2016

20 Jahre Krieg stehen bevor. Die Verursacher mag niemand wirklich benennen. Eldar, Imperium, Chaos und die Orks werfen sich entgegen was sie haben. Wer am Ende den Kürzeren zieht hängt von euch ab. Auf die Stationen, Admiral!

Warhammer 40.000? Ein Warpsprung zur nächsten Überschrift für Kenner!

Battlefleet_Gothic_Armada_3-pcgh

Geiles Schiffdesign

41 Jahrtausende nach der Geburt Christi spielt der Science-Fiction Ableger von Warhammer. Es reißen, schlagen und kloppen sich verschiedene Rassen auf hohem technologischem Niveau. Das Imperium der Menschheit, welches am besten durch die Eliteeinheit der Space Marines bekannt sein dürfte, erstreckt sich über die gesamte Galaxis und hat vielen Feinden die Stirn geboten. Zu den Feinden zählen sich unter anderem die Orks, die Eldar und das Chaos – Xeno-Zivilisationen wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Während die Eldar, eine beinahe ausgestorbene Rasse, die sich mit riesigen Weltenschiffen durch die Galaxie bewegt, sich sehr fortschrittlicher Technologien bedient, sind die Orks eher etwas primitiv veranlagt und machen durch ihre schiere Anzahl und rohe Gewalt den anderen Völkern mächtig Probleme. Eine weitere Fraktion ist das pure, dem Warp entsprungene und personifizierte Chaos. Oftmals Abtrünnige, die von den Göttern des Warps verführt wurden. Auch einige Space Marine Orden sind in den Wirren der Horus Häresie dem Chaos verfallen und stärken als Chaos Space Marines die Flotten der Legion.

Es gibt noch weitere Entitäten in den Weiten der Galaxie. Ob nun exoterische Xenokulturen wie die Tau in ihren Mechs oder uralte, in Roboterkörpern konservierte Necron – Warhammer 40k bietet für jeden Geschmack eine „Zivilisation“ und meine knappe Einführung kann diesem Kulturgut nicht gerecht werden. Da Ihr nun im ganz Groben wisst, worum es hier überhaupt geht, springen wir zum nächsten Absatz und somit zu Battlefleet Gothic Armada.

Raumfahrt braucht Raumschiffe

„Irgendwann wird ein großer Waaagh! aus Millionen von Orks losbrechen, eine Mischung aus Völkerwanderung und heiligem Kreuzzug, in dem die Orks nach neuen Welten suchen, die sie erobern und deren Bevölkerung sie versklaven können.“ –  Lexicanum

Viele der Kämpfe spielen sich auf Planeten ab, jedoch ebenso viele in den leeren Weiten. Hier kommt Battlefleet Gothic Armada ins Spiel – Ihr spielt die Chaos-Fraktion, das Imperium, die Eldar oder die Orks und kommandiert als Admiral der Flotte in heißen, kurzlebigen Gefechten verschiedene Schiffsklassen und erfüllt bestimmte Missionsziele. Dabei kann es beispielsweise Ziel sein einen Transportkonvoy zu vernichten, bevor er den Sektor verlässt oder etwa die gesamte Flotte des Gegners auszulöschen. So unterschiedlich wie die einzelnen Kulturen sind auch die Fähigkeiten, Boni und Malus der einzelnen Schiffe. So sind die imperialen Schiffe stark gepanzert und haben einige Vorteile auf einer Reichweite von 6000 Metern und bei den Raumfähren der Orks gilt: Je näher das Ziel desto größer der Wumms.

In der Einzelspieler-Kampagne bietet Euch der Warhammer 40K Ableger eine gut übersetzte und synchronisierte Geschichte, die so manchem Strategiespiel die Hosen runterzieht. Ein Grund dafür ist natürlich die reiche und vielseitige Hintergrundgeschichte des Universums. In den Missionen der Kampagne verkörpert Ihr Captain Spiral der imperialen Flotte und begegnet den Abtrünnigen und Anhänger des Chaos.

Unendliche Weiten, unendliches Gameplay

battlefleet_gothic_armada-06

Die Chaos auf Durchreise.

Neben der Einzelspieler Kampagne bietet das Spiel noch einen Solo Skirmish Modus. In diesem könnt Ihr eure Flotte nach und nach verbessern, indem die einzelnen Schiffe im Level steigen und eure Flottenkapazität erhöht wird. Mit der Flottenkapazität steigen auch die verschiedenen Spielmodi und Ihr steht, je länger Ihr spielt, immer größeren Flotten in unterschiedlichsten Szenarios entgegen. Dieser Modus verspricht Langzeitspaß und Wiederspielwert, da er sich, zumindest in der Preview Version, sehr originell angefühlt hat.

Der Multiplayer Modus von Battlefleet Gothic Armada entspricht im Prinzip dem Solo Skirmish Mode. Der größte Unterschied liegt im Austausch der gegnerischen KI gegen einen Gegner in Fleisch und Blut. 

Hart Steuerbord!

Das Gameplay unterscheidet sich durch seine Ramm-Mechanik stark von anderen Strategiespielen und kann schon bei kleiner Flottengröße den einen oder anderen Admiral an seine Micromanagement Grenzen bringen. Ausweich- sowie Angriffsmanöver können durch kurzzeitige Boosts eingeleitet werden, müssen aber genau abgestimmt sein. Ebenso erfordert das Feuern von Torpedos eine möglichst genau und vorausschauende Planung in der Mitte des Gefechts. Die Flugbahn eures Gegner müsst ihr erahnen, damit die Torpedos auch das richtige Ziel treffen. Dabei ist Vorsicht geboten, die Torpedos können auch eure eigenen Schiffe auseinandernehmen. Aber nicht nur Torpedos, sondern auch Jägerstaffeln, Bomben, Schilde und viele andere Skills verlangen kompetentes Multitasking. Für die etwas Langsameren gibt es im Einzelspieler die Möglichkeit das Spiel mit der Leertaste zu verlangsamen. Im Multiplayer seid Ihr jedoch hoffnungslos dem Zeitdruck ausgesetzt.

Augasmus

battlefleet_gothic_armada-04

Jetzt krachts!

Auch grafisch kann das Unreal Engine 4 Spiel punkten. Die frei rotierbare Kamera lässt Euch die Kriegsgeräte aus allen möglichen Blickwinkeln betrachten und hat mich ordentlich zum Staunen gebracht. Als wäre das nicht genug, wird hier trotzdem eine Performance geliefert, die keine Wünsche offen lässt.

In der Vorabversion waren die Eldar (hype!) und die Orks (Andy: hype! WAAAAGGHHH!) leider nicht spielbar, jedoch haben sich Chaos und Imperiale für meinen Geschmack gut angefühlt. Das heißt gutes Balancing, stimmige Atmosphäre und glaubhaftes Schiffdesign.

Fazit – Lieber Osterhase..

Ich bin selbst kein riesen Warhammer 40K Fan und habe lediglich 20 kleine, vor Jahren gekaufte Eldar Miniaturen im Schrank liegen. Den letzten Kontakt mit dem Franchise hatte ich mit der Dawn of War Reihe, und diese ist bekanntlich, trotz des kürzlich recht überraschend erschienenen Necron Updates, nicht mehr ganz „tau“frisch. Spätestens beim Micromanagement wird sich die Spreu vom Weizen trennen und somit Gelegenheitsspielern und Die-Hard Zocker unterscheiden. Vielleicht nimmt sich auch der E-Sport Bereich Battlefleet Gothic Armada etwas intensiver zur Brust? Die audiovisuelle Umsetzung ist bereits jetzt schon grandios und überzeugt auf ganzer Linie. Battlefleet Gothic Armada wird Strategiefüchsen, ob sie nun Liebhaber oder 40k-Neuling sind, eine gute Portion Spaß bereiten. Also ab damit auf die Wunschliste! Bleibt nur zu hoffen, dass es DLCs mit neuen Fraktionen geben wird.

Die finale Version kommt voraussichtlich Ende April in den Handel. Wir werden das Endprodukt natürlich noch etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Positiv

  • Geiler Solo Skirmish und Multiplayer
  • Epischer Sound
  • Großartige Synchro
  • Krasse Performance

Negativ

  • Mehr Rassen wären wünschenswert
Mit 28 Jahren schon so einige Male die Welt gerettet. Liebt Games aller Art. Steht auf gute Musik. Lebt in der ältesten Stadt Deutschlands. Katzenfanatiker ohne Katze. Sieht Essen als Hobby an. Seit 2015 begleitet er Gamers.de als Redakteur.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*