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Cougar 700M Gaming Maus im Test

Weiter geht es in der Cougar Testwochen, nach der empfehlenswerten und von uns mit einem Preis-/Leistungs Award ausgezeichneten Scissor Switch Tastatur 300K schauen wir uns als Nächstes die bereits seit über einem Jahr im Handel erhältliche Cougar 700M Gaming Maus an. Wir sind gespannt, was die Hardwarejungs und –mädels für unser liebstes Hobby in petto haben.

Was schmeichelt hier meinem Händchen?

Die Form der Cougar erinnert auf den ersten Blick stark an die individualisierbaren und ähnlich bepreisten Zeigerschubser von MadCatz, auch bei der 700M steht die Anpassung an die Bedürfnisse der Gamer Hand sehr offensichtlich an erster Stelle. Dank der durchsichtigen Verpackung können interessierte Käufer direkt einen Blick auf ihr möglicherweise neues Eingabegerät erhaschen. Die Maus strahlt euch dabei entweder in klassischem schwarz mit gold/silbernen oder silber mit kupferfarbenen Highlights entgegen. Das Design ist definitiv gewagt und setzt einige Akzente in einem typischen Gaming Setup. Neben der gut gesicherten Hardware befindet sich noch eine der mittlerweile üblichen Kurzanleitungen, vier zusätzliche 4.5 Gramm Gewicht sowie eine weitere Handballenauflage im Gepäck.

Die Auflage gibt es somit direkt in zwei Größen, lässt sich einfach austauschen, in der Höhe / Neigung verstellen und dürfte mit etwas Geduld dafür sorgen, dass sich die meisten Spieler unverkrampft an Cougars Gaming Maus wohlfühlen können. Ein kleiner Schatten wirft jedoch das allgemeine Auflagengefühl, trotz der hochwertig stabilen und luftigen Aluminumkonstruktion ist der Andruck der glatten Plastikoberfläche bei Bewegung – zumindest am Anfang – ungewohnt dünn. Etwas kompensieren lässt sich das Gefühl durch die Anpassung der Gewichte, der im Auslieferungszustand 110g, angepasst bis zu 130g schweren Maus. Wer leicht schwitzige Hände hat, darf sich jedoch freuen, die offene Konstruktion sorgt für eine bessere Luftzirkulation und kühlt die im Eifer des Onlinegefechts gestresste Hand wirkungsvoll ab. Für einen passenden Grip sorgen die rauen Seitenteile der 700M.

Was direkt positiv ins Auge fällt: Die gesamte Konstruktion fühlt sich hochwertig und langlebig an, man hat direkt das Gefühl, ein durchdachtes, qualitativ funktionierendes Produkt in den Händen zu halten. Das massiv sitzende und sauber rastende, silberne Mausrad unterstützt diesen Eindruck direkt. Das Gleiche gilt für die insgesamt acht, durchdacht angebrachten, programmierbaren auf OMRON Switches basierenden Tasten des Nagers, der knackige Druckpunkt sorgt bei allen für ein gutes Feedback in der Benutzung. Dank der sechs auf der Unterseite angebrachten Teflonauflagen gleitet die 700M problemlos über alle gängigen Oberflächen, eine passende Unterlage ist natürlich trotzdem zu empfehlen. 

Los geht’s, ran an die Arbeit

Der Anschluss der Maus erfolgt über den vergoldeten USB Stecker an einen freien USB 2.0 Port am heimischen Rechner. Was direkt auffällt, dass mit 180cm ausreichend lange, gesleevte Mauskabel verläuft an der linken Seite, daran muss man sich erst einmal in den ersten Minuten gewöhnen, die Maus führt sich dadurch spürbar ungewohnt. 

Für einen vollfunktionalen Betrieb muss die separat auf der Hersteller Website herunterzuladende – ein Datenträger ist leider nicht im Lieferumfang enthalten – Cougar UIX System Software installiert werden. Über diese lassen sich dann die gamingspezifischen Funktionen der Maus umfangreich konfigurieren. Auf dem integrierten, 512KB großen On-Board Speicher werden die Einstellungen anschließend gespeichert.

Die Einrichtung verläuft ohne nennenswerte Probleme, sobald alles geklappt hat, strahlt uns die Maus mit einem umgebenden Halo sowie durch das Mausrad in einer der einstellbaren 16,8 Millionen Farben entgegen. Das gehört mittlerweile schließlich zum guten Ton der Gamingkonstrukte, über die Software lassen sich neben der Farbwahl noch rudimentäre Einstellungen vornehmen: Wir lassen das Licht optional noch pulsieren oder schalten es vollständig ab.

Der ADNS-9800 Laser-Sensor sorgt mit seinen in 50er Schritten einstellbaren 8.200 DPI für ein vollständig flüssiges Zeigererlebnis. Über die Konfigurationssoftware lassen sich vier Stufen voreinstellen und anschließend über die DPI Taste umschalten. Die aktuell eingestellte Stufe wird dabei sogar noch durch einen Balken an der linken Seite der Maus visualisiert.

Fazit

Auch mit der 700M liefert Cougar ein überzeugendes Produkt ab, bei einem Straßenpreis von rund 80-90 EUR sollte man dies aber auch erwarten können. Das hohe Maß an Konfigurierbarkeit wird dabei nicht jedermanns Sache sein. Man muss als Käufer definitiv gewillt sein, sich mit seinem neuen Eingabegerät auseinanderzusetzen, um ein optimales, ergonomisch funktionales Nutzungserlebnis zu erhalten. Bei der 700M gehören hier umfangreichere Anpassungen und Nachjustierungen zwingend dazu, wer darauf keine Lust hat: Finger weg. Alle anderen: Durchaus mal etwas genauer in Augenschein nehmen.

Die Qualität der verwendeten Materialien überzeugt, die Maus fühlt sich wertig und stabil an. Lediglich mit der Handballenauflage musste ich mich etwas anfreunden, dies lässt sich jedoch konstruktionsbedingt kaum vermeiden. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich trotz der beigelegten, alternativen Auflage und den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten alle Hände befriedigen lassen. Mir persönlich ist die 700M insgesamt etwas zu leicht und könnte noch zusätzliches Gewicht vertragen, für Linkshänder ist die 700M nicht geeignet. 

Grundsätzlich gilt: Ab in den nächsten Laden und vor einem Kauf möglichst mal selbst in die Hand nehmen.

[pricemesh]

Positiv

  • umfangreich anpassbar
  • sehr schöner Hardcore Gaming Style
  • ansprechend präsentiert
  • stabile Konstruktion
  • gute Software zur Konfiguration

Negativ

  • Handballenauflage gewöhnungsbedürftig
  • nicht für Linkshänder geeignet
  • Datenträger nicht enthalten
7

In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.

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