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Cougar Vantar im Test

Der deutsche Hersteller Cougar hat eine kleine Überraschung in Form der Gaming Tastatur Vantar im Gepäck. Anders, als vielleicht vermutet, handelt es sich hier nicht um eine mechanische Tastatur. Nein! Den klackernden Tasten zum trotz, serviert uns Cougar ein flaches Eingabegerät, welches sich nicht nur durch ihr schickes und kompaktes Slimformat bestimmt, sondern auch mit allerlei Gamer-Schnickschnack aufwartet - und das auch noch für läppische 34,99 Euro UVP. Ob Cougar hier der große Coup gelungen ist, erfahrt ihr im Test.

KLAC KLACK KLACK!!!! Ich sag es gleich schon einmal im Voraus. Ich bin nicht gerade ein großer Fan von mechanischen Tastaturen. Früher unumgänglich, heute der neuste Schrei in der Gamingszene. Schneller, besser, geiler – aber ohne mich. Ich mag meine schlichten Eingabegeräte. So ein Totschläger-Keyboard macht mich auch nicht besser bei Online-Games.

Stattdessen war ich schon immer ein Freund von Notebookstastaturen. Ihre Aufgabe ist es Platz zu sparen und trotzdem ein gutes und sicheres Gefühl beim Schreiben zu haben. Mit den Scherenschaltern wurden sie außerdem immer flacher und leiser. Ich mag es einfach, auf einer solchen Tastatur zu schreiben. Ohne viel Bewegung lassen sich alle Taten erreichen und diese muss man auch nur leicht antippen. Ich habe nicht das Gefühl – wie bei mechanischen Tastaturen – auf irgendwelchen Plastikklötzen herumzuhacken. Aber genug gejammert, denn hier kommt die Cougar Vantar!

Mach es Slim!

Umso erfreulicher für mich, dass uns eine Gaming-Tastatur im Slimformat ins Büro geflattert kam. Die Vantar von Cougar wird als Gaming-Keyboard beworben. Die Tastatur verspricht durch die Schalter mit Scherenmechanik leise Tastenanschläge. Damit werden zuverlässige und sichere Eingaben möglich und man muss nicht befürchten, die Nachbarn nebenan zu wecken. Für die nächtlichen Spiele wurde auch eine Hintergrundbeleuchtung verbaut die 8 verschiedene Beleuchtungsmodi zu bieten hat, einer davon benutzerdefiniert. Die Beleuchtung steht wiederum in 8 verschiedene Farben zur Verfügung. Desweiteren verbaut Cougar eine Anti-Ghosting Technologie, die gerade für Gamer interessant ist. So lassen sich mehrere Tasten gleichzeitig betätigen ohne eine Fehleingabe zu befürchten. Es werden insgesamt 19 Tasten unterstützt: W, A, S, D, Q, E, Z, X, C, B, Tab, L-Ctrl, L-Alt, L-Shift, Leertaste und die vier Pfeiltasten. Für weiteren Komfort sind die üblichen Mediatasten als Fn-Shortcut in der F-Tastenleiste verbaut. Auf Makro-Tasten muss man hier allerdings verzichten.

Einstöpseln und daddeln!

Die Vantar von Cougar kommt in einem dunklen Karton mit den üblichen Renderbildern ins Haus. Ausgepackt fällt erstmal das leichte Gewicht auf. Die Tastatur besteht durch und durch aus Plastik. Die Oberfläche sieht zwar aus, wie gebürstetes Aluminium, allerdings handelt es sich auch hier nur um Plastik, eigentlich schade. Statt dem speziellen Finish hätte eine einfache, matte Oberfläche auch ausgereicht. Das Metalimitat lässt sich direkt auf den verdammt günstigen Preis zurückführen. Das hier ist also Jammern auf hohem Niveau.
Ansonsten macht die Tastatur einen ordentlichen Eindruck. Die Tasten sind schön flach und das Layout kompakt gehalten. Trotz der schmalen Größe kommen mir die Tasten aber breiter als üblich vor, was einen tollen Eindruck beim Schreiben hinterlässt. Jede Taste hat genug Platz, Vertipper kommen seltener vor. Die Butterfly-Schalter haben einen butterweichen Druckpunkt und sind zudem flüsterleise. Insgesamt schreibt es sich auf der Tastatur erstaunlich gut und das bei einem Kampfpreis – man kann es nicht oft genug sagen – von 34,99 EUR UVP, auf der Straße dürfte die Klaviatur sogar noch ein paar EUR günstiger zu haben sein. 

Es werde Licht!

Die Cougar Vantar ist rundum mit LEDs vollgestopft. Eine LED-Leiste durchläuft den kompletten Rahmen und hinter den Tasten sind ebenfalls Leuchtmittel untergebracht. Dabei sind aber nicht alle Tasten einzeln beleuchtet. Stattdessen ist die Tastatur in mehrere Bereiche aufgeteilt. Das macht die Steuerung der Beleuchtung wesentlich einfacher und hält auch den Kostenpunkt weiter unten. Zur Auswahl stehen uns 8 verschiedene Modi. Von der einfachen Beleuchtung, über pulsierende Animationen bis hin zu wellenartigen Bewegungen beim Anschlagen einer Taste. Außerdem ist ein Custom-Mode untergebracht, mit dem man sich eigene Farbkombinationen zusammenstellen kann.
Die Beleuchtung ist zusätzlich dimmbar oder lässt die Animationen schneller oder langsamer einstellen. Die LEDs können ordentlich hell werden und sind somit auch klar bei Tageslicht zu erkennen. Ich war anfangs skeptisch, ob mich die Blinkerei nicht irgendwann verrückt machen wird. Ich muss aber zugegeben, dass man sich schnell daran gewöhnt. Allerdings habe ich letztendlich eine einfache Beleuchtung ohne Animation gewählt.
Die Lichteffekte können aber sicherlich für ein kleines Highlight auf eurem Schreibtisch sorgen!

Fazit

Alles in allem überrascht mich die Cougar Vantar sehr, und zwar im Positiven! Das Format, die Slim-Tasten und die Haptik sind wirklich sehr hochwertig. Eine solche Qualität hätte ich mir für diesen Preis nicht vorstellen können. Obwohl ich Gaming-Tastaturen bisher den Rücken kehrte, wurde ich jetzt doch eines Besseren belehrt. Spielen und Schreiben sind ein echter Genuss mit dem kleinen Preiswunder. Mein einziger Kritikpunkt bleibt die Optik der Oberfläche. Das Fake-Aluminium-Finish überzeugt mich nicht wirklich und wirkt auch nicht mehr zeitgemäß. Außerdem sollten für eingefleischte Gamer beachten, dass es hier keine Makro-Tasten gibt. Wer sich aber von diesen beiden Dingen nicht beirren lässt und mehr wert auf ein angenehmes Schreiben zum Schnäppchenpreis legt, ist hier genau richtig!

Positiv

  • Starker Preis
  • Kompaktes Design
  • Leise Butterfly-Schalter

Negativ

  • Plastikoberfläche
  • Fehlende Makro-Tasten
8