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Crazy Robot – One Hundred Ways – Der kernige Knobelspaß für alle Hobbytüftler

Von Felix Schaefer am 5. November 2015

Das Runde muss ins… Runde

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Mit dem am 23.Oktober dieses Jahres erschienenen Titel des Kölner Entwicklers Sunlight Games dürfen Hobbytüftler und solche die es werden wollen auf 100 knifflige Level voller Knobelspaß freuen.

Als Bauherr im Miniaturmaßstab verfolgen wir ein Ziel: Die Kugel in das dafür vorgesehene Loch zu bringen. Dabei wird aber, wie man sich denken kann, keine ruhige Kugel geschoben. Mithilfe von über 30 Werkzeugen, die vielseitig miteinander einsetzbar sind konstruieren wir einen Weg für unsere Kugel – alles mit dem Ziel sie sicher nach Hause zu fahren! So reicht uns der Entwickler beispielsweise Ventilatoren, Portale, Kräne, Kippschalter oder auch Sprungschanzen, die uns in den später auch schwierigeren Level jede Menge Spielraum für Kreativität geben.

Der Spieler wird aber zunächst langsam in ca. 15 Einführungslevels an die Mechanik und Logik des Spiels herangeführt, sodass er sich nicht direkt überfordert fühlt. Der aber dann recht zügig steigende Schwierigkeitsgrad der Level lässt die Köpfe der Freizeit-Ingenieure doch ziemlich rauchen, was die Lösung einer Aufgabe umso befriedigender macht. Ehe man sich versieht, findet man sich vor einem Feld voller Teile, mit denen man auf den ersten Blick so gar nichts anfangen kann. Frei nach dem Motto „Probieren geht über Studieren” ermittelt man sich, wie ein Detektiv der versucht den Tathergang zu rekonstruieren, step-by-step zur richtigen Lösung.

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Fazit

Der Romantiker in mir sagt: In gewisser Weise wie eine heimliche, leidenschaftliche Affäre: bedingungsloser Spaß – ohne weiter zu verpflichten.

Ich persönlich als Genreliebhaber und durch „Crazy Machines“ aus dem Jahre 2004 durchaus vorgebildeter Spieler muss sagen: Mit der Genrebezeichung „Gelegenheitsspiel“ tut man dem Titel in den meisten Fällen nicht unrecht, aber in kniffligen und gerade wenn es auf die höheren Level zugeht, teils auch auf den ersten Blick aussichtslos wirkenden Spielsituationen, kommt gerne mal die „nur noch ein Level“- Stimmung auf und ehe man sich versieht, gehen 2 Stunden oder mehr ins Land.

Die von Spielern kritisierte teils sperrige Steuerung, ein fehlender Restore Button vermindern den Rätselspaß keineswegs und fallen daher auch nicht zu sehr ins Gewicht. Natürlich gibt es auch Punkte, bei denen noch etwas Luft nach oben ist: So ist meiner Meinung nach ein Titel wie dieser, in denen der Spieler sich mitunter einige Minuten Gedanken machen muss quasi prädestiniert für eine stimmungsvolle und passende musikalische Untermalung (nervig ist sie aber keinesfalls). Außerdem wäre es sicherlich ein Leichtes, den Spielern nach den vorbeirasenden 100 Level noch einige mehr anzubieten. Ich wäre sicherlich nicht der einzige der sogar dazu bereit wäre ein paar müde Taler für unterhaltsame weitere Maps beizusteuern – alles im Auftrag der Wissenschaft! Denn wie Isaac Newton seiner Zeit schon predigte: Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean!“ 

Positiv

  • spannende Logik der Tools
  • knifflige Level
  • solides Tutorial
  • realistische Physik

Negativ

  • musikalische Untermalung könnte stimmungsvoller sein
  • Steuerung teils etwas hakelig
  • [ (noch) keine AddOns ]
7.5