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Das Cougar Attack X3 Mechanical Gaming Keyboard im Test

Nach der überzeugenden und mit einem Preis-/Leistungsaward ausgezeichneten 300K Tastatur sowie der Gaming Maus 700M geht es jetzt, zum Abschluss unserer Cougar Testreihe, an das mechanische Gaming Keyboard Attack X3. Ob Cougar die bisher positiven Eindrücke ihrer Hardwaresparte aufrechterhalten kann?

Aus dem Ei gepellt.

Auf der ansprechend und stilsicher gestalteten Verpackung strahlt uns die ab ca. 100 EUR käuflich erwerbare ( UVP 119 EUR ) Cougar Attack X3 direkt entgegen und bietet uns damit einen ersten Vorgeschmack auf dich sich in Kürze entblößende Tastatur. Um es direkt vorwegzunehmen, der Aufnahmewinkel scheint mir dabei falsch gewählt worden zu sein, die Kanten wirken in der Realität weniger wuchtig als auf dem Bild. Der Informationsgehalt ist jedoch ausreichend, um sich einen umfassenden Eindruck über den Funktionsumfang verschaffen zu können.

In der schwarzen Pappschachtel liegt dann auch schon Cougars neuester mechanischer Schatz, einfach verpackt in einer Kunststoffhülle, das 180 cm und damit für die meisten Setups angemessen lange USB Anschlusskabel ordentlich durchgeführt und separat gesichert in einer eigenen Sektion. Eine simple, aber funktionale Lösung, um die Tastatur ausreichend zu fixieren und abzusichern. Neben der Hardware gibt es als Beilage lediglich noch eine der üblichen Schnellstartanleitungen. Man hat sich mittlerweile ja fast schon daran gewöhnt: Eine Treiber / Tool CD ist nicht mit an Bord.  

Der Ersteindruck des Keyboards ist durchaus positiv, wie bereits erwähnt auch nicht ganz so massiv ausladend wie auf den ersten Blick vermutet. Die Kombination aus gebürstetem Aluminium hinter dem Tastenfeld und rauem, schwarzen Plastik als Abschlusselement ist natürlich Geschmackssache, die verwendeten Materialen machen jedoch insgesamt einen ausreichend wertigen Eindruck und sind ordentlich verarbeitet. Ein gestalterisches Alleinstellungsmerkmal sind die schräg abfallenden Seitenteile, da wurde dem Design noch offensichtlich etwas mehr Gamingstyle aufgedrückt.

Für eine mechanische Klaviatur ist die Attack X3 mit 900g ungewöhnlich leicht, einen echten Nachteil konnten wir dadurch jedoch nicht feststellen. Die Tastatur steht auch dank der auf der Unterseite angebrachten, gummierten Auflagenpunkte sicher auf dem Tisch und lässt sich durch die optional ausklappbaren Standfüße noch zusätzlich ankippen, ohne die Standsicherheit zu gefährden. Der Aufstellwinkel dürfte insgesamt aber auch gerne etwas größer ausfallen.

Hey, die kennen wir doch?

Für Tastatur-Enthusiasten eine der wichtigsten Fragen: Welche Switches werden für die Umsetzung der Eingaben verwendet? Hier beschreitet Cougar einen recht klassischen Weg und verwendet die allseits bekannten und meist auch beliebten Cherry-MX Switches. Im uns vorliegenden Fall wurden die taktilen braunen Switches verbaut. Laut Verpackung gibt es noch weitere Varianten. Die Versionen mit Rot, Blau oder Schwarzen MX Switches haben wir in der freien Wildbahn jedoch noch nicht angetroffen. Da werden wir noch einmal gezielt nachhaken. 

Ob man mit den taktilen braunen Schaltern etwas anfangen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden und am besten auch im Vorfeld der Anschaffung testen. Der Tastendruck von 45 Gramm erhält durch den verkürzten, 2mm langen Schaltweg samt spürbaren Druckpunkt, einen recht oldschooligen, fast schon an „moderne“ Schreibmaschinen erinnernden Charakter. Muss man mögen, andere Switches benötigen mehr Weg sowie Kraft, um auszulösen. An der Attack X3 können sich jedoch auch Vielschreiber durchaus wohlfühlen, die braunen Switches gehören als kleines Bonbon noch zu den leiseren mechanischen Kandidaten. Wer mit mehreren Leuten in einem Raum sitzt, Zocker meistens ja eher virtuell, durchaus angenehm. Die Lebenszeit ist mit bis zu 50 Millionen Anschlägen angegeben, das wird vermutlich in den meisten Fällen ausreichen.

Ran an den Port

Der Anschluss via USB 2.0 Port klappt wie gewohnt problemlos, die Tastatur kann danach auch direkt verwendet werden. Damit die Attack X3 ihren vollen Funktionsumfang entfalten kann, muss jedoch zusätzlich die separat von der Hersteller Website herunterladbare UIX-Software installiert werden. Kein Weltuntergang, ich bleibe trotzdem ein Freund beigelegter Datenträger, auch wenn dieser Anachronismus vielleicht doch schon etwas überholt ist.

Die einzelnen Tasten werden nach der Aktivierung durch die im oberen Bereich der Tasten integrierten LEDs rot illuminiert, die Farbgebung ist dabei fix. Die Helligkeit lässt sich jedoch anpassen und via Software rudimentär konfigurieren, ein Pulseffekt lässt sich noch zusätzlich einstellen. Dank des gebürsteten Aluminiums ergibt sich ein recht ansehnlicher Effekt, die Leuchtkraft/-wirkung wird über die Rückstrahlung zusätzlich intensiviert und badet Tastatur samt Hände in einer recht stimmungsvollen Lichtglocke.

Gamers gonna game

Für eine auf Zocker ausgerichtete Tastatur natürlich ein wichtiges Kriterium: Die Konfigurierbarkeit der Hardware. Cougars hauseigene UIX-Software kennen wir ja bereits schon von den im Vorfeld getesteten Produkten. Auch hier gilt: Die Software ist einfach zugänglich und selbsterklärend. Die Anpassung an die eigenen Präferenzen sollte kein Problem darstellen.

Anpassen lassen sich die Basisleistung der Tastatur, d.h. Pollingrate in vordefinierten Stufen, Key-Rollover sowie Wiederholungsverzögerung. In diesem Punkt sehr schön gelöst: In einem kleinen Eingabefeld können die Änderungen direkt getestet werden. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, die Leistungsoptionen über die zugeordneten Funktionstasten zu ändern.

Aktive Zocker benötigen natürlich auch ihre hauseigenen Makros. Auch diese lassen sich über den Menüpunkt „Tastenbelegung“ problemlos aufzeichnen und bearbeiten. Die Exportfunktion ist dabei ein nettes Gimmick, die aufgezeichneten Makros können in der Gaming Community getauscht werden. Es geht sogar noch etwas spezifischer, bis zu drei separate Profile können über die Software angelegt und verwaltet werden.

Fazit

Auch in der Einstiegssparte mechanischer Cherry-Tastaturen überzeugt Cougar mit seiner Attack X3. Natürlich müssen aber auch erst einmal 100 EUR Straßenpreis aus dem stets überstrapazierten Hobbygeldbeutel geleiert werden. Welche Switches man präferiert, bleibt dabei natürlich Geschmacks- und oft auch Erfahrungssache. Mit den braunen MX Schaltern hat sich Cougar für einen gesunden Kompromiss entschieden, der Zocker als auch Vielschreiber ansprechen kann. Neueinsteiger werden sich jedoch erst einmal an den taktilen Druckpunkt gewöhnen müssen.

Gestalterisch spricht die Attack X3 eine eindeutigere Sprache und positioniert sich doch etwas klarer in einer klassischen Zockumgebung. Die abfallenden Kanten sind dabei Geschmacksache, meinen persönlichen trifft Cougar damit nicht unbedingt. Die Seitenteile wirken etwas zu aufgesetzt und haben fast schon etwas vom 80er-Jahre Schick der damaligen Hardware. Vielleicht wäre hier weniger etwas mehr gewesen. Diese Aussage gilt auch für die gewählte Schriftart der Tasten, mir persönlich ist diese etwas zu fett geraten. Der ansonsten positive Eindruck wird dadurch jedoch nur minimal getrübt.

Auch für die Attack X3 können wir, basierend auf dem aktuellen Straßenpreis, eine Kaufempfehlung aussprechen. Es gibt zwar durchaus bessere mechanische Tastaturen, diese kosten dann aber doch noch einmal ein paar EUR mehr. 

Grundsätzlich gilt jedoch, wie immer, man kann es nicht oft genug betonen: Wer mit seiner Tastatur glücklich werden möchte ,sollte im Vorfeld selbst Hand anlegen.

Positiv

  • angemessener Preis
  • gute, solide Verarbeitung
  • Cherry MX Brown Switches
  • gute Software zur Konfiguration
  • N-Key Rollover
  • OnBoard Memory mit drei speicherbaren Profilen

Negativ

  • gewöhnungsbedürftiges Design
  • Software nicht beigelegt
8

In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.

1 Kommentar

  1. I’m not German but this was a great review. Going to purchase through your review link now. I would have given the keyboard a 9, though.

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