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Die Cougar 300K Gaming Tastatur im Test

Die Marke Cougar kennt man eher aus anderen Bereichen, mittlerweile trifft man den Hardwarehersteller jedoch auch im Bereich üblicher PC Peripherie an. Wir freuten uns daher über die Zusendung potenter Hardware in Form der Einsteigertastatur 300K, der mit mechanischen Switches ausgestatteten Attack X3 sowie der individualisierbaren Maus 700M. Mit der 300K steigen wir passenderweise in unsere Cougar Testwoche ein.

Raubtier oder Schmusekater?

Meine persönlichen Erwartungen an eine 40 EUR Tastatur sind im Prinzip eher niedrig, umso überraschter war ich beim Auspacken der Cougar 300K. Das schlichte, kantig elegante Design sticht direkt positiv hervor und setzt über die gelbe Schlussleiste einen schönen, farbigen Akzent. Dieser ist aber bereits auf der Verpackung omnipräsent. An der Tastatur wirkt die für Gaming Klaviaturen doch eher ungewöhnliche Farbe mehr ergänzend als aufdringlich. Ob diese zum eigenen Setup passt, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Insgesamt wird die Hardware bereits im Verkauf ansprechend präsentiert und macht keinesfalls einen billigen Eindruck.

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Der Anschluss der Tastatur erfolgt über das 180cm ausreichend lange, nicht gesleevte USB Kabel mit vergoldetem Stecker. Dieses lässt sich außerdem an der Unterseite ordentlich verstauen, um die Länge an die Bedürfnisse des Aufstellungsortes anzupassen. Ebenfalls ein klarer Pluspunkt, in dieser Preisklasse wohlgemerkt, die zwei ausklappbaren Standfüße rasten spürbar ein und halten das mit 700g angegebene Leichtgewicht sicher am Platz. Die 300K wird als „Driver Free“ deklariert, die Installation proprietärer Software fällt daher weg. Prinzipiell eine feine Sache, wenn dadurch nicht an wesentlicher Funktionalität gespart wird und das ist hier, dazu später mehr, nicht der Fall.

Hui, was leuchtet mir denn da entgegen?

Sobald wir die Tastatur mit Strom versorgt haben, leuchtet uns die Cougar 300K direkt freudig entgegen. Wenig überraschend, in Gelb und durchgehend sauber durchleuchtet. Auch hier überzeugt die für die Preisklasse ungewöhnlich hohe Qualität. Die Beleuchtung lässt sich dazu noch in 4 Stufen regeln, reicht ebenfalls wunderbar aus und liegt im Rahmen der Erwartungen. In einer in Zockumgebungen üblichen, dunklen Umgebung, entfaltet das Keyboard eine hervorragende Wirkung und illuminiert zusätzlich noch den Raum hinter der gelben Abschlussleiste, das wirkt insgesamt recht stylisch und durchdacht.

Drück mich mal ganz feste bitte!

Mechanische Tastaturen bleiben momentan ja das Nonplusultra in der Szene verwöhnter Gaming Fingerchen. Eine solche haben wir hier nicht vorliegen. Aber, und das überrascht schon wieder, es handelt sich nicht um ein Rubberdome Keyboard. Cougar hat sich bei der 300K für die aufwendige und robuste Scherenmechanik in Form von High-Scissor-Switches entschieden. Diese kennt man meistens von flachen Notebook- und Arbeitstastaturen, weniger im Bereich von Gaming Hardware.

Entsprechend ungewohnt ist auch der Tastendruck, es fehlt das spürbare Feedback der Rubberdomerhebungen und hat natürlich auch nicht den direkten Anschlag einer mechanischen Tastatur. Dafür fliegen jedoch die Flutschefinger im mühselig erlernten 10-Finger System quasi selbstständig über die Klaviatur und die Tasten bleiben dabei – das mag wieder geschmäcklerisch sein – erfreulich leise und direkt. Als Schreiberling kann man sich an der 300K unheimlich wohlfühlen und hat auch den Eindruck, ein wertiges Schreibgerät unter den Händen zu führen.

08Aber wie sieht’s für Gamer(s) aus? Hier wäre etwas mehr an spürbarer Rückantwort wünschenswert. Kann man sich zwar mit Sicherheit daran gewöhnen, aber: Eine mechanische Tastatur und sogar die Rubberdom Technologie würde ich in den meisten Fällen vorziehen. Die Bewegungssteuerung via WASD– als Beispiel – ist aufgrund des beinahe fehlenden Widerstands einfach etwas zu weich. Die direkte Ansprache steht jedoch außer Diskussion, diese funktioniert dank einer Pollingrate von 1000 Hz wunderbar.

Als Zocker gibt es jedoch einen anderen Bonus, dieser bringt die Tastatur auch für unsere liebste Zielgruppe wieder ins Bedürfnisvisier. Die 300K lässt sich via Tastendruck in einen Gaming Modus versetzen, in dem dann auch eine für viele Spiele unerlässliche Anti-Ghosting Funktion aktiviert wird. Wenn einen der virtuelle Bildschirmtod ereilt, auf die Tastatur lässt es sich nicht schieben. Makros lassen sich ebenfalls recht einfach aufzeichnen, die F-Tasten werden dazu ersetzt und können über die Rekordertaste MR mit einer beliebigen Eingabenreihenfolge versehen werden. Dies funktioniert wunderbar und dürfte die meisten Zockerwünsche ausreichend befriedigen. Die Einstellungen werden direkt auf der Hardware gespeichert, eine separate Software ist, wie oben bereits beschrieben, nicht notwendig.

Fazit

Welch Überraschung! Natürlich ist Cougars preisgünstiges Einsteigermodell keine eierlegende Wollmilchsau, wir reden hier aber über eine Tastatur, mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von rund 40 EUR. Der Straßenpreis liegt aktuell sogar noch teilweise gut darunter. Hier kann mal also investitionstechnisch schon einmal keinen Fehler machen, die 300K übertrifft qualitativ sogar einige wesentlich teurere Fingerschmeichler.06

Ebenfalls ein Kriterium, das mir persönlich äußerst positiv aufgefallen ist: Die Tastatur wirkt auch auf dem Schreibtisch sehr wertig. Das klare, feine Design wirkt trotz des gelben Highlights erstaunlich unaufdringlich und neutral. Wer natürlich gerne mit seiner Peripherie Disco spielt, ist hier grundlegend falsch, außer man besitzt einen ausgeprägten Gelbfetisch. Ebenfalls positiv: Keine Treiber, die das eigene System potenziell durcheinanderbringen können, bei vollem Funktionsumfang.

 

Der einzige Punkt, an dem man als Gamer etwas kritisieren darf, ist das minimale Tastenfeedback der Scherenmechanik. Wer damit nicht umgehen kann und direkt weiß, das Geräusch und direkte Spürbarkeit der Eingabe ein wichtiges Kriterium sind: Finger weg, die 300K ist die falsche Wahl. Dafür erhält man aber auch ein wunderbares Hybridgerät für die optional am PC stattfindende Arbeit.

Saubere Leistung Cougar, die 300K können wir jedem preisbewussten Käufer empfehlen. Um sicherzugehen, habe ich die Redaktion noch zusätzlich an die Tastatur gesetzt und reihum um Eindrücke gebeten. Wir haben uns einheitlich dazu entschlossen, einen Preis-/Leistungs-Award für Eingabegeräte unter 50 EUR zu vergeben.

Grundsätzlich gilt jedoch die Empfehlung: Testet eure neue Tastatur im Idealfall vorab im Handel. Die Cougar 300K Gaming Tastatur solltet ihr jedoch definitiv in eure Wunschliste mit aufnehmen.

 

Positiv

  • elegantes, schlichtes Design
  • solide Verarbeitung
  • Scissor Switches
  • Driverless
  • gut illuminiert
  • durchdachte Gamingfunktionen
  • günstiger Preis

Negativ

  • zu weiche Tastenansprache, fehlendes Feedback
  • F-Tasten außer Gefecht im Gamingmode
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In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.

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