Für den Imperator! Dawn of War 3 angespielt

Für den Imperator! Dawn of War 3 angespielt

Was haben wir dieser Ankündigung entgegen geschmachtet. Warhammer 40.000: Dawn of War 3 bringt uns den im zweiten Teil des Echtzeitstrategietitels schmerzhaft vermissten Basenbau zurück. Aber nicht nur das, auch einige der wohl interessantesten Einheiten des dystopischen, vom Dauerkrieg gebeutelten Universums feiern ihren Einstand auf dem Schlachtfeld: Imperiale Ritter auf Seiten der Space Marines, Phantomritter unterstützen die geheimnisvollen Eldar und Freunde eines gepflegten WAAAAAAAGHH dürfen mit einem Gargbot über die Karte moshen. Hört sich gut an? Absolut, zumindest für meine Ohren. Wer sich noch einmal darauf einstimmen möchte: Der Ankündigungstrailer rund um das eigens für die Serie entworfene Space Marine Chapter der Blood Ravens rockt.

Nach der Ankündigung wurde es auch erst mal etwas ruhiger. Auf der Gamescom hatten wir jetzt endlich die Gelegenheit, selbst Hand an Dawn of War 3 zu legen. Die Entwickler stellten uns für eine Anspielsession von insgesamt 30 Minuten eine Mission des späteren Spielverlaufs zur Verfügung. Auf Seiten der Blood Raven ging es in einer mystischen, mondbeschienenen und mit Eldar Artefakten gespickten Landschaft gegen die elfenhaften Xenos selbst. Der Blickfänger dabei schlechthin: Solaria, ein Imperialer Ritter, erwartete uns bereits auf dem Schlachtfeld, umgeben von bekannten Space Marine Einheiten und einigen Fahrzeugen samt Servitor. Vorab zur Info: Wir waren zu zweit dermaßen gefesselt vom Gameplay, für Fragen an die Entwickler, geschweige den detailliertere Notizen blieb kaum Zeit.

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Die massive Gestalt des Imperialen Ritters räumt auf unter den mystischen Eldar.

Zur Steuerung des Titels waren, zumindest für einen direkten Start, jedoch auch gar keine Fragen notwendig. Es fühlte sich alles direkt bekannt an, und die ersten Einheiten marschierten schnell Richtung rote Markierungen auf der Minimap. Wie es sich für einen Profi gehört: Alles markieren, gruppieren und dann rein ins Gemenge, eine eher ork’sche Taktik, die sich auch relativ schnell als äußerst fatal herausstellte. Solaria, der imperiale Ritter, am Anfang noch übermächtig und mit einigen massiven Spezialangriffen versehen, erlag  recht schnell den vereinten Kräften einer geschmeidig auf dem Schlachtfeld herumtänzelnden Gruppe von Harlequins.

Ich hatte meinen –hust- ausgewogenen Kampftrupp auf eine Barriere angesetzt, zur Basis gewechselt, um mich mal damit auseinanderzusetzen, und dabei den doch etwas größeren Verband Eldars hinter der dann gefallenen Barriere unterschätzt. Pech gehabt! Aber die hervorragend umgesetzten Harlequin hatten sich diesen Triumph mehr als verdient. Was mir leider auch erst etwas spät auffiel, obwohl das User Interface nicht gerade mit kleinen Icons geizt: Die Spezialeinheiten können nach einem Cooldown wieder auf die Karte gerufen werden.

Wenn der erste Eindruck nicht täuscht, ist die gegnerische KI nicht Ohne. Gute alte Tankrushs wie zu seligen Command&Conquer Zeiten dürften auch hier keine Option mehr sein.

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Solaria, my love! Die Zerstörung der Tore war eines der Missionsziele.

Zum direkten Bau der Basis kann ich leider noch nicht allzu viel schreiben. Genretypisch lassen sich die Gebäude aufrüsten und die Einheiten direkt am jeweiligen Standort produzieren. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, darauf wies mich einer der anwesenden Entwickler dann 5 Minuten vor Ablauf der Spielzeit hin, seine Marines direkt mit dem Drop Pod in die Schlacht zu rufen. Das verspricht natürlich einiges an fraktionsspezifischer Dynamik, Eldar und Orks dürfte diese Möglichkeit nicht zu Verfügung stehen. Ich vermute jedoch das Netz der Tausend Tore für die Eldar als passendes Äquivalent.

Der Zugang zu Ressourcen funktioniert in Dawn of War 3 wie gewohnt, die entsprechend auf der Karte markierten Punkte müssen eingenommen werden, um die Kriegskasse wieder zu füllen. In meiner herrschte während der gesamten Spielzeit grundsätzlich Ebbe, die Eldar kamen meiner Basis nach einer Viertelstunde auch etwas zu nah. Die restliche Zeit war ich quasi nur noch damit beschäftigt, den angerichteten Schaden zu begrenzen und schickte meine frisch angeforderten Truppen in den direkten Kampf gegen die fragilen games-Außerirdischen.

Wenigstens konnte ich Solaria am Schluss noch einmal über das Schlachtfeld stapfen lassen. Auch hier gab es dann wenige Minuten vor Ablauf noch grinsend einen Entwicklertipp: Ein Orbitalschlag – dickes Icon oben links, ich bin blind – räumt mächtig unter den gegnerischen Truppen auf. Sobald dieser aufschlägt, kann er auch während der Laufzeit noch aktiv über das Schlachtfeld bewegt werden. Macht definitiv Laune und hat mir, in Kombination mit Solarias Gatling, noch ein abschließendes Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit

Die 30 Minuten waren schnell vorbei, viel zu schnell um ehrlich zu sein. Durch das offene Testen haben wir natürlich nur einen Bruchteil des Spiels gesehen, dafür aber auch einen sehr intensiven Ersteindruck erhalten. Für alle Fans und Echtzeitstrategen: Dawn of War 3 wird eine sichere Nummer und auch genrefremde Zocker und Warhammer Hobbyisten sollten das Spiel im Blickfeld halten. Ein paar wenige Fragen könnten uns die Entwickler am Schluss noch beantworten, wenig überraschend werden weitere Fraktionen noch nachgeliefert. Details wurden jedoch noch nicht genannt, aber bereits die Vorgänger haben gezeigt, dass Relic Entertainment sich aktiv um seine Titel kümmert und kontinuierlich für Nachschub sorgt. Es wird auch spannend bleiben, wie sich der Titel in die aktuellen Geschehnisse im 40K Universum einreiht, immerhin kündigen sich auch dort einige interessante Entwicklungen an.

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Die Schlacht ist im Gange!

Es tut sich was in der Games Workshop’schen Lizenzstreuerei. Neben der bereits schon traditionellen Dawn of War Reihen betreten im nächsten Jahr auch noch weitere Spiele die Bühne. Space Hulk: Deathwing und Inquisitor: Martyr haben uns auf der Gamescom ebenfalls überzeugt. Dieses Jahr können sich Warhammer Fans bereits an Total War: Warhammer sowie Battlefleet Gothica: Armada erfreuen.

Interessiert euch das Thema Warhammer auch außerhalb der Videospiel Adaptionen? Aktuell ist auch der perfekte Einstiegszeitpunkt für Hobbystrategen: Der heute, vollkommen neu gestaltete und wieder monatlich erscheinende White Dwarf beinhaltet einen Slaughterpriest des Warhammer Age of Sigmar Spieluniversums.

Unsere Kollegen von IGN haben ein paar Spielszenen aufgenommen:

    Andreas Herbster

    In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.
    In den wilden 80ern am Grünmonitor eines Schneider CPC 6128 aufgewachsen. Erste Gehversuche mit ASM, Happy Computer und PowerPlay. Hobby über die Jahre, dank ausgeprägter Amiga 500 Sucht, sowie massiver Sonic Raserei auf dem heiß geliebten Sega Mega Drive, intensiviert. Züchtet gerade erfolgreich die nächste Zockergeneration und kann, trotz annähernd biblischen Alters, noch immer keinem Controller widerstehen.

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