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Hitman Go – Auftragsmord mit Knobelspaß

Von Wolfgang Becker am 9. Mai 2014

Keine Stealth-Action? Keine Verkleidungsspielchen? Kein Attentat aus dem Hinterhalt? Mit Hitman Go hat Square Enix Montreal einen Ableger für das iPad geschaffen, bei dem es statt leiser Sohlen eher auf die grauen Zellen ankommt.

 

     

    Passend zum Denkspiel-Genre, mutiert Agent 47 in Hitman Go zur Plastik-Spielfigur, die ihr auf vorgefertigten Bahnen in ungefähr 70 Leveln über das Spielfeld bewegt. Dabei muss der Protagonist im Prinzip nur von A nach B bewegt werden. Erschwert wird das ganze jedoch durch Wachen, die auf dem Brett verteilt sind. Diese können zwar in Mensch-ärgere-dich-nicht-Manier vom Spielfeld gefegt werden, was aber auch nur möglich ist, wenn sie mit dem Rücken oder seitwärts zu einem stehen. Sollten sie in Richtung des Spielers schauen, wird man selbst vom Feld geputzt.

     

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    Mit höherem Level steigt auch die Schwierigkeit. Während in den ersten Missionen die gegnerischen Figuren nur statisch rumstehen, bewegen sie sich später jedes mal dann, wenn man selbst einen Zug ausführt. Um manche Bewegungs-Rätsel zu lösen, stehen dem Spieler im weiteren Spielverlauf einige Hilfsmittel zur Verfügung. Zum Beispiel hat Agent 47 die Möglichkeit, Gegenstände aufzusammeln, die er in vier Richtungen werfen kann, wodurch die Wachen alarmiert und in die entsprechende Richtung gelockt werden. Zusätztlich kann sich der Hitman in Pflanzen verstecken, die ihn vor den Blicken der Security schützen, selbst wenn sie mit Blickrichtung auf den Spieler schauen oder sich sogar auf dem selben Punkt befinden.

     

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    Um neue Level freizuschalten, benötigt man eine gewisse Anzahl an Punkten, die es für das erfolgreiche Abschließen eines Levels gibt. Sonderpunkte gibt es für Nebenaufgaben, wie etwa das Aufsammeln des Koffers, der in jedem Level platziert ist oder das Beenden eines Levels in einer bestimmten Anzahl an Zügen. Der Knobelfreund hat so einen besonderen Anreiz, ein Level so oft wie nötig zu beenden, um auch ja alle Punkte einzuheimsen. In Punktenot sollte man also nie wirklich kommen. Für alle Denkfaulen gibt es aber auch die Option, die neuen Level für 0,89€ zu kaufen. Fünf Hinweise gibt es für 1,79€ und die Komplettlösung kostet 13,99€.

     

    Fazit

    Square Enix Montreal hat mit Hitman Go ein Knobelspiel mit hohem Suchtpotenzial erschaffen. Trotz der anderen Art von Spiel, ist es einem Kenner der Reihe sofort vertraut, denn der Entwickler hat es geschafft, den Geist der Spielserie beizubehalten.

    Eine stimmige Grafik, ein gut skalierender Schwierigkeitsgrad und der Reiz des mehrmaligen Durchspielens machen Hitman Go zu einem Puzzelspiel, das einen für Stunden an das Tablet fesselt. Gut, die In-App-Einkäufe, sprich die Lösungen, hätte man sich sparen können, denn wer so verzweifelt ist, Geld für Rätselhilfen auszugeben, hat mit Hitman Go sowieso zum falschen Spiel gegriffen.

    8.5