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Hitman – Beta – Erster Kontakt

Von Kathleen Grünwald am 15. Februar 2016

Mit was habt Ihr Euer Wochenende verbracht? Nun, ich war auf einer Party auf einer teuren Yacht in Sydney. Und auf einem Militärflugplatz in Kuba. Was ich da gemacht habe? Ziele von höchster Priorität ausgeschaltet.

Am 12. Februar startete nämlich die HITMAN Beta, die den gesamten Prolog des Square Enix-Titels, welcher am 11. März für PC, PS4 und XBOX One erscheint, enthält. Bis zum 15. Februar hatten Vorbesteller der PS4 Version Gelegenheit zwei Missionen anzutesten. Ganz nach HITMAN Manier können diese auf sehr unterschiedliche Art und Weisen angegangen werden.

Auf den Geschmack gekommen

Hitman 1

Cool wie immer – Hitman Agent 47

Der Prolog beginnt auf einem geheimen ICA Trainings- und Rekrutierungsgelände, 20 Jahre vor den eigentlichen Hauptaufträgen. Hier trefft Ihr zum ersten Mal auf Diana Burnwood, eurer späteren Betreuerin. Bevor Ihr Euch allerdings Mitglied der ICA nennen dürft, müsst Ihr zwei Tests bestehen. Diese sind Simulationen von bekannten HITMAN Missionen und auch als solche visualisiert – die Testumgebungen sind allesamt aus Holz nachgebaut. Cool gemacht!

Als Agent 47 stehen Euch bekannterweise viele Wege offen Euer Ziel auszuschalten und von kleinen Unannehmlichkeiten wie aufmerksamen Wachen lässt sich der geheimnisvolle Auftragskiller schon gar nicht entmutigen. Da ihnen unser schlichtes Outfit nicht gefällt, tarnen wir uns in unserer ersten Mission kurzerhand als Mechaniker und ertricksen uns so den Einlass zur Yacht-Party. Als Mitarbeiter haben wir Zugang zu vielen Teilen des Events – leider gehört das obere Deck, auf dem sich unser Ziel befindet, nicht dazu. Wer HITMAN kennt, weiß was jetzt folgt. Wir knocken wahlweise Wachen, Barkeeper, Soldaten etc. aus, verstecken sie vor neugierigen Blicken, um nicht aufzufallen, und schnappen uns ihre jeweiligen Uniformen. So getarnt kommen wir unserem Ziel immer näher – um es schließlich unbemerkt zu eliminieren.

HITMAN_2

Zugriff!

Aber HITMAN wäre nicht HITMAN, wenn es nicht auch anders ginge. So könnt Ihr das Opfer in einem weiteren Durchlauf mithilfe von Sprengsätzen in die Luft jagen und Euch Euren Fluchtweg freischießen, seinen Drink vergiften oder ihn mit einem gefundenen Schraubenschlüssel erschlagen. Allein in der ersten Trainingsmission stehen Euch sage und schreibe 9 unterschiedliche Wege offen Euer Ziel zu eliminieren. Das Ausprobieren aller Möglichkeiten führt oftmals zu sehr lustigen und skurrilen Momenten – Spaß ist also garantiert.

Wie auch in vorherigen HITMAN Titeln steht Euch als Agent 47 der „Instinkt-Modus“ zur Verfügung. Mit ihm könnt Ihr durch Wände sehen und Euch so einen guten Überblick über alle anwesenden Personen verschaffen. Zusätzlich verrät er uns dabei einige interessante Informationen über sie – besonders aufmerksame Kollegen oder Chefs werden markiert und warnen uns somit vor ihnen. Denn die kennen die Gesichter ihrer Mitarbeiter in der Regel gut und werden schnell misstrauisch, wenn sie einen Unbekannten in ihrer Uniform sehen.

Eine Neuerung stellt der „Opportunity-Modus“ dar, den Ihr jederzeit ausschalten könnt. Ist er aktiviert, werden Euch Symbole angezeigt die eine Gelegenheit darstellen. Das kann z.B. ein Gespräch zwischen Mechanikern sein, welches Ihr belauschen könnt und so erfahrt, dass das Ziel bei Gefahr via Jet flüchtet. Wäre das nicht ein großartiger Zeitpunkt für Euch den Schleudersitz zu manipulieren und für Panik zu sorgen?

Häppchenweise

Hitman 3

Schauplatz einer Prolog-Mission

Neben all dem Spielspaß fielen dennoch einige ernüchterndere Aspekte auf. Performance und Grafik präsentierten sich in der PS4 Beta leider nur mittelmäßig. Framerate-Einbrüche bei der Darstellung von Menschenmengen und lange Ladezeiten waren an der Tagesordnung. Auch die KI fiel mit ihren oftmals komischen und nicht nachvollziehbaren Reaktionen negativ auf. Und was hat sich visuell im neuen HITMAN Spiel getan? Leider nicht allzu viel – Charaktere wirkten oftmals unnatürlich und stellenweise sogar verpixelt und Clipping-Fehler gab es zur Genüge. Generell bietet das Spiel eine gute Grafik, die auch ihre schönen Momente hat, denn die Lichteffekte sind sehr gut gelungen. Alles ziemlich Standard also, schade! Da hätte man sicherlich noch mehr rausholen können.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Art und Weise wie HITMAN erscheint. Denn am 11. März 2016 wird keinesfalls das gesamte Spiel veröffentlicht. Vielmehr wird der Titel in mehrere Episoden aufgeteilt, es ist geplant, jeden Monat einen weiteren Schauplatz zu veröffentlich. Die letale Reise beginnt mit dem Intro-Paket für 12,99 EUR (PC) bzw. 14,99 EUR (Konsolen), jede weitere Location kostet 7,99 EUR bzw. 9,99 EUR. Passende Spielpakete werden direkt zum Start verfügbar sein, die gesamte Erfahrung lässt sich dann über ein Upgrade Paket für 39,99 (49,99) EUR vorbestellen oder über einen direkten Kauf inkl. Intro-Paket für 49,99 (59,99) EUR. Ende 2016 kommt dann selbstverständlich die komplettierte Version in den regulären Handel. Klingt kompliziert, ist es auch, daher noch mal schnell zusammengefasst: Wer warten kann und will kauft sich Hitman Ende des Jahres, alle anderen bekommen das Spiel, analog zu „Life is Strange“ häppchenweise im Laufe des Jahres serviert. Begründet wurde diese Entscheidung mit der Möglichkeit ein lebendigeres Spiel zu erschaffen, welches ständig weiterentwickelt werden kann.

Für alle, die die geschlossene HITMAN Beta letztes Wochenende verpasst haben, bietet sich kommendes Wochenende noch eine weitere Gelegenheit an. Vom 19. Februar (11 Uhr) bis zum 22. Februar (11 Uhr) öffnet sie diesmal für Vorbesteller der PC Version ihre Tore.

Fazit

Mein erster Kontakt mit HITMAN war durchaus interessant. Die unterschiedlichen Wege eine Mission abzuschließen sind klasse inszeniert und bieten einen großen Reiz es immer und immer wieder auf eine neue Art und Weise zu probieren. Etwas skeptisch bin ich noch was den Release in Episodenformat angeht und auch die grafische Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen. So fiel mir in der Menschenmenge der Yacht bei weiblichen Personen beispielsweise immer wieder dieselben zwei Kleider auf. Bei einem Spiel, das viel auf das Verschwinden in der Menge setzt, doch ein wenig schade. Das Gameplay machte aber so viel Spaß, dass ich mir HITMAN zum Release definitiv noch näher anschauen werde!

Mit zarten 5 Jahren ihre ersten Spiele durch ihren großen Bruder erlebt - Tomb Raider und Resident Evil. Seitdem mit der Gaming-Sucht infiziert. Zockt quer durch jedes Genre, liebt vor allem aber gute Storys. Hat die Leidenschaft zum Beruf gemacht - studiert Intermedia Design mit Schwerpunkt Gaming und ist seit 2016 bei Gamers.de.