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Hohes Stockmaß: Gaming-Maus EpicGear Zora tut Hand und Highscore gut

Ein schöner Rücken kann entzücken - und ist gut für's Handgelenk: Wir testen die angenehm hohe EpicGear Zora mit sieben Makro-Tasten. Dabei nehmen wir das Fazit vorweg: Eine Mittelklasse-Gaming-Maus, die ganz oben mitspielen kann.

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Erster Eindruck

Die Verpackung ist hochwertig und wirkt auf den ersten Blick abgespaced. Die EpicGear Zora wurde in leuchtend blauen Konturen auf den Karton gedruckt und generell ist die Farbe Blau sehr dominant – etwas irreführend, wenn man bedenkt, dass drei von vier Leuchtfeldern der Maus eigentlich nur Rot leuchten können. Auch die EpicGear Zora gehört scheinbar in die Schublade der Mäuse, die leuchten: Vier verschiedene Lichtzonen scheinen im EpicGear-Rot – aber leider lässt sich nur bei dem Mausrad die Farbe auch verändern. Wir werden aber rausfinden, dass die Zora noch eine Menge mehr unter ihrer grau-mattierten Oberfläche zu bieten hat.

zora

Komplementärfarben vertauscht: Die Zora ist eigentlich Rot

Das Mauskabel ist mit einer rot-schwarz verstärkten Kordel geflochten und gliedert sich damit hervorragend ins restliche Design ein. Insgesamt macht sich die Zora sehr gut auf dem Schreibtisch und passt optisch auch in die meisten Gaming-Setups. Sie sticht nicht so sehr hervor wie beispielsweise die R.A.T.s von Madcatz, ist aber trotzdem ein angenehmer Hingucker. Das dunkelgraue, matte Case wirkt hochwertig, schafft mit einer leichten Texturierung tolle Details und fördert damit zusätzlich die bereits gute Haptik. Die Unterseite im Neon-Orange steht in vividem Kontrast zum dunklen Körper.

Die EpicGear Zora ist standardmäßig für Rechtshänder ausgelegt. Linkshänder werden ihre Probleme mit den beiden Seitenknöpfen an der linken Flanke haben. Auffällig ist besonders das hohe Zentrum der Maus. Der Mittelteil der Zora ist wesentlich steiler und abschüssiger, als man es von anderen Mäusen erwarten würde. EpicGear spricht damit vor allem Vertreter des Palm- und Claw-Grip an und distanziert sich ausdrücklich vom Fingertip Grip. Wem diese Begriffe (die alle unterschiedliche Handhaltungen beim Zocken bezeichnen) nichts sagen, kann sich hier umschauen.

sideAngle

Die gummierten Grip-Noppen sind auf beiden Flanken auf der jeweils unteren Hälfte angebracht.

Die Zora kommt mit 7 Tasten, von denen 6 frei programmierbar sind. Neben Linker, Rechter Maustaste, dem klickbaren Mittleren Mausrad und zwei Tasten an der linken Flanke, gibt es zwei weitere Tasten auf dem Mausrücken. Eine dieser Mausrückentasten ist hinter dem Mausrad platziert. Hiermit kann die Zora durch fünf voreingestellte Profile schalten, wobei sich auch die Farbe des Mausrades mitverändert. Die zweite, dahinterliegende Taste auf dem Mausrücken schaltet direkt und profilunabhängig die DPI in vier verschiedenen Stufen um, was auf einer dahinterliegenden, viergliedrigen LED-Leiste angezeigt werden. Hier hätte die Trennung durch das Design allerdings noch weiter hervorgehoben werden können, um direkt erkenntlich zu machen, wofür welcher der beiden Schalter auf dem Mausrücken denn gedacht ist. Unter der Maus sind zwei großzügige PTFE Auflagen angebracht, die für eine gute Gleitfähigkeit sorgen. Nichtsdestotrotz braucht so ein Gefährt wie die Zora ein vernünftiges Mauspad, um erst richtig in Fahrt zu kommen.

Technik und Komfort

Das Herzstück der Zora ist ihr IR LED Sensor: Der Avago ADNS A3050 mit maximal 3500 DPI. Der Sensor lässt den Zeiger auch bei minimalsten Vibrationen (etwa Bass der Stereoanlage) nicht verwackeln oder „schweben“, sondern zeigt vielmehr ein außerordentlich präzies Verhalten.

Linke- und Rechte-Maustaste der Zora haben einen sehr feinen Druckpunkt. Hier wurden die Omron D2FC-F-7N Schalter verwendet. Auch das (bei anderen Herstellern oft vernachlässigte) Mausrad klickt sich gut, was daran liegen könnte, dass hier besonderer Weise ebenfalls Omron Schalter verwendet wurden. Diese sollten mit angepeilten 10 Millionen Clicks für mindestens eine menschliche Lebensspanne ausreichen. Das Mausrad ist im Klicken eher hart, sitzt sicher und wackelt auch nach einigen Mühen nicht in der Verankerung.

Während die EpicGear Zora selbst sehr stylisch designt ist, wirkt die dazugehörige Software altbacken und gerade so, als ob sie sich in der Designsprache von Windows 2000 noch am wohlsten fühlen würde. Nichtsdestotrotz leistet das Stückchen Code seinen Dienst:

Hier können wir die fünf verschiedenen Profile verwalten, die wir mit unserem Profil-Changer auf dem Mausrücken durchklicken können. Die Profile sind dabei farblich voneinander getrennt. Das Mausrad leuchtet dann in der von uns ausgesuchten Farbe für das jeweilige Profil, während die restlichen Leuchtflächen der Zora aber ausschließlich im Standardrot verharren.

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Die markante Unterseite liefert ein interessantes visuelles Highlight und verdeutlicht so auch den hohen Rücken der Maus.

Weiterhin können wir die vier DPI-Level konfigurieren, die von dem DPI-Changer durchgeschaltet werden. Dies geschieht abhängig von den gewählten Profilen, d.h. wir könnten theoretisch 20 unterschiedliche DPI-Stufen verwenden, ohne die Software heranzuziehen (4 DPI-Level x 5 Profile = 20 Optionen). Mit einer Lock-Down-Funktion können wir überdies das versehentliche Umstellen der DPI verhindern. Außerdem stehen uns die USB-Report-Rate, der LED Power Saving-Mode, die Scrollgeschwindigkeit und Zeigerbeschleunigung zur Verfügung. Die Pollingrate lässt sich angefangen bei 125 Hz bis auf 1000 Hz hochtrimmen. Die Ambient Lightning Funktion lässt sich nur zeitlich konfigurieren: Hier loopt die Maus bei Nichtbenutzung durch alle möglichen Farben des sichtbaren Spektrums.

Praktische Awendung

Die Zora schmiegt sich toll in die Hand (Claw- und Palm-Grip) und ihr angehobener Rücken fördert die Verträglichkeit bei langer Verwendung im Alltag – ausschweifende Gaming-Sessions nicht auszuschließen. Auf dem richtigen Mauspad kann die Zora auch mit ansprechender Präzision punkten und das DPI-Umschalten kann sowohl in Games als auch bei der Arbeit in Photoshop und Co. echte Erleichterung einbringen. Praktisch sind in diesem Kontext auch die Makros: Jede Taste (bis auf den Profil-Umschalter) darf in der mitgelieferten Software frei mit einer anderen Funktion und auch mit Makros belegt werden. Der Makroeditor hierfür funktioniert makellos, wirkt aber wie die restliche Software als würde er aus einer anderen Design-Ära stammen. Funktion top, Gestaltung naja. Wir können entweder Makros aufnehmen, Modular zusammensetzen und im Editor verfeinern.

Mit 110 Gramm Grundgewicht ist die Zora relativ leicht. Wir können sie mit bis zu vier einfach hinzuzufügenden Metallscheiben zu je 5 Gramm jedoch weiter ausbauen.

gewichte

Einfach aufklappen und anpassen: Wir benutzen zwei der vier Gewichte.


Fazit

Die Zora von EpicGear ist eine Maus, an die man sich schnell und gerne gewöhnt: Nicht zu exotisch, dafür aber ausgereift, funktional und präzise. Der besonders hohe Rücken der Maus tut der Handhaltung gut und die Makros können sowohl Workflow als auch Gaming-Erfahrungen in neue Sphären tragen. Nichtzuletzt gefällt uns das stimmige Gesamtbild dieser Maus, die mit Konkurrenten weit über ihrer eigenen Preisklasse mithalten kann. Wer auf der Suche nach einem neuen Gefährten für den Schreibtisch ist, kann mit den 50€ für die EpicGear Zora wenig falsch machen. Wir betreiben die Zora nun schon eine ganze Weile bei uns in der Redaktion und können uns deshalb für die gute Verarbeitung, den präzisen Mauskörper und eine angenehme Handhabung aussprechen. Einziges Manko scheint die grafische Rückständigkeit der mitgelieferten Software – aber dafür leuchtet sie ja immerhin.

Positiv

  • Präzision
  • Leuchtfelder
  • Sehr gute Haptik
  • Angenehme Dauerhandhabung
  • 6 Makro-Tasten und Editor
  • Stylische Optik

Negativ

  • Funktionale, aber hässliche Software
9

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