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HoPiKo im Gamers-Test

Entwickler Laser Dog Games bezeichnen HoPiKo selber als Platform-Like Spiel, eine wirkliche Bezeichnung um schnell zu erfassen, was es eigentlich ist, das ich da gespielt habe, will mir auch nicht einfallen. Am ehesten ist ein Vergleich mit Super Meat Boy und dessen schnellem, aber überlegtem Gameplay zulässig und doch macht HoPiKo einiges anders.

Ein klein wenig Geschichte

Die Story ist schnell erzählt und auch nur für die optische Basis des Spiels wirklich relevant. Als ein HoPiKo ist es unsere Aufgabe die bösen Nanobyte Viren aufzuhalten. Diese übernehmen immer mehr Konsolen auf dem Planeten und nehmen dabei auch andere HoPiKos gefangen.

Der Grundstein ist gelegt, die Level sehen entsprechend aus. Reduziert auf Schwarz und einen Hauptfarbton gilt es in den Pixelwelten von der Startplattform so schnell wie möglich zum Virus zu kommen. Dazu bewegt man sich jedoch nicht frei auf den Plattformen umher, sondern schießt sich von Fläche zu Fläche. Mit dem rechten Stick könnt ihr in eine Richtung zielen. Beim Loslassen des Sticks schleudert es den kleinen HoPiKo dann in diese Richtung davon. Wer sich genau in Blickrichtung bewegen will, kann auf R1 benutzen, statt zu zielen. Nach dem Abschuss gibt es nur die Möglichkeit zuzuschauen, wie ihr sicher auf einer Plattform landet oder durch ein Hindernis, zu Langes fliegen oder die Levelbegrenzung das Zeitliche segnet.

Von Wiederholung und Perfektionierung

An die Steuerung und Hindernisse führt euch das Spiel langsam heran. Anfangs gilt es nur in Ruhe zu zielen. Nach und nach kommen dann weitere Elemente in die Level hinzu. Sich bewegende Plattformen, Laser, umherfliegende Laser, sind nur einige davon.

Im Spiel gibt es 5 Welten zu befreien, diese sind wiederum in jeweils zehn Level unterteilt. Ein Level besteht dabei aus fünf Abschnitten, die ihr in einem Durchlauf bezwingen müsst. Sterbt ihr durch ein Hindernis in einem der Abschnitte, müsst ihr das gesamte Level wieder von vorne beginnen. Die einzelnen Abschnitte sind dabei nicht einmal die Schwierigkeit, sondern alle fünf in einem Durchlauf zu meistern. Nach und nach gilt es die Abschnitte zu erlernen und dann abzurufen, um einen perfekten Durchgang zu erleben. Schafft man die Abschnitte in einer vorgegebenen Zeit, werden Bonuslevel, Speedrun sowie Hardcore Modi und neue Soundtracks frei geschalten.

Der Speedrunmodus lässt euch alle 50 Abschnitte einer Welt hintereinander spielen. Solltet ihr sterben, landet ihr im ersten Abschnitt des 5er-Blocks indem ihr gestorben seid. Der Hardcore Modus macht ebenfalls alle 50 Abschnitte hintereinander spielbar. Wenn ihr hier sterbt fangt, ihr jedoch beim aller ersten der Welt wieder an.

Der Soundtrack mit seinen 8Bit Melodien ist dabei zwar gut und wird vom Spiel auch stark in den Mittelpunkt gestellt, kommt aber leider nicht an andere Vertreter wie VVVVVV heran. Dafür gibt es die Möglichkeit, den Lieblingssound unabhängig vom Level spielen zu lassen, oder sich eine eigene Tracklist zusammenzustellen.

Fazit

HoPiKo ist ein Spiel für alle, die Spaß daran haben einzelne Abschnitte immer und immer wieder zu spielen, sich selbst zu perfektionieren, um noch den letzten Sekundenbruchteil schneller zu sein wie im vorherigen Durchgang. Es ist in seiner speedrunartigen Gestaltung von Puzzle Platformern einzigartig. Wenn man später in alte Abschnitte zurückgeht lässt sich deutlich ein Anstieg des eigenen Könnens feststellen. Durch die Schnelligkeit und Aufteilung in einzelne Abschnitte eignet es sich auf der Switch auch für eine schnelle Runde im Bus, wenn man genug Konzentration findet. Durch die Entscheidung alle fünf Abschnitte am Stück schaffen zu müssen kommt man aber unter umständen auch schnell an die eigene Frustgrenze.

Positiv

  • Gute Heranführung an Spielelement
  • Viele unterschiedliche Abschnitte
  • Schnelles Gameplay

Negativ

  • Viele Wiederholungen
  • Unter umständen schnell frustrierend
8

Seit damals der Super Nintendo unterm Weihnachtsbaum lag nicht mehr von Videospielen zu trennen. Inzwischen am liebsten in großen virtuellen Action- oder Rollenspielwelten unterwegs. Findet, dass auch neben dem Intermedia Design Studium immer ein wenig Zeit für das liebste Hobby sein muss. Natürlich nur aus beruflichen Gründen versteht sich ;)