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Lego Dimensions – Who you gonna call?

Von Ole Oetjen am 20. November 2015

Mit LEGO Dimensions bewies der Spielzeug-Mogul einmal mehr, dass sie Menschen jeden Alters zu unterhalten wissen. Kurz vor den Adventstagen schauen wir uns nun das Level Pack zu Dr. Who im Kurztest genauer an.

Dr. Who ist hierzulande noch nicht gänzlich angekommen. Würde man die TARDIS in der Fußgängerzone einer Kleinstadt aufstellen, würden die Meisten wohl versuchen darin ein Ferngespräch zu führen und nur ein paar Big Bang Theory-Fans würden wissend nicken und lächeln. Schade eigentlich, denn jenseits des Kleinen Teiches in England ist Doktor Who seit Jahren eine absolute Kultfigur. Grund genug für uns, einmal genauer hinzuschauen!

Zurück in die Zukunft

Das etwa 30 Euro teure Pack beinhaltet neben dem Doktor persönlich (in 12. Generation) die kultige TARDIS sowie den Roboterhund K-9, die wir wie gewohnt selbst zusammenbasteln dürfen sobald im Spiel die Bauanleitung erscheint. Der Doktor bildet dabei eine wertvolle Ergänzung im Hauptspiel (lest den Test hier) und gehört zu den meist gespielten Charakteren in Dimensions.

Davon abgesehen öffnet er aber die Tür zu speziellen Dr. Who – Leveln, die uns etwas über 2 Stunden unterhalten werden. Erzfeind Davros und seine Dalek Armee haben in der Zukunft tatsächlich die Erde erobert und so ist es an uns, den Planeten von der Unterjochung zu befreien. Dazu bewegen wir uns in drei Zeitebenen: Der Zukunft, der Gegenwart und der Vergangenheit zu Zeiten der industriellen Revolution. Dieser Kniff ist zugleich das Besondere im Gameplay. Wie damals zu den guten alten Day of the Tentacle Zeiten, lösen wir Rätsel, indem wir zwischen den einzelnen Zeitebenen hin und herwechseln und beispielsweise einen Baum in der Vergangenheit pflanzen, der nach erneuter Zeitreise ausgewachsen ist und uns über einen Abgrund hilft.

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Lego Interpretation von Dr. Who (Who?) vor seiner geliebten TARDIS

Nicht nur etwas für Serienfans

Diese Art Rätsel funktionieren einfach immer und sind eine schöne Ergänzung in LEGO Dimensions. Nicht so gut implementiert wie im Hauptspiel ist hingegen das Toy Pad, das sporadischer zum Einsatz kommt.

Als Fan von Dr. Who freut man sich über zahlreiche Insidergags und die Original Synchro aus der Serie. Außerdem sehr nett: Nach einem virtuellen Ableben wird unser Avatar im Spiel vom Dr. Who der nächsten Generation abgelöst. Aber auch Neueinsteiger im Universum des Zeitreisenden werden ihren Spaß am britischen Charme des Spiels haben – sofern sie eben wieder 30 Euro für die Erweiterung ausgeben möchten.

Fazit:

Klar, Dr. Who ist hier längst nicht so angesagt wie bei unseren Freunden von der Insel. Dennoch erfreut sich die Sci-Fi Serie auch in Deutschland wachsender Beliebtheit und somit werden sich auch hier viele (erwachsene) Kinder finden lassen, die einmal mit der TARDIS die Welt retten wollen. Zwar kann der Spielwitz nicht ganz mit dem Hauptspiel oder der Simpsons Erweiterung mithalten, bietet aber dennoch viel Vergnügen und Unterhaltung.

Positiv

  • Spaßige Zeitreisen
  • Neue Rätseleinlagen mit dem Doktor

Negativ

  • Serie in Deutschland noch nicht arg verbreitet
  • recht teuer
8