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Logitech G403 Prodigy Wireless im Test

Mit der G403 Prodigy hat Logitech einen Wolf im Schafspelz im Bereich der Gaming-Mäuse geschaffen. Die Symbiose von Office- und Spielemaus gibt es in einer kabelgebundenen und einer Wireless Variante, die wir getestet haben. Ist der Spagat zwischen dezenter Optik und hohen Gameransprüchen gelungen?

Wer bei schnellen Spielen im PC Bereich oben mitspielen möchte, brauch unter anderem auch eine gute Maus mit minimalen Reaktionszeiten. So kommt es oft vor, dass man zwei oder drei verschiedene Mäuse hat, da man nicht immer die oft als Sportwagen dargestellte Gaming Maus mit Spoiler zum normalen Arbeiten nutzen möchte. Oft gibt es dann auch eine Alternative mit Funk, die man einfach mobil nutzen kann. Hier einen guten Kompromiss in einem Gerät zu finden ist sehr schwer, zumal weiterhin das Vorurteil von langen Latenzzeiten bei den Funkmäusen vorherrscht. Damit möchte Logitech aufräumen und schickt die Prodigy G403 neben der konventionellen auch als Wireless ins Rennen.

Dezente Optik der Prodigy G403

Erster Eindruck

Die Logitech G403 Prodigy Wireless verspricht eine dezente Optik gepaart mit der Funktionalität, die man zum Arbeiten und Spielen benötigt. Auf den ersten Blick wirkt das Aussehen nicht zu verspielt und kommt auch nicht mit den typischen Spoilern und ähnlichen Auswüchsen daher, wie sie von gängigen Spielemäusen bekannt sind. Die ergonomische Form beschränkt sich auf das Wesentliche und lässt eine übertriebene Verspieltheit gar nicht zu. Beim Auspacken der G403 Prodigy kommt die Maus zum Vorschein.

Im Lieferumfang ist die obligatorische Kurzbedienungsanleitung, eine USB Lade-/Datenkabel, ein kabelloser USB-Adapter sowie ein 10g Gewicht. Die Maus kommt mit drei Sondertasten, die frei programmierbar sind. Davon liegt eine unter dem Scrollrad, während die beiden anderen seitlich und somit gut mit dem Daumen bedienbar liegen. Das beiliegende Kabel beeindruckt durch seine Flexibilität trotz solider Verarbeitung. Ein Kabelbruch scheint auf den ersten Blick nicht so einfach. Für den optischen Touch sorgt eine auffällige RGB Beleuchtung des Scrollrads und des Logitech-Logos. Diese kann ebenfalls programmiert oder auch ganz abgeschaltet werden.

Darf’s ein bisschen mehr sein? 10g als zusätzliche Beschwerung.

In der Praxis

Doch wie schlägt sich eine solche Maus in der Spielepraxis? Die allgemeine Meinung ist nach wie vor verhalten. Hohe Latenzzeiten und fehlende Ergonomie haften am Bild des kabellosen Eingabegeräts. Mit der neuen Prodigy möchte Logitech die Vorurteile beiseite schaffen und gerade in diesem Bereich überzeugen. Bei einer Frequenz von 2,4 GHz wird laut Hersteller eine Signalrate von 1ms erreicht. Der verbaute PMW3366-Sensor soll hierbei für eine optimale Abtastung sorgen und auch auf schwierigen Oberflächen eine gute Reaktion liefern. Die Auflösung kann hierbei bei einer Range von 200 bis 12.000 DPI in 50 DPI Schritten frei konfiguriert werden. Hier kann man beispielsweise einen der Sondertasten nutzen und so, je nach Spielweise, für schnelle Aktionen oder sicheres Zielen sorgen.

Der Sensor der Prodigy

Die Programmierung der Maus ist hierbei nicht zu verachten. Mit dem bei Logitech frei erhältlichen Tool kann man sich so ein eigenes Profil basteln, welches auf dem internen Speicher der Maus bestehen bleibt. Hierbei könnt ihr fünf DPI Einstellungen festlegen und diese für eure vorliegende Oberfläche kalibrieren. Wie schon erwähnt könnt ihr auch das farbliche Erscheinungsbild anpassen und so ein Blinken oder Atmen der Leuchteffekte bei vorgegebenen Umgebungen definieren. Wem die Maus in der Handhabung zu leicht ist kann diese mit dem beiliegenden Gewicht einfach in die magnetische Halterung einsetzen oder wieder entnehmen. Die Akkuleistung der Maus ist ebenfalls in Ordnung. Sollte euch während der Nutzung einmal der Saft ausgehen, wird dies durch ein rotes Aufleuchten des Scroll-Rads signalisiert. Ihr habt dann noch genügend Zeit, um die Maus mit dem Kabel an den USB Port zum Laden einzustöpseln.

Die programmierbaren Tasten

Soviel zu den Möglichkeiten. Die Handhabung an sich wurde im normalen Office-Betrieb und im Spielbetrieb getestet. Im Officebetrieb sorgt die Prodigy 403 für ein angenehmes Gefühl. Gerade bei längeren Sessions passt sich die Ergonomie der Handform gut an und sorgt für entspanntes Arbeiten. Die Programmierung der Tasten ist dabei durchaus hilfreich, um gewisse Aktionen schnell nutzen zu können. Im Spielbetrieb kommen die Faktoren ebenfalls zum Zuge. Ratsam ist es, sich für die entsprechende Nutzung auch ein Profil zu erstellen, um so auch das Optimum der Maus herauszuholen. Die Latenzzeiten bei Ego-Shootern waren im Test sehr subjektiv zu sehen. Gerade bei geringerer DPI Rate konnte man vielleicht eine leichte Verzögerung in der Befehlsweitergabe bemerken. Durch das beiliegende Kabel kann dies für die ganz empfindlichen unter uns schnell unterbunden werden. In Kombination mit den einstellbaren Profilen und dem zusätzlichen Gewicht zeigte die Prodigy 403 Wireless ihre Stärke beim Spielen. Hier wurden die Anforderungen an genaues und schnelles Zielen bei Ego-Shootern, wie auch das schnelle Reagieren bei Strategie oder Actionspielen erfüllt. Gerade die Nutzung von verschiedenen DPI Profilen kann während einem Spiel entscheidend sein.

Die Oberfläche des Logitech Tools

Fazit

Für einen aktuellen Preis von etwa 100 Euro bietet Logitech mit der Prodigy 403 Wireless eine gute Lösung für diejenigen, die nicht auf die Vorzüge einer Gamingmaus verzichten möchten, aber dennoch keinen Wert auf das Verspielte legen. Mit der dezenten Optik und den vielen Einstellungsmöglichkeiten kann man sich seine Maus so konfigurieren, dass man einfach zwischen Spiel und Arbeit umschalten kann. Die zusätzlichen Tasten sind sinnig angeordnet und stören keinesfalls die Ergonomie. Die frei erhältliche Software von Logitech erlaubt ein einfaches Programmieren der Profile auf seine bevorzugte Nutzungsweise. Auch, wenn bei einigen Spielen eine gefühlte Latenz herüberkam, so war die eher im Vergleich zu zur kabelgebundenen Lösungen minimal und vor allem auch sehr subjektiv. Alles in allem ist die Prodigy 403 Wireless sehr gut gelungen. Es ist jedoch fraglich, ob der fast doppelte Preis im Vergleich zur einfachen Prodigy 403 gerechtfertigt ist. Wer das Geld ausgeben möchte erhält jedenfalls ein gutes Produkt und muss nicht zweigleisig fahren.

Positiv

  • Gute Ergonomie
  • Kaum spürbare Latenzen
  • Profilerstellung für verschiedene Nutzungen

Negativ

  • Preis etwas happig
8

Passionierter Gelegenheitszocker mit der Vorliebe zu Adventures und JRPG’s. Durch Job und Familie beschränkt sich das Spielehobby auf die mobilen Games, die dann exzessiv gezockt werden. Auch für das Kinoportal Cinetrend.de unterwegs.

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