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Murderous Pursuits: Mord ist ihr Hobby

Das kürzlich erschienene Murderous Pursuits aus dem Hause Blazing Griffin frischt den Multiplayer-Markt mit einem alternativen Konzept auf. Statt des klassischen Deathmatches bekommen wir es hier mit einer noblen Meute an Killern zu tun. Im ausgeklügelten Katz und Maus Spiel dürfen wir uns nicht sehen lassen. Wir verraten euch in diesem knackigen Test, ob das Konzept aufgeht.

Murderous Pursuits startet mit einer einfachen aber auch netten Geschichte. Acht Mörder kämpfen um die Gunst von Mr. X. Sie alle finden sich mit einer Menge anderer Leute auf einem zeitreisenden Flugschiff wieder. Das viktorianisch anmutende Szenario hat viel Klasse. Hier wird nicht wie ein irrer gemetzelt. Hier wird mit Stil ermordert! Dabei wird besonderen auf eine saubere und diskrete Arbeit gelegt. Man muss sich also unter das Volk mischen und sollte seine Taten möglichst unauffällig verrichten. Dann und nur dann bekommt man die Anerkennung des maskierten Mr. X und darf diesem assistieren.

Die Spielregeln von Murderous Pursuits

Das Spiel ist recht schnell erklärt, doch bieten die Mechaniken ein vielseitiges Match. Bis zu acht Spieler werden auf dem Flugschiff verteilt. Jedem Spieler wird nun ein Opfer vorgegeben, das er töten muss. Doch wissen wir nicht, um wessen Person es sich genau handelt. Stattdessen zeigt eine Art Kompass am oberen Bildschirm die ungefähre Richtung und Stockwerk des Ziels an. Zu Beginn der Runde nennt Mr. X außerdem die bevorzugten Tatwaffen aus. Ihr müsst euch nun ins Getümmel werfen. Euch eine Waffe schnappen, euer Opfer identifizieren und es im besten Fall klammheimlich erledigen. Hierfür gibt es zusätzlich Vignette-Zonen, die euch noch mehr Punkte einheimsen.

NPC oder nicht NPC

Und hier wird das Spiel sehr spannend. Natürlich ist es möglich, zu dem Ziel zu rennen und diesem die Lichter auszuknipsen. Allerdings sorgt ein eher aggressives Spielverhalten für weniger Favor-Punkte. Noch dazu gibt es Wachmänner, die dem Spieler nicht auf die Schliche kommen sollten. In der Ruhe liegt die Kraft. Es ist also ratsamer mit mehr Geschick an die Sache zu gehen. Das Ziel identifizieren und den richtigen Moment abwägen. Jedoch darf man auch nicht zu zögerlich sein. Eventuell hat ein anderer Spieler dasselbe Ziel oder noch besser: Man ist selbst das Ziel! Also nicht auffällig verhalten, d. h. am besten wie ein NPC. Insgesamt sorgt das schon für viel Spaß.

Das Sahnehäubchen.

Natürlich gibt es aber auch noch weitere Features, die das Game spannend gestalten. Vor jedem Match lassen sich zwei Fähigkeiten auswählen. Es gibt Skills, die zum Beispiel euer Aussehen auf Knopfdruck verändern, einen kommenden Angreifer signalisieren oder einfach mehr Favor bescheren, wenn ihr euer Opfer mobbt. Diese Skills bringen dem Spiel viel Abwechsung. Jeder hat sicherlich seine eigenen Favoriten und nutzt diese entsprechend gut aus. Allerdings scheinen manche Fähigkeiten weit nützlicher der stärker als andere zu sein.

Insgesamt also ein schönes Spiel. Allerdings war es das auch jetzt schon. Einem Online- und einem Offline-Modus sowie 4 verschiedenen Maps, hat das Spiel nicht mehr zu bieten. Schön wäre noch mehr Content gewesen. Andere Spielmodi mit anderen Regeln oder vielleicht sogar eine Kampagne?

Fazit

Murderous Pursuits ist ein sehr amüsantes Spiel. Der viktorianische Cartoonstil erzeugt eine witzige und zugleich ästhetische Atmosphäre. Und auch die Spielmechanik hinterlässt einen sehr soliden Eindruck. Wer kein Bock mehr auf irgendwelche Kriegsgefechte oder auf einem Überlebenskampf auf einer kleinen Insel hat, der sollte sich mal Murderous Pursuit zu Herzen nehmen. Das Spiel ist ebenso für die nächste LAN-Party prädestiniert (Gibt es die überhaupt noch?). Hoffen wir nur, dass die Entwickler das Spiel in zukunft mit neuen Inhalten pflegen.

Das Spiel ist auf Steam erhältlich.

Positiv

  • Ausgeklügeltes Gameplay
  • Witziges Setting
  • Toller Grafikstil

Negativ

  • Wenig Content
  • Fühlt sich nicht ganz Final an
  • Etwas unpräzise Zielführung
7.8

Besteht aus 64x128 Pixel und 256 Farben. Läuft in der Version 2.7 nicht ganz bugfrei. Führt sein Grafikprogramm seit 2012 bei gamers.de aus und seit 2017 mit zusätzlichem Redakteur-AddOn. Upgradet seine Intermedia Design Features auf der Hochschule Trier und versucht mit seinen eigenen Games die Welt zu erobern. Mag Hunde.