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Nacon Revolution Pro Controller für PS4 im Test

Lange musste man auf einen „Pro“ Controller für die PS4 warten. Auf der Xbox One mit dem hauseigenen Elite Controller fast schon ein alter Hut, hat sich auf Sonys Konsole bis vor Kurzem wenig bis gar nichts getan. Seit ein paar Wochen gibt es nun aber offiziell lizensierte Modelle von Razer und Nacon. Ich möchte Euch hier den Nacon Revolution Pro Controller vorstellen. Wer mit Nacon nichts anfangen kann: es handelt sich hier um eine Marke von Big Ben Interactive, die sich in erster Linie dem E-Sports und entsprechender Hardware verschrieben hat.

Verpackung/Inhalt

Schick und gut verpackt kommt der Controller daher. Nach dem Abziehen der Hülle und dem Öffnen des inneren Kartons stößt man direkt auf den Nacon Revolution Pro Controller (NRPC). Optisch sieht das Eingabegerät auf den ersten Blick wirklich schick aus. Das Design ist rund und klassisch. Auf den ersten Blick fällt auf, dass auf der linken Seite das Steuerkreuz und der Analogstick, im Gegensatz zum Dualshock Controller, getauscht wurden. Optisch erinnert das Layout somit eher an einen klassischen Xbox-Controller. Verwechslungen sind aber ausgeschlossen, denn die bekannten Playstation Tasten zeigen klar, mit welcher Konsole hier gespielt wird.

Das Anschlusskabel wird fest verschraubt und lässt sich für den Transport abnehmen.

Erster Eindruck

Der erste haptische Kontakt fällt positiv aus. Das Gamepad liegt gut in der Hand, die Oberfläche ist angenehm, weil leicht angeraut und die Verarbeitung ist sehr gut. Hier knarzt nichts.
Unter dem Controller findet man in der hochwertigen Verpackung neben dem Controller auch das USB-Anschluss-Kabel, 6 Gewichte, einen „Schlüssel“ zum Austauschen eben jener, eine Stofftasche, ein Mikrofasertuch, die Anleitung und einen kleinen Bogen mit Aufklebern.

USB-Kabel? Ja, ihr habt richtig gelesen: man hat es hier mit einem kabelgebundenen Controller zu tun. Das schränkt die Flexibilität ein wenig ein, aber immerhin hat man beim Kabel nicht gespart. Es ist mit 3 Metern Länge und einer hochwertigen Ummantelung für den täglichen Einsatz gut gerüstet.

Von den 6 Gewichten (je 2 mal 10g, 14g, 17g) lassen sich bis zu 4 in die beiden Griffe einsetzen, so dass man den Nacon RPC um bis zu 62 Gramm beschweren kann.

6 Gewichte befinden sich im Lieferumfang

Praxiseinsatz

Was die grundsätzliche Einrichtung angeht ist auf der PS4 nicht viel zu tun. Controller einstecken, PS-Taste drücken und Spieler auswählen, dem der Controller zugeordnet werden soll. Im normalen Modus funktioniert das Gerät dann wie jeder andere PS4-Controller mit ein paar Einschränkungen. Es ist kein Lautsprecher verbaut, so dass man auf diese Soundeffekte verzichten muss. Außerdem lässt sich die Konsole nicht durch den Controller einschalten, was das Handling unnötig erschwert. Und eine Leuchtleiste an der Front gibt es auch nicht, so dass man das Gerät nicht nutzen kann, wenn es auf die Erkennung dieser ankommt (VR, Playroom).

Im normalen Modus macht der Nacon RPC schon eine sehr gute Figur. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, die Sticks einen passenden Widerstand und auch lange Sessions machen überhaupt kein Problem. Das digitale Steuerkreuz mit seinen 8 Wegen kann hingegen nicht komplett überzeugen. Hier kam es zumindest während meiner Testphase ab und an zu ungewollten Aktionen.

Am roten Ring erkennt man, dass der Advanced Modus aktiviert ist.

Seine Stärke ausspielen kann der Controller im Advanced Modus. Diesen aktiviert man einfach indem man einen Schalter an der Unterseite betätigt. Hier hat man Zugriff auf 4 Profile, die man individuell anlegen kann. Ändern kann man z.B. die Deadzone der Sticks, die Tastenbelegung und Makros. Außerdem lassen sich in diesem Modus 2 zusätzliche Tasten an der Unterseite aktivieren. Somit lässt sich der Nacon RPC für jeden Geschmack und jedes Genre anpassen.

Leider lassen sich diese Änderungen nicht an der Konsole durchführen. Um in die Einstellungen zu kommen, muss man sich die passende Software vom Hersteller herunterladen und eine Verbindung zum PC herstellen. Die Software ist relativ übersichtlich und das Speichern der Profile funktioniert zuverlässig. Trotz Konfigurierung über den Rechner kann man das Gerät aber nicht für’s Zocken am PC nutzen. Schade.

An der Unterseite befinden sich 2 zusätzlich zu belegende Tasten am Griff.

Fazit

Ich habe den Nacon RPC jetzt viele Stunden im Einsatz gehabt und egal ob Shooter, Actiongame, Sport- oder Rennspiel: er macht immer eine gute Figur. Größe, Gewicht, Haptik und Stickanordnung sind ideal für lange Sessions und über die Software kann ich meine Vorlieben einstellen. Zugegeben: der Kaufpreis (109 Euro) ist hoch und es gibt ein paar Kritikpunkte. Wer viel spielt und eine Alternative zum Dualshock Controller sucht bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung für den Nacon Revolution Pro Controller.

Positiv

  • Hervorragende Verarbeitung
  • Anpassbares Gewicht
  • Individualisierung möglich
  • Gute Sticks, gute Tasten
  • Klasse Haptik

Negativ

  • Kabelgebunden
  • Änderungen nur über PC
  • Kein integrierter Lautsprecher
  • Einschalten der Konsole nicht möglich
8.5

Angefangen hat alles mit einer Tele Fever Konsole von Tchibo (!) im Jahr 1986 und dem Spiel Hobo (kennt wohl keiner). Direkt infiziert. Seitdem auf allen Plattformen unterwegs, egal ob Atari, Sega, Nintendo, Sony, Microsoft, Commodore, PC oder Exoten. Auch wenn ich heute sehr viel weniger Zeit für das Hobby habe: die Faszination ist ungebrochen.

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