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Philips 328E8QJAB5 Monitor im Test

Analog zu den Fernsehgeräten geht auch der Trend und die Entwicklung bei den Computermonitoren zu größeren Geräten. Philips bringt mit dem 328E8QJAB5 ein Gerät mit 80 cm (31,5 Zoll) Diagonale im Format 16:9 auf den Markt, der in Full HD auflöst und ein geschwungenes (curved) Display hat. Wie sich dieser Riese auf dem Schreibtisch schlägt lest ihr im folgenden Test.

Verpackung und Zubehör

Philips-typisch kommt der Monitor gut verpackt daher. Eingebettet in Styropor findet man neben dem Display den Standfuß im Paket. Auch an Zubehör mangelt es nicht, so liegen Kabel für Audio, die HDMI-Verbindung, für D-Sub (VGA) und natürlich ein Netzteil bei. Vergeblich sucht man ein DisplayPort-Kabel, was schade ist, denn damit wäre die komplette Bandbreite der Anschlüsse abgedeckt gewesen.

Erster Eindruck

Nachdem man das 7kg-Gerät aus der Verpackung befreit und den Standfuß angeschraubt hat (was sehr einfach funktioniert), fällt einem das angenehm zurückhaltende Design mit dem leicht gebogenen Display auf. Schick macht er sich auf dem Schreibtisch. Das Gehäuse ist in schwarzem Hochglanzplastik gehalten, die Verarbeitung ist auf einem guten Niveau. Alle Anschlüsse sind auf der Rückseite einfach zu erreichen und der Standfuss lässt eine Neigung nach oben oder unten zu, so dass man den Monitor gut auf seinen Arbeitsbereich ausrichten kann.

Anschlüsse und Bedienung

Für den Signaleingang können wir zwischen drei Varianten wählen: VGA (analog), HDMI (inkl. HDCP) oder DisplayPort. Außerdem befindet sich auf der Rückseite ein Kopfhörerausgang und ein Audio-Eingang. Die Bedienung erfolgt mittels Joystick an der Rückseite seitlich rechts. Das UI und die Bedienung sind nicht unbedingt intuitiv, hier habe ich mich anfangs häufiger „verklickt“.

Praxistest

Zunächst einmal ist man ziemlich beeindruckt von der Größe des Displays (zumindest, wenn man Geräte dieser Größe nicht auf dem Schreibtisch gewöhnt ist). Durch die Größe und das geschwungene Display zieht einen der Monitor fast in sich hinein. Apropos geschwungen: auch wenn bei Fernsehgeräten der Anteil an Curved-Modellen immer geringer wird, sehe ich bei Computer-Monitoren durchaus einen Mehrwert in dieser Technologie. Man arbeitet in der Regel alleine am Rechner und sitzt somit immer gerade vor dem Display und lernt die angenehme Krümmung zu schätzen.

Doch die Größe hat auch seinen Preis. Da das Gerät „nur“ über eine Full HD Auflösung verfügt, beträgt die Pixeldichte gerade mal 70 PPI. Das heißt, dass einzelne Pixel deutlich sichtbar werden und z.B. Schriften unsauber aussehen. Wenn man weit genug weg sitzt fällt das weniger auf, aber bei einem Computer Display ist man ja naturgemäß meistens nah dran.
Das soll nun das Gerät auch nicht schmälern, denn Full HD ist immer noch sehr verbreitet und der Großteil der Nutzer wird mit dieser Auflösung auch völlig zufrieden sein.

Getestet wurde das Gerät in verschiedenen Situationen. Im ganz normalen Arbeitsalltag, sei es Office oder Internet, macht der Monitor eine gute Figur. Die Farben sind angenehm, die Helligkeit in Ordnung und es gibt keinerlei Verzögerungen.
Beim Spielen schlägt sich das Display ebenfalls sehr gut. Wer mag kann verschiedene Spielmodi dazu schalten (das Gerät unterstützt auch AMD Freesync), bei meinen Tests war das aber gar nicht nötig, da die Reaktionszeit völlig in Ordnung ist. Egal ob schnelle Shooter, aufwändige 3D-Spiele oder Aufbaustrategie: die Darstellung ist einwandfrei.

Bei der Bildbearbeitung und ähnlichen Tätigkeiten muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen. Der Schwarzwert könnte etwas besser sein und die Kalibrierung von Werkseite ist ebenfalls nicht ganz optimal. Schön ist, dass sich die Farbtemperatur einstellen lässt und man auch den sRGB-Bereich nutzen kann.

Das Gerät verfügt über 2 eingebaute Lautsprecher mit jeweils 3 Watt, wobei man hier besser auf eine externe Lösung zurückgreift, denn der Sound ist dünn und blechern.

Fazit

Für den aktuellen Straßenpreis von etwa 350 Euro bekommt der Käufer mit dem Philips 328E8QJAB5 einen ordentlichen Monitor für den täglichen Gebrauch geliefert. Das Gerät sticht durch seine Größe und das geschwungene Display heraus und gerade diese beiden Dinge tragen auch dazu bei, dass Spiele hier richtig Spaß machen. Die leichten Abstriche bzgl. Schwarzwert und Kontraste sind zu verschmerzen, so dass ich hier eine Kaufempfehlung aussprechen kann.

Positiv

  • Großes, geschwungenes Display
  • Sehr gut zum Spielen geeignet
  • Stabiler Standfuß
  • Separater sRGB-Modus

Negativ

  • schwache Lautsprecher
  • Schwarzwert könnte etwas besser sein
  • Bedienung etwas fummelig
8

Angefangen hat alles mit einer Tele Fever Konsole von Tchibo (!) im Jahr 1986 und dem Spiel Hobo (kennt wohl keiner). Direkt infiziert. Seitdem auf allen Plattformen unterwegs, egal ob Atari, Sega, Nintendo, Sony, Microsoft, Commodore, PC oder Exoten. Auch wenn ich heute sehr viel weniger Zeit für das Hobby habe: die Faszination ist ungebrochen.

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