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Plantronics Rig 500E : Federleicht oder Schalldicht – Wie hätten’s denn gern?

Von Kevin Köhler am 20. August 2015

Mit der RIG 500 Serie bringen die alten Headset-Hasen von Plantronics eine neue Reihe von Gaming-Headsets auf den Markt, die von Grund auf für eSport- und Turnierspieler entwickelt wurden. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Möglichkeiten der Personalisierung gelegt. Preislich liegen die Kopfhörer je nach Modell zwischen 60 und 130 Euro. Wir haben uns das RIG 500E näher angeschaut und verraten euch im Test ob sich der Kauf lohnt.

 

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Erster Eindruck

Das Headset RIG 500E, ist ansehnlich designt und wirkt auf den ersten Blick sehr futuristisch. Im Lieferumfang sind neben den zwei alternativen Ohrmuscheln – einmal entlüftet, einmal isolierend – auch Adapter für einen Anschluss wahlweise via USB oder direkt an die Soundkarte enthalten.  Außerdem ist das Mikrofon abnehmbar.

Was sofort auffällt, das Headset ist extrem leicht. Dies wirkt sich positiv auf den Tragekomfort aus, dazu später mehr, lässt das Headset allerdings nicht besonders wertig erscheinen. Trotz des sehr niedrigen Gewichts wirkt der Rahmen jedoch sehr stabil und hat sich vom Biege- und Brechtest nicht beeindrucken lassen.

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Klangqualität

Vorweg muss gesagt werden das uns für den Test der Kopfhörer nicht die finale Version der Treiber und Software zur Verfügung stand die Plantronics zum Erscheinen den Kopfhörern beilegen wird und somit unsere Einstellungsmöglichkeiten, was die Feinjustierung und Equalizer anging, begrenzt waren. Die Beurteilung der Klangqualität erfolgt also unter Vorbehalt.

Spiele

Der Klang unterscheidet sich recht stark zwischen den entlüfteten und isolierenden Ohrmuscheln. Die entlüfteten Ohrmuscheln geben die Höhen absolut einwandfrei wieder und feinere Töne, wie näherende Schritte etwa bei CS:GO, lassen sich ausgezeichnet wahrnehmen. Auch stimmen über Teamspeak und Ingame Voice werden glasklar und deutlich übertragen. Allerdings lässt die entlüftete Variante ein wenig den gewünschten Bass beim Feuern der Waffe und bei Explosionen vermissen.

Während der Klang auch beim isolierten Kopfhörer rund ist, gibt diese Bässe sehr gut wieder, manchmal ist es jedoch etwas zuviel des Guten, denn an der ein oder anderer Stelle wird der Klang deutlich zu basslastig und dröhnt ein wenig. Hier wird vermutlich die finale Software abhilfe schaffen, momentan ist das Klangprofil aber alles in allem noch etwas supoptimal, vor allem was den Bass angeht.

Der Surround Sound und das Dolby Digital funktionieren bei beiden Ohrmuscheln sehr gut und machen es möglich stets mit Leichtigkeit die genaue Position des Gegners zu erfassen. Der Dolby Effekt lässt sich zudem bequem über die Fernbedienung am Headset zu- oder abschalten.

Musik

Hier wird ganz schnell deutlich, das Headset in erster Linie für Spiele ausgelegt ist. Zwar lässt sich mit ein wenig rumprobieren in den Equalizer-Einstellungen ein recht guter Klang erreichen aber für Musikliebhaber ist das Headset erwartungsgemäß nicht zu empfehlen. Die Musik wirkt entweder deutlich zu basslastig oder lässt den Bass gänzlich vermissen. Ob auch hier die finale Software abhilfe schafft muss ein Nachtest zeigen.

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Technik und Komfort

Die technischen Daten in der Übersicht:

  •          7.1 Dolby-Technologie
  •          24-Bit-Audio für Klang in Studioqualität
  •          40-mm-Lautsprecher gepaart mit Niederfrequenzresonatoren
  •          Mikrofonfrequenz Bereich 100 Hz – 10 kHz
  •          Headset-Gewicht: 200 g
  •          Frequenzbereich 20 Hz – 20 kHz

 

Die Technischen Eckdaten sind für das Spieleumfeld ideal. Auf Buttons an der Seite oder weitere Bedienelemente wird verzichtet. Stattdessen lässt sich das Mikro durch schlichtes Hochklappen stummschalten. Die angepriesene „Studioqualität“ des Klangs haben wir im Test jedoch nicht bestätigen können. Zwar ist der Klang für Spiele sehr solide, auf Grund der oben beschriebenen Probleme mit dem Bass aber durchaus noch verbesserungsfähig.

Beim Komfort macht das RIG 500E alles richtig. Das Headset selbst ist extrem leicht was auch stundenlanges Tragen problemlos möglich macht. Die Ohrmuscheln lassen sich, je nach Kopfform und Präferenz, an unterschiedlichen Stellen einrasten und das Headset ist großzügig dehnbar.

 

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Fazit

Das RIG 500E ist ein sehr solides Gaming-Headset für 130€. Das ist kein Schnäppchen aber auch kein Wucherpreis wenn man sich die Konkurrenz anguckt.  Dafür bekommt man guten Surround Sound mit glasklaren Höhen und einem überragenden Tragekomfort, vor allem auf Grund des konkurrenzlos niedrigen Gewichts. Zusätzlich bieten die austauschbaren Ohrmuscheln individuelle Möglichkeiten zur Anpassung an persönliche Präferenz und Umgebungslautstärke. Abstriche müssen dafür bei den Bässen hingenommen werden. Wer nach einem eSports Headset für (sehr) lange Sessions sucht sollte sich mal ein RIG 500 Headset auf den Kopf setzen und staunen das die Ohren auch nach 3 Stunden spielen nicht glühend heiß werden. Wer hingegen sehr hohen Wert auf beste Soundqualität sucht und das Headset auch viel zum Musik hören verwendet, sollte lieber noch etwas weiter suchen.

Positiv

  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Umfangreich Einstell- und Anpassbar
  • Futuristisches Design
  • Tauschbare Ohrmuschel je nach Präferenz

Negativ

  • Klangprofil supoptimal vor allem beim Bass
  • Für Musik nur eingeschränkt geeignet
7.5

Seit 2013 bei Gamers.de und Zocker mit Leib und Seele. Anfangen auf dem (original) Game Boy, nun seit fast 20 Jahren am PC. Früher vor allem Shooter, heute vor allem Strategie und Indie Games.