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Sacred Legends – RPG für unterwegs

Einige Wochen ist die Gamescom her, auf der wir bereits einen Blick auf den Sacred Ableger für Mobilgeräte werfen durften. Seit einem Monat steht Sacred Legends in den bekannten Stores zum freien Download. Erfahrt hier, wieviel Sacred wirklich in dem Spiel steckt!

Das Hauptmenü - Hier startet euer Abenteuer

Das Hauptmenü – Hier startet euer Abenteuer

Sacred goes mobile

Lange ist es her, dass das Action RPG Sacred sein Debüt auf den heimischen PC’s gefeiert. Der direkte Konkurrent zu Diablo kam aus Deutschland und war auch sehr erfolgreich. Der letzte Sacred Teil erschien 2014 mit dem dritten Teil. Seitdem ist es ruhig geworden. Dieses Jahr ist es endlich soweit, neue Kämpfer braucht Ancaria. Das von Deep Silver herausgebrachte Mobile RPG greift dabei auf das schon bei Sacred 3 umgesetzte Spielprinzip zurück. Gab es in den ersten beiden Teilen von Sacred offene Spielwelten und nichtlineare Mission, bekommt man hier alles vorgegeben und hangelt sich an einem roten Faden entlang. Für ein mobiles Spiel kann das auch ausreichen. Doch was erwartet euch bei Sacred Legends?

Nach dem Download bekommt ihr ein kleines Tutorial, in dem euch das Spielprinzip erklärt wird. Im Grund habt ihr euren ausgewählten Charakter und bildet mit zwei weiteren Spielern euer Team. Zur Auswahl stehen euch folgende Typen:

  • Seraphim – eine Engelskriegerin, die gut im Umgang mit dem Schwert ist und Zauber wirken kann
  • Bogenschütze – ein auf Fernkampf spezialisierter Krieger mit enormer Präzision
  • Kriegerin – eine Nahkampfspezialistin mit entsprechenden Berserkerangriffen an der Front

 

Wählt weise! Kriegerin, Seraphim und Bogenschütze

Eintöniger Kampfmodus

Die Auswahl des Typen beeinflusst hierbei nur die Art des Kämpfens. Die Story bleibt hiervon unberührt. Wer sich nach einer Zeit nicht mehr mit der Kriegerin in das Kampfgetümmel stürzen möchte, kann sich eine der beiden verbleibenden Charaktere aussuchen. Leider kann der Spielverlauf nicht übernommen werden, so dass jeder Charakter seinen eigenen Weg von Anfang bis Ende gehen muss. Kommen wir zurück auf die Kämpfe. Mit eurer Party müsst ihr drei Wellen an Gegnern bekämpfen. Dabei lauft ihr von links nach rechts und trefft diese automatisch an. Durch euren ausgewählten Charakter stehen euch spezifische Angriffe und Sprüche zur Verfügung, die per Button auslöst werden. Das wars! Die einzige Taktik besteht hierbei, die Aktion so zu timen, dass man beim Cooldown der Fähigkeiten nicht zu sehr einen auf die Mütze bekommt. Gerade bei den Bosskämpfen sollte man nicht verschwenderisch mit seinen Angriffen sein. Je öfter man seine Angriffe durchzieht, desto schneller lädt sich ein Supermove auf, der einen verheerenden Schaden anrichtet. Alles in allem beschränkt sich die Schwierigkeit des Kampfgeschehens auf das Treffen der Buttons. Und wer auch darauf keine Lust hat, lässt einfach den Auto-Kampf alles machen. Macht das nun ein Action RPG aus?

Die Auswahl des Typen beeinflusst hierbei nur die Art des Kämpfens. Die Story bleibt hiervon unberührt. Wer sich nach einer Zeit nicht mehr mit der Kriegerin in das Kampfgetümmel stürzen möchte, kann sich eine der beiden verbleibenden Charaktere aussuchen. Leider kann der Spielverlauf nicht übernommen werden, so dass jeder Charakter seinen eigenen Weg von Anfang bis Ende gehen muss. Kommen wir zurück auf die Kämpfe. Mit eurer Party müsst ihr drei Wellen an Gegnern bekämpfen. Dabei lauft ihr von links nach rechts und trefft diese automatisch an. Durch euren ausgewählten Charakter stehen euch spezifische Angriffe und Sprüche zur Verfügung, die per Button auslöst werden. Das wars! Die einzige Taktik besteht hierbei, die Aktion so zu timen, dass man beim Cooldown der Fähigkeiten nicht zu sehr einen auf die Mütze bekommt. Gerade bei den Bosskämpfen sollte man nicht verschwenderisch mit seinen Angriffen sein. Je öfter man seine Angriffe durchzieht, desto schneller lädt sich ein Supermove auf, der einen verheerenden Schaden anrichtet. Alles in allem beschränkt sich die Schwierigkeit des Kampfgeschehens auf das Treffen der Buttons. Und wer auch darauf keine Lust hat, lässt einfach den Auto-Kampf alles machen. Macht das nun ein Action RPG aus?

 

Der Kampfbildschirm

Der Kampfbildschirm

Benutze Ring mit Ring oder wie entwickle ich meine Items

Zugegeben…ihr habt einige Möglichkeiten, eure Charaktere zu entwickeln und mit einer Vielzahl von Items auszustatten. Dabei steht euch das bekannte Arsenal an Ausstattungsslots zur Verfügung. Darf es eine ungewöhnliche Kette mit Gesundheitsbonus sein oder steht ihr eher auf den einfachen Magiering, der euch vor Feuerzaubern schützt? Warum nicht beides? Die Items sind in verschiedene Raritätsklassen aufgeteilt und können durch Drops oder durch Kauf in eurem Inventar landen. Es ist durchaus möglich, Sacred Legends ohne Einsatz von Echtgeld zu spielen. Dementsprechend dauert es länger, bis ihr eure Helden ordentlich ausgestattet und weiterentwickelt habt. Ähnlich verhält es sich mit den Zaubern oder den Passivfähigkeiten, die euren Helden den letzten Schliff geben. In der Schmiede könnt ihr euer Inventar zugunsten von verbesserten Items verkleinern. So könnt ihr beispielsweise ein ungewöhnliches Schwert hochleveln und verschiedene Fähigkeiten freischalten. Benutzt ihr dafür Items aus der gleichen Klasse (Schwert mit Schwert, Ring mit Ring) gibt es einen Bonus obendrauf. Habt ihr eine Zeit lang gespielt und einen gewissen Level erreicht, könnt ihr in Arenen PvP Kämpfe bestreiten und dabei ebenfalls Material für eure Ausrüstung erkämpfen. Allzu tief geht Sacred Legends nicht wirklich in die Materie. Die Portierung auf Mobilgeräte ist gut gelungen. Die Effekte von Supermoves überzeugen grafisch. Auch die Bosse können mit ihren Attacken glänzen. Das Spiel wirkte jedoch sehr statisch, da beispielsweise die Siegszenen immer gleich sind. Hat man drei Krieger in den Kampf geschickt, gibt es auch drei Mal denselben Siegesmove. Dafür sind die musikalische Untermalung und der Sound passend und sorgt für ausreichend Atmosphäre.

Vernichtet alle mit eurem Supermove

Vernichtet alle mit eurem Supermove

Fazit:

Wie viel Sacred steckt nun in der mobilen Adaptierung? Offen gesagt, nicht viel. Zwar wird die Story über die Rettung von Ancaria weitergeschrieben und wesentliche Elemente sind vorhanden, jedoch kommt Sacred Legends auf keinen Fall an die großen Spiele ran. Doch das brauch es auch nicht. Das Setting stimmt und kann ohne weiteres überzeugen. Eine Langzeitmotivation würde ich dem Spiel eher nicht unterstellen, da das Schema der Kämpfe und das Weiterkommen für anspruchsvolle Spieler nichts Besonderes ist. Taktiken gibt es hier nicht, wie bei Star Wars Galaxy Heroes. Man geht einfach in den Kampf, richtet vorher seine Ausrüstung und gibt Gas. Somit ist es eher ein Spiel für Liebhaber der Sacred Serie und RPG Anhänger. Alle anderen können dem Spiel eine Chance geben, immerhin ist der Download kostenlos.

Positiv

  • Gute Einbindung von Sacred Elementen
  • Interessantes RPG-System

Negativ

  • Keine Langzeitmotivation
  • Eintönige Kämpfe
7

Passionierter Gelegenheitszocker mit der Vorliebe zu Adventures und JRPG's. Durch Job und Familie beschränkt sich das Spielehobby auf die mobilen Games, die dann exzessiv gezockt werden. Auch für das Kinoportal Cinetrend.de unterwegs.