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Slain! Back from Hell: Das Hardcore Hack’n’Slay

Es kommt der Tag, an dem die Verdammten und die Ausgeburten der Hölle die Oberwelt erreichen. Mit dem Verlangen nach Fleisch und Blut machen sie sich über das Land her und töten alles Leben, was sich Ihnen in den Weg stellt.
So oder so ähnlich beginnt die Geschichte von Slain!, allerdings ist das wirklich nicht so wichtig. Der Fokus des Spiels liegt auf anderen Dingen. Zu Beginn des Spiels werden wir, Bathyron, ein verfluchter Held in einer blutverschmierten Gothic-Welt, erweckt. Unsere Mission ist es die sechs Reiche der sechs tödlichen Lords zu bezwingen. Unsere Vorgehensweise: Abschlachten! Muhahahahaha

Öffnet die Pforten der Hölle!

Eines wird schon im Titelbildschirm klar. Hier wird nicht mit Blut gespart! Die Aufmachung ist derb! Uns präsentiert sich eine unglaublich detailreiche Pixelgrafik, deren Animationen flüssiger sind als die Realität. Alles bewegt sich, Wetter, Blumen, Haare, Blut. Die Liebe steckt klar im Detail. Pixel-Fans werden hier garantiert Augen machen. Untermalt wird das Ganze mit einem Metal-Soundtrack, der wie die Faust aufs Auge passt.

Wir ziehen in die Schlacht.

Wie wir es von Castlevania oder anderen Arcade Hack’n’Slays gewohnt sind, laufen wir in der 2D-Welt nach rechts durch die Landschaft. Die ersten Gegner erscheinen und lange Tutorial-Texte verderben uns den Einstieg. Drücken wir ein Auge zu und machen weiter. Von den Animationen bin ich immer noch begeistert, selten habe ich solche flüssigen Lauf und Kampfbewegungen bei einem Pixel-Spiel gesehen. Doch so viele Frames die Animationen auch haben mögen, so wenige Attacken gibt es im Spiel. Es ist ziemlich ernüchternd, dass man beim Kämpfen kaum variieren kann. Eine Folge an Angriffe, Zauber und ein aufgeladener Angriff. Mehr gibt es nicht. Hier hätte ich mir noch so viel mehr gewünscht um die Kämpfe spannend zu gestalten. Das Gemetzel wird schnell öde und endet im Button Mashing. Das Gameplay ist schnell zusammengefasst in Monsterschnetzeln, kleinen Rätselpassagen, ein paar Sprungeinlagen und gewaltige Boss-Gegner.

Untermalt wird alles von einem fetzigen Metal-Soundtrack, der perfekt ins Setting passt. Die Aufmachung ist echt sehr gelungen. Doch hapert es einfach an der Spielmechanik. Das ist ziemlich Schade. Back to Hell ist eine tolle Sache. Es ist den Entwicklern hoch anzurechnen, dass sie die Kritik zu Herzen genommen haben und an Slain! weiter gewerkelt haben, aber leider hat das nicht vollkommen gereicht um dem Spiel den richtigen und letzten Schliff zu geben.

Fazit

Slain! Back to Hell knallt richtig. Es ist fetzig und blutet stark! Obendrauf kommt noch eine gewaltige Beschallung. Doch leider kann der Spaß genauso schnell wieder zu Ende sein. Das ist wirklich schade. Dem Spiel hätte ich es von ganzem Herzen gegönnt. Doch leider bleibt der Spielspaß ziemlich schnell auf der Strecke. Für ein paar kleine Pixelstündchen kann man den ein oder anderen sicherlich auch begeistern!

Positiv

  • Schöne Pixelgrafik
  • Flüssige Animationen
  • Starkes Setting

Negativ

  • Eintöniges Gameplay
  • Frustrierende Passagen
7

Besteht aus 64×128 Pixel und 256 Farben. Läuft in der Version 2.7 nicht ganz bugfrei. Führt sein Grafikprogramm seit 2012 bei gamers.de aus und seit 2017 mit zusätzlichem Redakteur-AddOn. Upgradet seine Intermedia Design Features auf der Hochschule Trier und versucht mit seinen eigenen Games die Welt zu erobern. Mag Hunde.