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Steelseries Rival 500 im Test

 

Der dänische Hersteller Steelseries erweitert seine Rival Reihe und bringt mit dem Zusatz 500 eine Maus auf den Markt, die sich in erster Linie an MOBA und MMO Spieler richten soll. Entsprechend hebt sich das Gerät auch durch 15 voll programmierbare Tasten von den anderen Mäusen der Rival Serie ab. Weitere Features sind ein optischer Sensor mit einer Abtastrate von bis zu 16.000 (!) DPI, eine Vibrationsfunktion und eine konfigurierbare RGB-Beleuchtung.

Auspacken und erster Eindruck

Die Maus kommt gut gepolstert in einem relativ einfachen Karton daher. Zum Lieferumfang der Hardware, die eine UVP von 89,99 Euro hat, gehört sonst nur eine Pappe mit Hinweisen für die Inbetriebnahme.

Auf dem Schreibtisch sieht die Maus gedrungen und bullig aus. Zum ersten Mal in der Hand fühlt sich die Oberfläche angenehm an, die Verarbeitung ist gut und das Gewicht (130 Gramm) scheint zu passen. Erste ergonomische Trockenübungen zeigen, dass die Tastenanordnung gelungen zu sein scheint. Das Kabel ist knapp 2 Meter lang, aber leider nicht ummantelt. Hier hätte ich bei einer 90 Euro Maus etwas mehr erwartet.

Bulliges Erscheinungsbild und viele Tasten: die Merkmale der Rival 500.

Anschluss und Software

Der Anschluss (Windows oder Mac OS) erfolgt einfach über USB, die Maus wird direkt erkannt und kann benutzt werden. Um das Potenzial ausschöpfen zu können benötigt man die SteelSeries Engine 3. Ein Datenträger liegt nicht bei, die Software muss von der Herstellerseite heruntergeladen werden. Die Installation verlief bei mir (unter Windows 10) schnell und problemlos, beim ersten Start wurde die Rival 500 auch direkt als Solche erkannt.

Die Software ist umfangreich und nach einer kurzen Eingewöhnung ziemlich intuitiv bedienbar. Es lassen sich alle Tasten mit individuellen Funktionen belegen, es können Profile angelegt werden, die Farben der beiden RGB LEDs (vorne und am Mausrad) können individuell voneinander eingestellt werden etc. Hier kann man sich wirklich austoben und die Maus genau auf sich abstimmen.

Ein weiterer Punkt in der Software wird Gamesense genannt. Im Grunde ist das der Modus, der das volle Potenzial der Maus entfaltet, denn hier lassen sich verschiedene Spielszenarien mit einem optischen und/oder haptischen Feedback verknüpfen. Man möchte, dass die Maus bei CS:GO bei einer Gesundheit von unter 30% rot blinkt und ein Vibrationsfeedback gibt? Kein Problem. Lässt sich einrichten. Was wirklich praktisch klingt und auch praktisch ist, hat aber einen großen Haken: es gibt gerade einmal 3 Spiele, die Gamesense nutzen. Neben einer Mod für Minecraft sind das nur die beiden Blockbuster Dota 2 und CS:GO. Man kann hier nur hoffen, dass Steelseries hier in Zukunft noch nachliefert, denn Gamesense hat viel Potenzial, wenn es richtig eingesetzt wird.

Per Software lässt sich die Maus auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.

Praxiseinsatz

Wie schlägt sich nun die Rival 500 in der Praxis? Ich habe das Gerät in verschiedenen Szenarien (Spiele, Office, Internet, Photoshop) getestet und kann vorab sagen: sehr gut. Die Ergonomie passt, längere Sessions führten bei mir zu keinerlei Ermüdungserscheinungen oder Verkrampfungen. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt, sind gut zu erreichen und das Mausrad angenehm laufruhig.

Die Rival 500 macht einem nichts vor, der handliche Zeigerschubser ist voll und ganz auf Gamer ausgerichtet. Spiele, die auch auf viel Tasteneingaben setzen, lassen sich mit 15 Maustasten sehr bequem spielen. Es kann durchaus ein bisschen dauern bis man in der Software alles so eingestellt hat, bis es einem zu 100% gefällt, aber glaubt mir: die Mühe ist es wert. Auch Shooter spielen sich durch die hohe Qualität des optischen Sensors und des Handlings mehr als ordentlich.

Abseits von Spielen macht die Rival 500 ebenfalls eine gute Figur. Durch Shortcuts und eigene Tasteneinstellungen kann man sich z.B. bei Office und Internet einige Kommandos direkt auf die Maus packen. Auch Photoshop ist kein Problem, hier hat die Rival meinen Workflow sehr positiv beeinflusst. Zugute kommt bei solchen Arbeitseinsätzen (wie natürlich auch in Spielen) die sehr gute Präzision der Optik und der mögliche Wechsel von 2 DPI-Auflösungen direkt an der Maus.

Per Schieberegler lassen sich die unteren Daumentasten deaktivieren. So lassen sich die Tasten als Daumenablage nutzen.

 

Fazit

Steelseries erweitert mit der Rival 500 sinnvoll sein Portfolio und bringt eine Maus an den Start, die zwar in erster Linie Spieler von MMOs und MOBAs ansprechen soll, die aber flexibel in allen Bereichen der täglichen Arbeit und des täglichen Vergnügens am Rechner genutzt werden kann. Begeistert hat mich der optische Sensor, der sich keine Ausfälle leistet und in der Empfindlichkeit wirklich für jede Situation einstellen lässt.

Positiv

  • Präziser optischer Sensor
  • Klasse Verarbeitung
  • Vielfältig einsetzbar
  • Gute Ergonomie
  • 15 frei programmierbare Tasten

Negativ

  • Nur für Rechtshänder geeignet
  • Gamesense Feature wird bisher kaum ausgenutzt
  • Kabel wirkt billig (nicht ummantelt)
8.5

Angefangen hat alles mit einer Tele Fever Konsole von Tchibo (!) im Jahr 1986 und dem Spiel Hobo (kennt wohl keiner). Direkt infiziert. Seitdem auf allen Plattformen unterwegs, egal ob Atari, Sega, Nintendo, Sony, Microsoft, Commodore, PC oder Exoten. Auch wenn ich heute sehr viel weniger Zeit für das Hobby habe: die Faszination ist ungebrochen.

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