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SteelSeries Das beste Gaming-Headset seiner Klasse: SteelSeries Siberia 200 im Test

Von Jan-Henrik Walter am 14. März 2016

Das Siberia 200 ist der um zwei Nullen erweiterte Nachfolger von SteelSeries' Bestseller: Dem Siberia v2. Die Frage ist, ob dieser alteingesessene Klassiker der Gaming-Peripherie nun würdig vom Siberia 200 abgelöst werden kann. Die Antwort ist: Mit Sicherheit!

Erster Eindruck

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Klassischer SteelSeries-Look mit verstecktem Mikrofon: Könnt ihr es finden?

Das Siberia 200 kommt, wie wir es gewohnt sind, sehr professionell verpackt bei uns an. Die Wahrscheinlichkeit eines Transportschadens wird durch die exzessive Verwendung von Kabelbindern
auf ein wirklich niedriges Niveau minimiert – und dabei sieht der Karton in der stylischen SteelSeries-Schwarz-Weiß-Orange-Kombo auch noch cool aus. Dies sind auch die Farben, in denen unser Headset gegossen ist. Wir haben die weiße Edition mit schwarzen Ohrmuschelpolstern und dezent platzierten Orangetönen in den Ohrmuscheln. Insgesamt ist das Headset sehr hochwertig und modern designt.

Die geschlossenen Ohrmuscheln wirken dabei genauso stabil wie der flexible Kopfbügel, der die beiden Ohrmuscheln verbindet. Hier scheint SteelSeries auch etwas an der Verarbeitung im Vergleich zum Vorgänger verbessert zu haben: Zumindest wirkt das Bügel-Element noch sturz- und kriesensicherer als es schon bei älteren Siberia-Headsets der Fall war. Das ausziehbare Mikrofon ist in der linken Ohrmuschel versteckt und bleibt dort bei Nichtwissen auch unentdeckt von Fremden. 

Am ca. 1,5m langen Kabel befindet sich ein Lautstärkeregler mit zusätzlicher Mute-Funktion. Bei älteren Siberia-Headsets war dieser Mute-Schalter zuletzt hinter der linken Ohrmuschel platziert. Das Audiokabel selbst kommt mit zwei geteilten Klinkenanschlüssen: Einen für den Ton und einen für das Mikrofon. Es liegt allerdings ein Adapter bei, der die beiden losen Anschlusskabel kombiniert und uns das Siberia 200 etwa am Smartphone oder dem PS4-Controller mit dem zusammengeführten Klinkenanschluss verwenden lässt.

Eine willkommene Abwechslung ist weiterhin das Fehlen jeglicher Leuchtelemente. Stattdessen bekommen wir ein hochwertiges, vielschichtiges aber simples Design, was nicht zuletzt Dank der kräftigen Farben und hochwertigen Verarbeitung überzeugt. Das Headsets sitzt Dank dem flexiblen Kopfbügelsystem selbst richtig auf dem Kopf, wobei vor allem das äußerst geringe Gewicht auffällt. Der Gurt schmiegt sich um den Kopf und Dank der geschlossenen Ohrmuscheln sitzt das Headset sehr komfortabel.

 

Technik und Komfort

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Anders als bei dem Siberia V3 Prism verzichtet man hier auf Leuchtkörper an den Ohrmuscheln, auch auf Grund der verwendeten Klinke.

Die Installation des Headsets ist Oldschool und könnte einfacher nicht sein: Wir stecken den Klinkenstecker in die Buchse. Fertig. Gerne sehen wir, dass hier keine zusätzlichen Treiber benötigt werden.

Wir machen also ersteinmal einen Song an und sind… begeistert. Der Klang ist unerwartet gut für einen Kopfhörer dieser Preisklasse und gehört zu den besten, den SteelSeries mit Siberia je liefern konnte. Obwohl das Siberia 200 keine Hifi-Kopfhörer ersetzt, sind die Bässe schön voll, die Mitten sehr natürlich, sowie die Höhen klar und deutlich. Der Sound wirkt insgesamt sehr umfangreich und deckt das gesamte Frequenzspektrum ab. SteelSeries legt mit dem Siberia 200 keinen klaren Fokus, was sich in einem angenehm natürlichen Klangbild widerspiegelt – ein gelungener Allarounder.

Das Headset eignet sich mit diesen Klangeigenschaften nicht nur zum Zocken, sondern ist mit den satten (und nicht zu überdrehten) Bässen und den stimmigen Höhen auch sehr gut geeignet um Musik zu hören. Explosionen und Actionsequenzen wirken zwar nicht so einschlagend wie bei Kopfhörern, die sich beispielsweise einen klaren Bassfokus gesetzt haben, dafür enttäuschen diese dann oft in den Höhen oder Mitten. Das Siberia 200 hört sich im Gegensatz dazu vollständig und ausgereift an und lässt uns Frequenz-übergreifend neue Sounddetails in Musik und Games erkennen.

Die Sprachübertragung des Mikrofons ist von ansprechender Qualität und der Preisklasse entsprechend, eigene Songs sollten wir aber lieber nicht einsingen. Über die Verwendung mit dem mitgelieferten kombinierten Klinkenstecker können wir das Mikrofon auch beispielsweise am Smartphone oder dem PS4-Controller verwenden.

 

Praktischer Nutzen

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Will sich an deinen Kopf schmiegen: Das Siberia 200

Das Kabel des Siberia 200 ist mit ca. 1,5m Länge lang genug für die Verwendung am Computer und dabei doch nicht zu lang für den Controller oder MP3-Player in der Hosentasche.

Die flexible Kopfbügelmechanik ist nicht nur bequem und eignet sich für die Verwendung über ausdauernde Gaming-Sessions hinweg, sondern ist überdies auch noch Brillen-freundlich. Von Zeit zu Zeit muss das Headset allerdings etwas nachjustiert werden, wenn es ein wenig auf dem Kopf verrückt ist.

Da der Kopfbügel relativ schmal ist, ist die Fläche, bei der die Headset-Schweiß-Gefahr besteht, ebenfalls sehr minimiert. Auch die angenehme Leichtigkeit des Siberia 200 hilft, etwaige Transpiration zu vermeiden. Da sich das Headset mit der Bügelmechanik geradezu um den Kopf herumschmiegt, vergisst man schnell, was man da auf dem Kopf hat und verliert sich ganz im Sound.

Dank der geschlossenen Ohrmuscheln dringt nur sehr wenig Ton nach außen. Ein etwaiger Sitznachbar kann also fast nichts vernehmen. Das Höchstvolumen des Headsets ist relativ niedrig, was aber auch aufgrund der geschlossenen Ohrmuscheln nicht ins Gewicht fällt. Das Siberia 200 besitzt trotz fehlender Surround-Features eine deutliche räumliche Darstellung, was sich entsprechend gut auf die Gegnerortung in Shootern oder sonstigen Egoperspektiv-Abenteuern ausmacht.

 

Fazit

Das Siberia 200 ist subjektiv für uns das beste Siberia-Headset der Serie, mindestens was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft. Objektiv betrachtet, überzeugen Tragekomfort, verbesserte Verarbeitungsqualität (nicht nur im Vergleich zum Vorgänger) und die Möglichkeit, das Headset auch abseits vom Computer auf der Straße einzusetzen. Der ausgewogene Klang des Siberia 200 ist überraschend gut für diese Preisklasse und überzeugt mit einem vollen Spektrum ohne bestimmten Fokus / Beschränkung. SteelSeries wirbt für das Siberia 200 sehr selbstbewusst mit dem Slogan: „Das beste Gaming-Headset seiner Klasse“, was wir in etwa so unterschreiben können.

PS: Bei unseren Recherchen bleibt natürlich auch der obligatorische Besuch bei amazon.de nicht aus, um Preise zu checken. Dabei ist uns aufgefallen, dass das Siberia 200 statt den 79,90 bei amazon.de für 72,50$ bei amazon.com zu haben ist (etwa 65€).

Positiv

  • Ausgewogener Sound
  • Überraschend gute Klangqualität
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Lautstärkeregler mit Muter am Kabel
  • Kombinierter Klinkenadapter beigelegt

Negativ

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