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Tekken 7

Keine Familienfehde ist so spannend, wie die der Mishima Familie. Im siebten Teil der Tekken Serie sollen ungeklärte Fragen gelöst und der Streit der Familie endlich beendet werden. Schafft es Bandai Namco, die spannende Serie nach einigen Enttäuschungen wieder auf das gewohnte Level zu bringen?

Heihachi Mishima ist wieder da!

Welcome to the King of Iron Fist Tournament!

Das King of Iron Fist Turnier ist zurück und mit ihm niemand geringerer als Heihachi Mishima. Als Reaktion auf einen Angriff auf seine Firma richtet dieser erneut das Turnier aus, um endlich den Krieg zwischen ihm und seinem Sohn Kazuya Mishima zu beenden. Doch nun soll es auch endgültig sein. Die über 20 Jahre unserer Zeit andauernde Fehde wird dieses Mal anders als bisher präsentiert. Wer die anderen Teile kennt weiss, dass jeder Kämpfer seine eigene Story mitbringt. Im neuesten Ableger hingegen gibt es eine Gesamtstory, die aus zwei Blickwinkeln erzählt wird. Scheinbar hat man sich hier von anderen Spielen, wie Injustice 2 oder Mortal Kombat X inspirieren lassen und diesen Weg beschritten. Die Erzählung erfolgt durch einen neutralen Reporter, der von den Entwicklungen berichtet. Dazwischen gibt es Sequenzen, die meist nahtlos in die Kämpfe übergehen. Dabei wirken die im Comicstil gehaltenen Erzählungen fehl am Platz wenn in den Sequenzen ein Grafikfeuerwerk entfacht wird. Zumindest bleibt es beiden Dialogen authentisch. Hier spricht jeder in seiner Sprache, die je nach Einstellung untertitelt wird, was gerade beim japanischen sehr gut ankommt. Vergleicht man die „neue“ Herangehensweise mit dem kürzlich erschienenen Injustice 2 erkennt man, dass Tekken noch einiges an Potenzial hat. Während die kinoreifen Szenen des DC Prügelspiels auch ohne Spiel existieren könnten, wirken die Sequenzen bei Tekken nicht rund, was vor allem auch mit dem seltsamen Reporter zu tun hat.

Akuma ist auf der Suche nach seiner Erfüllung

Gar nicht so viel Neues

Ein großer Vorteil von Tekken 7 ist, dass es sich wie die vorherigen Teile spielt. Zugegeben ist Tekken 7 um einiges schicker als der Vorgänger. Was größtenteils geblieben ist sind die Moves der Kämpfer. Wer also die Moves von Tekken 5 drauf hat kommt auch im neusten Teil super parat. Neulinge können sich über die Hilfe die scheinbar niemals endende Liste an Moves und Kombos anzeigen lassen. Bei über 30 Kämpfern gibt es einiges zu Lernen und zum Ausprobieren. Das Lineup wird durch neun neue Kämpfer verstärkt. Mit dabei ist neben Heihachis Frau Kazumi Mishima eine verbesserte Version des Androiden Jack und der Wüstenfuchs Shaheen, der gerade für Anfänger sehr gut spielbar ist. Aber auch bekannte Größen, wie Marshall Law, Hwoareng oder Yoshimitsu dürfen bei einem Tekken nicht fehlen. Wie schon erwähnt sind die Moves, gerade bei den „älteren“ Kämpfern, gleichgeblieben. Neu hingegen ist der sogenannte Rage Modus, der bei entsprechender Restenergie ausgelöst werden kann. Hierdurch verbessert sich die Angriffskraft und einige Moves können einfacher ausgeführt werden. Mit Glück und Können ist die Gesundheitsleiste eures Gegners ziemlich schnell dahin und lässt euch so das Blatt zum Sieg hinwenden.

Facelift bei Yoshimitsu

Was kostet die Welt?!

Das Gameplay an sich ist sehr flüssig und die Moves, sofern man sie beherrscht, gehen ziemlich gut. Wer gerne einfach nur auf die Tasten hämmert, um so zu gewinnen, kommt bei Tekken nicht weit. Es zählt nach wie vor das perfekte Timing zwischen Angriff, Block und dem Ausführen der Moves. Die jeweiligen Special Moves bedürfen einen flüssigen Ablauf und setzen einiges an Training voraus. Gerade im Kampf mit erfahrenen Spielern sieht man die Gesundheitsleiste ziemlich schnell dahinschwinden, wenn man nicht mit einem Konter ordentlich pariert und nur sinnlos auf den Controller haut. Dafür steht einem die Trainingsarena zur Verfügung. Doch auch in den Vs-Kämpfen gegen den Computer könnt ihr euch für einen bevorstehenden Fight vorbereiten. Der Offline Modus beinhaltet zusätzlich einen Treasure-Modus, bei dem ihr unzähliges Equipment für eure Charaktere freispielen könnt. Soll es eine modische Brille sein? Die bekommt ihr. Aber auch ein Adler für Shaheens Schulter kann freigespielt werden. Je weiter ihr kommt umso höher steigt auch der Rang eures Charakters, was wiederum die Stärke eurer Gegner definiert. Bei euren Kämpfen erhaltet ihr aber auch Kampfmünzen, die ihr zum Freischalten von Accessoires nutzen könnt. Doch Vorsicht! Tekken 7 beeinhaltet einen unscheinbaren Punkt mit dem Namen „Galerie“. Einmal aufgerufen wird jedes Tekken Anhänger Herz höher schlagen! Ihr habt hier die Möglichkeit, von allen Hauptspielen Inhalte in Form von Filmen und Bildern freizuschalten oder mit den bereits genannten Münzen zu „kaufen“. Gerade von den ganz alten Spielen ist es spannend, die grobpixeligen Kämpfer im Intro anzusehen. Anders, als beispielsweise bei Mortal Kombat X, könnt ihr eure Kampfmünzen wie in einem Shop ausgeben und das kaufen, was ihr möchtet. Auch wenn die Accessoires primär dem Erscheinungsbild dienen und nicht, wie bei Injustice 2 auch Statuswerte verbessert, ist es bei Versus Kämpfen sehr interessant, wenn besondere Gegenstände bei den Moves oder den Vorsequenzen genutzt werden. Für die Online Spieler unter euch gibt es die bekannte Möglichkeit des Versus-Modus. Wer Lust und Laune hat, kann auch ein Turnier ausrichten oder an einem teilnehmen, um King of Iron Fist zu werden. Die Wahl der Arenen spielt wieder eine Rolle, da ihr sie mit nutzen könnt.

Akuma vs. Kazuya Mishima

Fazit

Fasst man alles zusammen, hat sich nichts Grundlegendes verändert. Auch gibt es keine bahnbrechende Neuheit, die es bisher in keinem anderen Spiel gibt. Doch Bandai Namco macht dennoch einiges richtig. Tekken 7 fühlt sich so an, wie es sein soll. Es ist wieder eine ordentliches Beat’em-Up mit einem ordentlichen Hauch von Kampfsportsimulation. Nach dem nicht so gut geglückten sechsten Teil besinnt sich Bandai Namco wieder auf den Kern und liefert ein ordentliches Tekken ab. Neun neue Kämpfer füllen das Rooster. Auch wenn einige alte Helden fehlen, so können die Neuen dennoch überzeugen. Nicht so überzeugend ist die etwas seltsame Kombination der Story Erzählung. Obwohl diese vom Kern her zum Spiel passt, so ist der Wechsel zwischen einer neutralen Person und dem eigentlichen actionlastigen Geschehen stark gewöhnungsbedürftig. Auch die Abfolge der Moves und deren Vielzahl kann Neulinge abschrecken. Doch dafür gibt es ja verschiedene Möglichkeiten zum Trainieren. Verglichen mit dem gerade erschienenen Injustice 2 ist Tekken ganz ok. Davon losgelöst ist es ein Tekken, wie man es sich seit dem letzten Teil gewünscht hat!

Positiv

  • Tekken, wie man es kennt
  • Quasi Kampfsportsimulation
  • Guter Kampfmodus mit Vielzahl von Moves
  • Galerie mit vielen Inhalten der Tekken Serie

Negativ

  • Sehr gewöhnungsbedürftiger Story-Modus
  • Für Einsteiger teilweise recht komplex
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