Test: Conduit 2Nachschub für Core-GamerMittwoch, 25.05.2011 | tbObwohl „The Conduit“ finanziell bei weitem nicht so erfolgreich war, wie SEGA es erwartet hatte, schenkte man den Entwicklern von High Voltage das nötige Vertrauen und ermöglichte eine Fortsetzung. Mit „The Conduit 2“ möchte man die Hardcore-hungrigen Wii Spieler endlich wieder mit Nachschub versorgen. „The Conduit 2“ geht genau da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. In der Rolle des Agenten Ford verfolgen wir Name, den Anführer eines Syndikats und müssen dessen Ambitionen auf die Weltherrschaft dazwischenfunken. Wirklich spannend klingt dies zwar nicht (und ist es auch nicht), aber die Handlung erfüllt ihren Zweck. Und sind wir doch mal ehrlich, für packende Geschichten sind andere Genres zuständig. Viele Gameplay-Schwächen wurden ausgemerzt High Voltage hat sich die Kritik aus dem Vorgänger zu Herzen genommen und „The Conduit 2“ in einem ganz wichtigen Punkt verbessert: Dem Leveldesign. Waren die Levels damals noch sehr langweilig gestaltet, hinterlassen sie im zweiten Teil nicht nur einen abwechslungsreicheren, sondern auch actionlastigeren Eindruck. Die Schauplätze sind facettenreicher und lebendiger, während das Ganze mit packenden Bosskämpfen abgerundet wird. Leider wurde jedoch nicht alles verbessert, denn die KI der Gegner agiert immer noch sehr dämlich und ist zu keinem Zeitpunkt in der Lage, den Spieler zu überraschen. Immerhin hat sich die Gegnervielfalt erhöht. Vielfältig ist auch das Waffenarsenal von „The Conduit 2“. Neben den typischen Menschenwaffen wie einem Maschinengewehr, einer Pistole oder einer Schrottflinte, gibt es auch wieder ziemlich abgefahrene Alienwaffen, welche die Gegner z.B. ganz auflösen. Wie es sich für einen echten Agenten gehört, muss unser Agent Ford natürlich auch oft Gebrauch von bestimmten Gadgets machen, dies wirkt meistens jedoch eher aufgesetzt und wirkt sich nicht positiv auf den Spielverlauf aus. Die Kampagne von „The Conduit 2“ ist, verglichen mit dem Erstling, deutlich straffer und kurzweiliger, vielen wird sich allerdings auch einen Tick zu kurz erscheinen, da sie sich nach 5-6 Stunden dem Ende neigt. Das Durchspielen erweist sich allerdings als recht schwierig, weil der Schwierigkeitsgrad sehr unausgewogen ist und einige Checkpoints alles andere als fair verteilt sind. Es empfiehlt sich, das Spiel auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zu beginnen, nach jedem Ableben kann dieser übrigens jederzeit wieder geändert werden. Zu den größten Stärken von „The Conduit“ zählte damit die sehr genaue und intuitive Steuerung. „The Conduit 2“ steuert sich nun, dank Wii Motion Plus-Support, sogar noch eine Ecke besser. Dank der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten kann die Steuerung zudem wieder individuell auf euch angepasst werden. |