Test: Niko

Der niedlichste Köter seit Lassie

Donnerstag, 19.01.2012 | pas

Seite 1 | Seite 2 | Fazit und Bewertung

Och, wie niedlich. Das ist der erste Gedanke, der einem beim Anschauen des Trailers zu „Niko“ durch den Kopf schwirrt. Ein Nintendogs für unterwegs? Kommen alte Tamagotchi-Gefühle wieder hoch? Nein, bei Niko handelt es sich um ein kniffliges Plattform-Jump’n’Run. Das Geschöpf in einer Tiergattung zu kategorisieren ist gar nicht so leicht - am ehesten wohl ein Hybrid aus Affe und Hund. Einfach süß, wie sich der Knilch im Spiele-Trailer zu dem jetzt erschienenen iOS-Titel mit seinem Beinchen hinterm Ohr krault.

In "Niko" erwarten euch 28 Levels.
Was ein flinkes Geschöpf
„Niko“ wird unter dem sogenannten Freemium-Modell vertrieben. Das bedeutet, dass ihr einen spielbaren Appetizer – in diesem Fall die ersten sechs Level – kostenlos anzocken dürft. Wer in alle drei Welten mit insgesamt 28 Levels abtauchen will, bezahlt 1,59 Euro - ein mehr als fairer Preis, wie ich finde, zumal das Spiel dadurch ein unschlagbares Preis/Leistungs-Verhältnis erzielt. Die Geschichte von „Niko“ ist schnell erzählt und bedient sich einer simplen, aber zweckdienlichen Thematik. Nikos Freunde wurden eines Tages ohne offenbaren kausalen Zusammenhang in der Otherworld gefangen genommen. Nun schlüpft ihr in Nikos streichelzarte Fellhaut und müsst seine Freunde aus den Klauen des Bösen befreien.

Und wie macht man das? Besinnt euch einfach an die Zeit zurück, in denen noch keine technischen Offenbarungen möglich waren. Eine Zeit, in der 2D-Plattforming noch das Herz jedes Videospielers erfreute, ohne seine Linearität zu monieren. „Niko“ ist am ehesten mit einem Super Mario der SNES-Ära vergleichbar und wird in Sachen Steuerung  mit dem Angry Birds-Schema garniert.

Ihr steuert Niko mit zwei auf dem Bildschirm befindlichen Pfeiltasten von links nach rechts. In dem ihr ähnlich wie in Angry Birds auf Niko tippt und wie beim Aufladen eines Katapults die Stärke bestimmt, hüpft Niko entweder kurz oder weit in die von euch vorgegebene Richtung. Da die Sprungrichtung durch eine weiße Punktierung auf dem Bildschirm angezeigt wird, sind exakte Hüpfeinlagen kein Problem. Auf diese Weise bewegt ihr euch zum Levelausgang. Das ist leichter gesagt als getan, denn auf eurem Weg stellen sich allerlei Hindernisse, Abgründe und Erderhöhungen in den Weg, die ihr nur durch Sprungfelder auf dem Boden und genau getimte Sprünge überwindet.

Schafft ihr es, alle goldenen Objekte zu finden?
Welcome to the Jungle
Die Entwickler bleiben ihrem Stil durchweg treu. Alles in der ersten Welt zum Beispiel ist in sich konsistent und erinnert an eine wuchernde Dschungellandschaft. Niko nutzt sich drehende Baumkronen als Plattform, wird durch rote Bumper – ähnlich wie Sonic zu seiner Glanzzeit – durch den Level geschossen, überwindet kopfüber an der Erdunterseite Hindernisse und kraxelt per Walljumps an Wänden hoch. Bei den roten Bumpern nimmt das Spiel an Fahrt auf und wird schneller. Minutenlange Sprints wie in einem Sonic-Titel gibt es aber nicht, schnell kehrt wieder Ruhe sein. Auch die Feinde sind dem Stil angepasst und setzen sich aus Objekten der Dschungelumgebung zusammen – einfach fantastisch!

Die zweite Steuerungsvariante, Niko durch Kippen des iPads zu steuern, erwies sich in unserer Testphase als zu ungenau. Gut, dass man sich im Menü individuell für eines der zwei Bedienungsschemata entscheiden kann.

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Niko

Weitere Spieleinfos:
iPad, iPod Touch/iPhone

Genre:
2D-Plattform

Entwickler:
Sulake

Publisher:
Sulake

Erscheinungsdatum:
iPad : 19.01.2012
iPod Touch/iPhone : 19.01.2012

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