Test: AMYEine halbfertige und spaßfreie GruselkatastropheDonnerstag, 26.01.2012 | lcWenn man an Survival Horror denkt, fällt Spieler spätestens nach „Resident Evil“ sofort „Silent Hill“ ein. Wie kein anderes Spiel wird hier eine dichte Atmosphäre erzeugt, die für genau den richtigen Grusel beim Spieler sorgt. Als herauskam, dass „Amy“ sich ein ähnliches Ziel gesteckt hat, waren meine Erwartungen natürlich groß. Und lange Zeit sah es auch so aus, als ob aus dem Titel ein richtig gutes Horrorspiel werden könnte. Leider wurden alle meine Hoffnungen aber mit der fertigen (naja zumindest veröffentlichten) Version zunichte gemacht. Auf der Flucht vor dem bösen ProfessorEigentlich klingt die Geschichte von „Amy“ gar nicht mal so schlecht. Die junge Dame Lana ist mit dem kleinen stummen Mädchen Amy unterwegs auf der Flucht vor einem bösen Professor in der nicht zu fernen Zukunft als dann plötzlich etwas seltsames vom Himmel fällt und der Zug, in dem sich die beiden Frauen befinden, im nächsten Bahnhof crasht. Kurze Zeit später wacht unsere Protagonistin auf, Amy ist verschwunden und plötzlich ist der ganze Bahnhof infiziert und in seltsame Zombies verwandelt. In bester „Silent Hill“ Manier muss Lana nun mit Schlagwaffen, die leicht zerbrechen können, im Nahkampf gegen die Gegner kämpfen. Dabei kommen wir auch schon zum ersten großen Kritikpunkt: Das Kämpfen funktioniert häufig nicht aufgrund schlechter Kollisionsabfrage. So schlägt Lana häufiger einmal ins Leere, wenn sie ihre Schlagwaffe in Richtung Gegner schwingt, obwohl die Waffe sich klar durch das Gegnermodell auf dem Bildschirm bewegt hat. Genauso ist bei der Ausweichbewegung von Lana mehr Glück als Können gefragt, da man es immer ein Glücksspiel ist, ob man getroffen wird oder nicht. Neben der Kollisionsabfrage gibt es auch zahlreiche Bugs im Spiel, so sind mir sowohl Gegner einfach im Boden versunken oder plötzlich hoch in die Luft geflogen. |