Test: DeponiaAlles andere als Müll! Der neue Hit von Daedalic im TestSonntag, 29.01.2012 | arIch gebe zu, ich hatte ein wenig Angst vor diesem Spiel? Warum? Nun, ich habe mich zu einer leichtfertigen Aussage hinreißen lassen, die mich im schlimmsten Fall meine „Kronjuwelen“ hätte kosten können… Nun, schaut man sich die Adventures des Publishers so an und hat man selber unzählige Stunden mit „Edna bricht aus“ und „Harves neue Augen“ verbracht, so kann man sich nicht wirklich vorstellen, dass aus dieser geistigen Kreativwerkstatt auf einmal so etwas wie Müll kommen könnte. Und Apropos Müll… kurioserweise ist dies auch ein zentrales Thema in Deponia. Aber dazu später mehr. Diejenigen von euch, die bereits an den beiden genannten Adventures ihre Freude hatten, können im Endeffekt blind zugreifen, denn auch „Deponia“ trägt die Handschrift von Jan Müller-Michaelis, der so langsam das Zeug dazu hat, zumindest für mich, so etwas wie ein Adventure-Gott zu werden. Wäre der gute Mann schon ein paar Jahrzehnte früher tätig, wir würden jetzt wohl in gleicher Ehrfürchtigkeit über seine Spiele reden, wie wir es aktuell bei Namen wie z.B. Monkey Island und Indiana Jones tun. Die Story Aaargh, ich tue mich eigentlich ein wenig schwer damit, bei einem Adventure ins Detail zu gehen. Immerhin lebt ein solches Spiel ja gerade davon, dass man es selbst entdecken und erleben möchte. Daher nur soviel… ihr schlüpft in die Rolle des sympathischen und chaotischen Antihelden Rufus. Dieser lebt auf dem sogenannten Müllplaneten Deponia und hat davon, was man ihm ja nicht verübeln kann, schlichtweg die Nase voll. Kein Wunder, sofern man nicht Messi mit Leib und Seele ist, dürfte wohl niemand gerne umgeben von Müll sein Dasein fristen. Achja, so nett unser guter Rufus auch ist, seines Zeichens ist er natürlich auch noch ein notorischer Faulpelz und nicht wirklich das, was man eine Stütze der Gesellschaft nennen könnte. Kein Wunder also, dass seine Ex-Freundin alles andere als gut auf ihn zu sprechen ist. Also gibt es für unseren Helden nur eine Möglichkeit… sein Leben von Grund auf ändern. Wir alle wissen natürlich, dass sich ein Mensch nur sehr schwer mit Veränderungen anfreunden kann und deswegen wählt unser guter Rufus auch erst einmal die scheinbar bequemste Lösung… die Flucht! Sein Wunschziel ist das Wolkenreich Elysium, quasi das Schlaraffenland dieser Welt, welches nur darauf wartet, einen weiteren glorreichen Faulpelz zu beherbergen. Es bedarf wohl nicht sonderlich vieler Worte um zu erklären, dass die Reise doch nicht so leicht werden wird, wie sich unser Held das vorstellt, oder? |