Test: Guild Wars 2

Goldene Zeiten in Tyria

Mittwoch, 05.09.2012 | tbr

Seite 1 | Seite 2 | Fazit und Bewertung

Ein Online-Rollenspiel wie „Guild Wars II“ zu bewerten ist keine leichte Aufgabe. Die Ausmaße der Welt sind gigantisch, die Spielmechaniken umfangreich. Mit Änderungen wird sicherlich noch eine lange Zeit zu rechnen sein und man kann sich nie sicher sein, wann ein Spiel wie dieses als Final bezeichnet werden kann. Dazu kommen spezielle Komplikationen der Launch-Woche, wie Serverausfälle, Lags und Verbindungsprobleme. Die funktionierenden Aufrufe des Auktionshauses kann ich für die erste Woche beinahe noch an einer Hand aufzählen. Wenn es funktionierte, dann war es aber ein Vergnügen! Das gleiche gilt auch für „Guild Wars II“, das nichts desto trotz, ein sehr stabiles und lauffähiges Kleinod geworden ist. Eine Woche verbrachte ich meine gänzliche Freizeit in Tyria. Das Resultat davon könnt ihr hier lesen.

Guild Wars 2

PvE - Die Monster die ich rief
„Guild Wars II“ spielt mehr als 250 Jahre nach den Ereignissen des ersten „Guild Wars“. Vieles geschah in dieser Zeit und viele Paradigmen der Welt von Tyria haben sich verschoben. Die Menschen verloren an Einfluss, die Asura flüchteten an die Oberfläche und die Sylvari wurden geboren. Das alles im Schatten einer stetig wachsenden Bedrohung in Gestalt mächtiger Drachen, die den Schleicher des Untodes hinter sich herzogen. Soviel kann zur Hintergrundgeschichte des Spiels durchaus verraten werden und das bildet auch zeitgleich den Rahmen der persönlichen Story, die jeder Spieler mit der umfangreichen, in seiner Komplexität an "Skyrim" erinnernden, Charaktererstellung beginnen kann. Die persönliche Story ergibt sich dabei aus ausgewählten Antworten zum Hintergrund des eigenen Charakters. Verschiedene Ausgangspositionen erlauben somit individuell unterschiedliche Spielerfahrungen, selbst mit der gleichen Klassen/Rassen-Kombination. Auch im Verlauf des weiteren Abenteuers wird es immer wieder Entscheidungspunkte geben, die der Geschichte einen originellen Touch verpassen. Die persönliche Story ist jedoch gänzlich optional und kann durchaus beiseite gelegt werden, führt aber andererseits wie ein roter Faden durch die einzelnen Gebiete der Spielwelt. Anschauen lohnt sich also!

Der zweite PvE-Aspekt von „Guild Wars II“ findet sich in den dynamischen Ereignissen wieder, die das klassische Questsystem mit Questgebern und Questlogs, welches aus ähnlich fokussierten Spielen bekannt sein sollte, ersetzt. Die dynamischen Events gehören für mich persönlich zu den Highlights des Spiels. Egal in welchem Gebiet man als Spieler herumläuft, alle paar Minuten wird einen ein Event erwarten, an dem man sich beteiligen kann… oder es auch lassen kann.

Diese dynamischen Ereignisse sorgen für eine ständige Bewegung innerhalb der Community und lassen die Welt von Tyria mehr als lebendig wirken, schließlich gibt es immer mal wieder einen Karren zu eskortieren oder einen Überfall zu verhindern. Manchmal tauchen auch Weltbosse auf, die alleine nicht zu besiegen sein sind. Schnell werden die Hilferufe im Chatfenster ertönen und mit Lob und Beute lockend, Versprechungen vom großen Abenteuer verheißen. Ein soziales Großereignis wenn ihr so wollt!

Guild Wars 2

Ohnehin ist mir in dieser Woche eine sehr soziale Community begegnet. Gefallene Spieler werden durch ein eigenes Symbol auf der Weltkarte angezeigt. Ich selber habe des Öfteren meine Mineralienjagten und Quests unterbrochen, um einen gefallenen Kameraden zu Hilfe zu eilen. So wie andere es auch mir gegenüber taten.

Als dritter PvE-Aspekt gesellen sich anschließend noch die Dungeons hinzu. Bei den Dungeons handelt es sich um klassische 5-Mann-Instanzen, die ab dem dreizigsten Charakterlevel verfügbar werden. Ab dann hat man alle 10 Level die Chance, in eine der insgesamt 8 Instanzen eintreten zu können. Diese kommen jeweils immer in einem Story- und einem Explorermodus daher. Da es in „Guild Wars II“ keine typische Healer/Tank/DD-Kombination gibt, wird man als Spieler in den Dungeons eine Weile nach den richtigen Taktiken suchen müssen. Diese kommen mit einem recht hohen Schwierigkeitsgrad daher, sollten also erstmals von Anfängern im Genre gemieden werden.

Klassische MMORPG-Elemente wie Ressourcengewinnung, ein Berufssystem, Auktionshausfunktionen, ein Banksystem sowie Gruppen- und Gildenoptionen sind selbstverständlich ebenfalls enthalten. Auch hier zeigt „Guild Wars II“ wieder seine soziale Ader. Gruppenmitglieder werden alle einen eigenen Loot bei besiegten Mobs erhalten und Ressourcen sind für alle Spieler zur gleichen Zeit nutzbar. Kein ewiges Warten mehr auf diesen einen speziellen Erzhaufen, der kurz vor Ankunft erst geplündert worden ist!

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Guild Wars 2


Weitere Spieleinfos:
PC

Genre:
MMORPG

Entwickler:
ArenaNet

Publisher:
NCsoft

Erscheinungsdatum:
PC : 28.08.2012

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