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The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Liebe auf den ersten Blick

Letzte Woche lud Nintendo zum gemütlichen Post E3 Event in Frankfurt ein. Auch wenn ein großes Spektrum der verschiedensten Spielen der bunten Nintendo-Palette vorgestellt wurde (seht hierzu unseren separaten Artikel), lag das Hauptaugenmerk doch spürbar auf dem neusten Teil der berühmten Zelda Reihe: The Legend of Zelda: Breath of The Wild.

Das jüngste Abenteuer von Held Link markiert vor allem den  Wechsel von der Wii U  hin zur Nintendo NX – erscheinen wird es für beide Konsolen, dürfte aber eine der letzten größeren Spieleveröffentlichungen für die  ältere  Plattform darstellen. Inhaltlich werden sich die beiden Versionen nicht unterscheiden; bis auf längere Ladezeiten hat man als Wii U-Nutzer das selbe Spielerlebnis. 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Zelda goes Open World

Zelda goes Open World

Auf dem Post E3 Event erwartete uns dann nicht nur eine spielbare Demo, sondern gleich zwei mit verschiedenen Inhalten und Fokus. Die erste der beiden Prachtstücke  warf den Spieler ins sogenannte Great Plateau, ein weitläufiges Waldgebiet mit wundervoller Aussicht. Ausgestattet mit Schwert, Pfeil und Bogen, Fackel und Bomben gilt es zu erkunden und schnell fällt auf, dass etwas ganz anders ist als in den vielzähligen Vorgängern: Zelda goes Open World! Der Ausblick lässt nur erahnen wie riesig die Fläche ist , die wir bei Release frei entdecken dürfen. Eines sei gesagt: In den 20  Minuten, die uns zum Testen zur Verfügung standen konnten wir nur einen kleinen Bruchteil erfassen. Bei der ersten Berührung mit Breath of The Wild ging es erst einmal nur darum ein Gefühl für die Steuerung zu bekommen und so wurde uns kein Ziel gesetzt.  Ist diese anfangs noch sehr ungewohnt, findet man nach kurzer Zeit  gut hinein und muss später nicht mehr darüber nachdenken was man gerade gut.

Nachdem man die Steuerung verinnerlicht hat, fällt der Blick auf das Interface und die zeigt neben einer Minimap, auf der unter anderem Schatztruhen und Totenköpfe eingezeichnet sind, auch einen Lärmpegel und eine Temperaturanzeige.  Wozu der Lärmpegel? Nun, im neusten Zelda ist es möglich sich unbemerkt an seine Gegner heran zu schleichen und sie ala  Assassin’s Creed mit einem Überraschungsschlag ins Nirvana zu befördern.   Hat ein Angriff mal  nicht so funktioniert wie gewollt, lässt einen die alte Angewohnheit schnell ins hohe Gras rennen um sich mit frischen Herzen zu versorgen. Aber  da passiert ja gar nichts? Richtig, denn um Eure Gesundheit zu regenerieren könnt Ihr nicht länger Herzen aus den umliegenden Büschen ergaunern. Link muss, so wie es sich für einen ordentlichen Jäger und Krieger gehört, für Essen sorgen um bei Kräften zu bleiben. Zutaten lassen sich in der gesamten Welt finden, genauso wie die zugehörigen Rezepte. Um Euch ein leckeres Gericht zu zaubern, müsst Ihr lediglich zu einem der auf der Minimap eingezeichneten Kochtöpfe. Durch ein frisch erlegtes Wildschwein Leben zu regenerieren fühlt sich  passend für das neueste Abenteuer an und trifft damit genau den Open World Charakter.

Und die Temperaturanzeige? Die ist nicht nur zur Deko da, denn neuerdings besitzt Link tatsächlich Kleidung, die unter anderem das Attribut „kälteresistent“  besitzt und genau diese brauchen wir, wenn wir uns in höhere Gefilde trauen wollen. Klingt cool? Ist es auch! Generell bietet  das Spiel  unglaublich viele Möglichkeiten stundenlang in ihm zu versinken und vermittelt dabei das typische Open World Gefühl: Eigentlich wollte ich ja diese Ruinen in der Ferne erkunden, aber auf dem Weg hat noch dies und das meine Aufmerksamkeit erregt. Genial!

The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Link hat Hunger

Link hat Hunger

In der zweiten Demo wird uns ein Einblick in die Geschichte von The Legend of Zelda: Breath of The Wild gewährt. Auch hier standen uns ungefähr 20 Minuten zur Verfügung und lies den Spieler am Ende mit mehr Fragen als Antworten und einem riesigen Drang das fertige Spiel zu zocken zurück. Durch eine weibliche Stimme, die kryptische Worte flüstert, geweckt, öffnet Link nach einem tiefen Schlummer seine Augen und findet sich in einem Behältnis voller blauer Flüssigkeit wieder. Die Stimme drängt uns aufzustehen und einen  Weg durch die kleine Höhle, dem „Schrein der Auferstehung“ zu  finden. Alles hier wirkt sehr futuristisch und ungewöhnlich. Um überhaupt aus dem Raum zu entkommen, bekommen wir ein Handy-ähnliches Gerät, das „Shiekah Slate“. Dieses öffnet uns die Türen, ohne das wir auch nur die geringste Ahnung haben, was es mit diesem Gerät auf sich hat. Nachdem wir uns einige Klamotten ergaunert haben und letztendlich die Tür in die  Freiheit öffnen, bietet sich uns ein unglaublicher Anblick: Wir befinden uns auf einem Hügel und vor uns liegen die schier endlosen Weiten von Hyrule. Alles was wir hier sehen können, können wir auch tatsächlich  besuchen und erkunden und das ist, wie weiter oben schon erwähnt, wirklich unheimlich viel.

An diesem Punkt sei erwähnt, dass Breath of the Wild extrem gut aussieht und mit einer Grafik auftrumpft, die ich so nicht erwartet hatte. Sie wirkt malerisch und liebevoll und treibt die Wii U damit definitiv an ihre technischen Grenzen. Während der Demo fielen  unter anderem FPS-Drops auf, die aber auch der sehr frühen Version  zu verschulden sein können. 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Breath of the Wild ließ mich freudestrahlend zurück

Breath of the Wild ließ mich freudestrahlend zurück

Nachdem wir mindestens eine Minute mit offenem Mund nur doof rumstanden, ging es dann doch mal los um unsere  Helden-Arbeit zu verrichten. Schnell trifft man auf einen älteren Mann, der erklärt, dass das alte Königreich untergegangen ist. Nachdem wir kurz miteinander geplaudert haben (und ihm eine Axt geklaut haben!), fällt unsere Aufmerksamkeit auf einen leuchtenden Punkt auf der Map. Dort angekommen finden wir einen Podest  für unser Sheikah Slate, wie wir es auch schon im Tempel der Auferstehung  vorgefunden haben.  Nachdem wir das Gerät platziert haben, passiert es:  Überall auf Hyrule schrauben sich riesige Türme in die Luft, auch an unserer Stelle gräbt sich einer dieser Ungetüme durch die Erde. Die weibliche Stimme erklingt wieder und unser Blick richtet sich auf Schloss Hyrule, dass von einer dunklen Aura und einem schemenhaften Wesen umgeben ist. Was genau hier sein Unwesen treibt, wird uns nicht verraten. Fakt ist: Wir wollen mehr wissen, entdecken und bekämpfen!

Fazit

Zugegebenermaßen war ich nie der große Hyrule-Fan. Ich habe einige Teile gespielt, konnte aber nie mit den leidenschaftlichen Zelda-Zockern unter Euch mithalten. Mit Breath of The Wild könnte sich das ändern. Die offene und riesige Welt, die neuen Rollenspielelemente und die unglaublich charmante und liebevolle Grafik hat mich vom Hocker gehauen. 

Das Open-World-Feeling kommt extrem gut rüber und wirkt nicht aufgesetzt oder erzwungen. Im Gegenteil: Im ersten Augenblick als ich die Weiten von Hyrule gesehen habe, war es um mich geschehen und  ich wollte unbedingt alles sofort entdecken. Ich sah einen See in weiter Ferne zu dem ich (eigentlich)  schnurstracks wollte, aber nichts da – auf dem Weg dorthin gab es so viel zu entdecken, dass ich mein ursprüngliches Ziel schon nach kürzester Zeit vergessen hatte.

Nach anfänglichen Probleme mit der Steuerung (und einigen unfreiwilligen Abstürzen von einer Klippe) ging alles intuitiv von der Hand und ließ mich absolut glücklich zurück. Gerne hätte ich , als Story-Freak, noch viel mehr über die Geschichte erfahren. Das was man gesehen hat, wirkte sehr interessant und, wie auch der Rest der Demos, irgendwie unerwartet erwachsen. Es beschlich mich mehrmals das Gefühl, als sei die Zelda-Reihe nun da angekommen wo sie schon immer hinwollte. Ob sich dieser Gedanke bestätigt, erfahren wir leider erst  Anfang 2017. Stark sein, liebe Fans, mit The Legend of Zelda: Breath of the Wilde erwartet uns  ein Fest! 

Zweitmeinung Ole

Das Treehouse-Event im Rahmen der E3 ließ mich zunächst skeptisch zurück. Ich hatte die Befürchtung, Nintendo hatte im Eifer des Gefechts das neue Zelda zu sehr aufgeblasen und scheinbar wahllos Features hineingestopft, bis Breath of the Wild eine Mischung aus Windwaker, Far Cry und Monster Hunter wurde. Nicht nur ist das Spiel eine Open World, es ist auch noch gigantisch. Link lootet, jagd, kocht, craftet, schleicht, surft auf seinem Schild und kontert Schläge?

Mit entsprechend ambivalenten Erwartungen an ein Legend Of Zelda mit multiplen Persönlichkeiten verlebte ich fast eine Stunde in der Welt von Breath oft the Wild. Nun sind meine Bedenken (fast) restlos ausgeräumt! Ich bin begeistert! Entgegen meiner Befürchtungen, fühlte sich keines der Features fehlplatziert an. Stattdessen hatte man von Anfang an das Gefühl, einen sehr runden Titel zu spielen. Alles ist wie aus einem Guss: Mich packte sofort der Forschertrieb, ich hatte Lust auf jeden Kampf und war ganz wild darauf, Schätze und Waffen zu bergen!

Dennoch, der Skeptiker in meinem Hinterkopf ist nicht ganz zum Schweigen zu bringen. Ich hoffe Nintendo hat sich mit der kolossalen Open World nicht verhoben. Es ist, als ob uns Nintendo eine riesige Kuchenform vor die Nase hält. Wenn das Ding am Ende randvoll mit Kuchen ist und gut durch gebacken – Junge, was wird das Klasse! Die Angst, dass mir das Teil nach der Hälfte nicht mehr schmeckt und es doch zu viele rohe Stellen in der Mitte gibt, ist aber immer noch präsent.

Mit zarten 5 Jahren ihre ersten Spiele durch ihren großen Bruder erlebt - Tomb Raider und Resident Evil. Seitdem mit der Gaming-Sucht infiziert. Zockt quer durch jedes Genre, liebt vor allem aber gute Storys. Hat die Leidenschaft zum Beruf gemacht - studiert Intermedia Design mit Schwerpunkt Gaming und ist seit 2016 bei Gamers.de.