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Trackmania Turbo – Verheiratet, Vergnügt, Vollgas

Von Christian Lange am 24. März 2016

Das wir bereits die Testversion von Trackmania Turbo geliebt haben ist kein Geheimnis. Ob wir nun endgültig einen Schrein aufstellen und eine TMT Religion gründen erfahrt in diesem Test.

Schneller als die Polizei erlaubt

trackmania_lagoon_TURBO

Instant fun

Mit etwa 450 Sachen brettern wir über den Asphalt und schreien wie 12 Jährige Mädchen auf einem Justin Bieber Konzert. Die Kollegen wissen: Die Jungs zocken Trackmania Turbo. Zum endgültigen Release sind wir die Sache noch einmal ganz frisch angegangen und haben uns zunächst die Einzelspieler Kampagne angesehen. Viel hat sich ehrlich gesagt nicht getan im Vergleich zur Testversion – aber ist das schlimm? Bereits in unserem kleinen „Sneak Peek“ war die Auswahl der Strecken gigantisch und konnte durch die klassischen White bis Black Series überzeugen. Die Release Version tut es der vorherigen Version gleich.

Operation: Raging Redakteur

Die Schwierigkeitsgrade skalieren super und man merkt gar nicht wie sehr man sich über die Zeit verbessert. Wenn man jedoch zu einer weißen Strecke zurückkehrt schlägt man ein wie eine Bombe. Selbiges gilt für Arcade Einsteiger. Es ist einfach von der ersten Sekunde an ein riesen Spaß. Eine Bestzeit nach der anderen lassen die Freunde, die „mal eben so Nebenbei“ zocken, alt aussehen. Apropos „so nebenbei“. Wir erwischen uns häufig wie wir noch eine Strecke „kurz“ meistern wollen. Das endet nicht selten in Trial & Error Sessions, welche zwar hart an der Frustrationsgrenze nagen, aber niemals nerven oder das Gefühl aufkommen lassen: das ist es eh nicht wert. Sicherlich hat der Controller schon nach kurzer Zeit einige Bissspuren und wir  waren nicht selten versucht den Fernseher verbal zu malträtieren, doch hat man die Strecke geschafft winkt nicht nur die Medaille und der verdiente Schluck Energydrink, sondern auch ein tiefes Gefühl der Euphorie.

A Thousand Miles

trackmania_double_TURBO

Double Drive! Mehrere Spieler an einem Wagen

Wer als Solist nichts auf die Reihe bekommt und am liebsten die Konsole/PC im nächsten Krematorium abgeben möchte, der findet im Double Drive Modus sein zuhause. Hier kann die Kampagne mit bis zu 4 Spielern gemeinsam bestritten werden. Das Tolle daran: Ihr fahrt gemeinsam ein Auto – wtf? Und das funktioniert? Auf jeden Fall! Wenn Spieler 1 also gerne nach Links fahren würde, Spieler 2 jedoch andere Pläne hat, rast der Bolide gegen die Wand. Nachdem man sich heiser geschrien hat, kann man so manche Strecken durch den Input anderer sogar noch schneller meistern, wie wir feststellen mussten.

Aber diejenigen die voll auf Konfrontationskurs gehen, können natürlich im klassischen Multiplayer gegeneinander antreten. Hier reicht das Spektrum vom Splitscreen, über den Arcade bis hin zu den Secret Modes. Für die Secret Modes benötigt Ihr spezielle Tastenkombinationen, wie man sie aus alten Cheats für Konsolen kennt. Besonders der Monoscreen Modus, oder die „Mario-Kart“ Variante mit Power-Ups hinterlassen beim Sitznachbarn den Einen oder Anderen imaginären Handabdruck im Gesicht. Die Codes lassen sich ohne Zweifel relativ schnell Online finden. Jeder Modus ist mit bis zu vier Spielern spielbar.

Und am 7. Tag erschuf ich…

Für Trackmania ist der Trackbuilder das, was für was für einen Vogel die Flügel sind. Schon die Vorgängerversionen konnten durch die eigene Kreativität einen Langzeitspaß erzielen wie kaum ein anderes Spiel. Als wäre das nicht genug, kommt das Tool zum Strecken erstellen in Trackmania Turbo in verschiedenen Varianten. Beginner, Intermediate oder Profi-Modus. Je höher die Schwierigkeitsstufe des Erstellungsmodi, desto komplexere Strecken können durch Finetuning gebaut werden. À la „Hold my beer“-Manier können natürlich auch verrückte Strecken gebaut werden, die nicht bewältigbar sind. Wer denkt hier ist schon Ende, täuscht sich, denn das Spiel liefert außerdem noch einen zufälligen Streckengenerator. Mit diesem habt ihr eine beinahe unendliche Auswahl an Strecken die natürlich in allen Modi gefahren werden können.

An schönen Landschaften vorbeirauschen

trackmania_trackbuilder_TURBO

Details frei anpassbar

Die vier verschiedenen Settings rauben uns den Atem. Ihr könnt entweder durch die trockenen Wüsten des Canyons, den grünen Wäldern des Valleys, den blauen Lagunen der Lagoon oder den asphaltierten Strecken des Stadiums düsen. Jeder Streckentyp hat seinen eigenen Rennwagen und Streckenbelag und somit auch sein eigenes Fahrgefühl. Wer im Canyon einen Weltrekord nach dem anderen bricht, dem muss das nicht unbedingt auch im Stadium gelingen.

Die Musik ändert sich je nach Fahrverhalten. Fahrt Ihr gut, wird die Musik lauter und der geile Soundtrack rückt mehr in den Fokus. Die Grafik sieht super aus und bringt den sowieso wunderschönen Strecken, noch einen richtig eigenen Charme. Auch in der finalen Version gibt es keine Anzeichen von Lags, Bildfehlern oder komischen physischen „Ausrastern“.
Hier noch ein kleiner Pro Tipp: Die besonders eifrigen unter euch können mit genug Goldmedaillen den New Game+ Modus freischalten.

Fazit

Trackmania Turbo begeistert. Die Steuerung ist responsiv, der Sound knallt die Ohren weg und das gesamte Spielgefühl bereitet Jung und Alt riesen Freude. Die Strecken sind verrückt und die verschiedenen Settings fühlen sich einfach wie Trackmania an. Für uns ist es nach reichlicher Überlegung und Abschätzung das spaßigste Spiel der vergangenen 12 Monate. Ein großes Lob an Nadeo und Ubisoft. Natürlich sind Meinungen immer etwas immer subjektiv und nicht jeder mag alles, doch wir empfehlen jedem der Zugang zu einem Trackmania-fähigen Gerät hat, sich das Spiel für etwa 35€ unverzüglich vorzubestellen. Klare Kaufempfehlung.

Positiv

  • Unendliche Streckenanzahl
  • Fette Musik
  • Geile Grafik
  • Intuitive Steuerung
  • Innovative Gamemodi
  • Trackmania Feeling

Negativ

9.5

Mit 28 Jahren schon so einige Male die Welt gerettet. Liebt Games aller Art. Steht auf gute Musik. Lebt in der ältesten Stadt Deutschlands. Katzenfanatiker ohne Katze. Sieht Essen als Hobby an. Seit 2015 begleitet er Gamers.de als Redakteur.

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