
in vertrautes Muster endet – was bedeutet das für Fans?
Mit „Claws of Awaji“ erschien im September 2025 das erste große Erweiterungspaket für Assassin’s Creed: Shadows. Neue Insel, frische Story, neue Ausrüstung und Bosse – ein DLC, wie man ihn aus früheren Assassin’s-Creed-Teilen kennt. Doch der typische Rhythmus von zwei oder mehr großen Add-ons pro Spiel scheint diesmal zu enden. Entwickler und Publisher treten bewusst einen Schritt zurück.
Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt innerhalb der Reihe. Denn meist bauten Spiele der Serie auf einen langen Nach-Launch-Support mit mehreren großen DLCs – etwa Origins, Odyssey oder Valhalla. Für Shadows jedoch äußerte sich Associate Game Director Simon Lemay-Comtois klar: Für das zweite Jahr sei derzeit keine weitere Erweiterung in der Größe von Claws of Awaji geplant.
Stattdessen soll die Post-Launch-Phase ein anderes Format erhalten: weniger Masse, dafür gezieltere Inhalte. Kleine Updates, hin und wieder ein größeres Paket – laut Lemay-Comtois eher „chunky updates“ als frei fließender Season-Pass. Damit will Ubisoft flexibler auf Wünsche und Feedback der Spielerschaft reagieren können.
Für Fans heißt das: Shadows bleibt lebendig – aber anders. Wer auf epische Erweiterungen hofft, muss seine Erwartungen anpassen. Stattdessen könnte das Spiel mit Variationen, Events oder experimentellen Inhalten überraschen. Doch ob das reicht, um die Community langfristig bei der Stange zu halten, bleibt offen.
Kapitel 2: Warum diese Änderung – und was Spieler jetzt erwarten können
Der Wechsel in der Veröffentlichungsstrategie hat Gründe. Die Entwickler sprechen davon, dass die Ressourcen und Aufwände für große DLCs hoch seien – sowohl zeitlich als auch finanziell. Die Entscheidung zugunsten modularerer, kleinerer Updates ermögliche es, auf aktuelle Trends und Feedback schnell zu reagieren, ohne gleich ein ganzes DLC-Paket stemmen zu müssen.
Beispiele für die neue Herangehensweise gibt es bereits: Das kürzlich veröffentlichte Update mit dem Attack on Titan-Crossover zeigte, wie solche Content-Drops aussehen könnten — inklusive neuer Quests, thematischer Inhalte und Anpassungen. Zwar fiel das Feedback gemischt aus, doch der Ansatz zeigt, dass Ubisoft experimentierfreudig bleiben will.
Für Spieler bedeutet das: Wer Flexibilität und Abwechslung schätzt, dürfte mit den „chunky updates“ leben können. Wer jedoch auf umfangreiche Erzähl-Expeditionen wie früher hofft, könnte enttäuscht sein. Allerdings bleibt laut Lemay-Comtois immer ein kleiner Hoffnungsschimmer: Sollte die Community stark genug auf Veränderungen reagieren, sei auch ein DLC in größerem Umfang nicht ausgeschlossen.

