
Die jüngsten Mario-Tennis-Spiele blieben hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Der nächste Teil steht unter Zugzwang. Nun ruhen die Hoffnungen des Spieleentwicklers auf Mario Tennis Fever.
Wer seit den Tagen von GameCube und Game Boy Advance dabei ist, erinnert sich an eine Zeit, in der Mario-Sportspiele nahezu automatisch für Qualität standen. Diese Selbstverständlichkeit ist über die Jahre verloren gegangen – besonders deutlich in der Mario-Tennis-Reihe, die zuletzt eher durch verpasste Chancen als durch Glanzleistungen auffiel.
Dabei begann der schleichende Abstieg nicht erst gestern. Mario Tennis Open auf dem 3DS überzeugte zwar mit Online-Modi und Mii-Anpassungen, verlagerte den spielerischen Fokus jedoch zu stark auf übermächtige Chance Shots. Noch problematischer wurde es mit Mario Tennis: Ultra Smash auf Wii U, das mit magerem Umfang, fehlender Tiefe und der spielentscheidenden Mega-Pilz-Mechanik als klarer Tiefpunkt der Serie gilt.
Erst Mario Tennis Aces brachte vor sieben Jahren wieder etwas Stabilität zurück. Das Multiplayer-Gameplay funktionierte, die Grundmechanik saß. Enttäuschend blieb jedoch der Story-Modus, der große Erwartungen weckte, aber letztlich deutlich kürzer ausfiel als erhofft. Gerade Fans des RPG-artigen Story-Ansatzes aus Mario Tennis: Power Tour auf dem GBA gingen erneut leer aus.
Ein neuer Anlauf auf neuer Hardware

Mit Mario Tennis Fever, dem inzwischen neunten Serienteil, will Camelot Software Planning nun endgültig die Kurve bekommen. Das Spiel erscheint am 12. Februar exklusiv für Nintendo Switch 2 und steht sinnbildlich für einen Neustart.
Die Vorzeichen sind zumindest vorsichtig optimistisch. Erstmals seit Jahren kehrt ein vollwertiger Story-Modus zurück. Mario und seine Mitstreiter werden von Monstern in ihre Baby-Versionen verwandelt und müssen ihre Tennisfähigkeiten komplett neu erlernen, um wieder zu alter Stärke zu finden. Dieser erzählerische Kniff eröffnet Spielraum für echte Progression statt bloßer Tutorials.
Entscheidend wird sein, wie umfangreich dieser Modus tatsächlich ausfällt. Reicht er nur für ein kurzes Anlernen, droht die nächste Enttäuschung. Gelingt Camelot jedoch ein längeres, strukturiertes Abenteuer, könnte Mario Tennis Fever genau die Lücke schließen, die Fans seit Jahren beklagen.
Viel zu gewinnen, wenig Spielraum für Fehler

Nach mehreren durchwachsenen Serieneinträgen ist die Geduld der Spielerschaft begrenzt. Mario Tennis Fever muss mehr liefern als solide Ballwechsel. Erwartet werden Substanz, Abwechslung und ein Modus, der auch abseits des Multiplayers trägt.
Ob der neue Teil tatsächlich das ramponierte Image der Reihe reparieren kann, wird sich erst nach Release zeigen. Klar ist jedoch: Ein weiterer Fehlaufschlag wäre für Mario Tennis nur schwer zu verkraften.
FAQ – Mario Tennis Fever
Mario Tennis Fever ist der nächste Hauptteil der Mario-Tennis-Reihe und erscheint exklusiv für die Nintendo Switch 2.
Der Release ist für den 12. Februar 2026 geplant.
Mario Tennis Fever erscheint ausschließlich für die Nintendo Switch 2.
Ja. Mario Tennis Fever bietet erneut einen Story-Modus, in dem Mario und andere Figuren in Baby-Versionen verwandelt werden und ihre Fähigkeiten neu erlernen müssen.
Der neue Story-Modus soll umfangreicher und stärker progressionsbasiert sein als der kurze Adventure-Modus aus Mario Tennis Aces.
Bestätigt sind Mario, Luigi, Peach, Bowser und weitere bekannte Figuren. Der Fokus liegt stärker auf Suits und Varianten statt auf hunderten Charakteren.
Das Spiel wird von Camelot Software Planning entwickelt, dem langjährigen Studio hinter der Serie.
Nein. Es bietet zwar freiere Areale im Story-Modus, bleibt aber kein klassisches Open-World-Spiel.

