New York

Die Regierung des US-Bundesstaates New York plant neue gesetzliche Vorgaben für Gaming- und Online-Plattformen. Gouverneurin Kathy Hochul stellte ein Maßnahmenpaket vor, das insbesondere auf Plattformen abzielt, auf denen Minderjährige Geld ausgeben können. Genannt wurde dabei auch Roblox.

Finanzielle Kontrolle für Minderjährige

Kernpunkt des Gesetzespakets sind verpflichtende Kontrollmechanismen für Nutzer unter 18 Jahren. Plattformen sollen Eltern künftig ermöglichen, Ausgabenlimits festzulegen und Käufe vor ihrer Ausführung genehmigen zu müssen. Ziel sei es, nicht autorisierte Abbuchungen zu verhindern und Eltern stärker einzubinden.

Hochul kritisierte dabei spielinterne Mechaniken, die aus ihrer Sicht Glücksspiel ähneln. Solche Funktionen würden Kinder dazu verleiten, Geld ihrer Eltern für virtuelle Inhalte auszugeben.

Roblox ausdrücklich erwähnt

In der Gesetzesinitiative werden Plattformen wie Roblox explizit genannt. Roblox verfügt über eine große Nutzerbasis unter 16 Jahren und nutzt mit Robux eine eigene virtuelle Währung für Ingame-Käufe. Zudem ist das Unternehmen derzeit mit einer Sammelklage konfrontiert, in der Spiele kritisiert werden, die Glücksspielmechaniken ähneln sollen.

Unterstützung durch die Generalstaatsanwaltschaft

New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James stellte sich hinter die Vorschläge. Sie warf Plattformen wie Roblox vor, unsichere Umgebungen für Kinder zu schaffen. In ihrer Stellungnahme verwies sie unter anderem auf Risiken durch unkontrollierte Kommunikationsfunktionen.

Über finanzielle Aspekte hinaus sieht das Paket umfassende Datenschutzvorgaben vor. Nutzer unter 18 Jahren sollen standardmäßig mit maximalen Privatsphäre-Einstellungen starten. Nicht verbundene Nutzer dürften Minderjährigen weder Nachrichten senden noch deren Profile einsehen oder sie markieren.

Zusätzlich sollen bestimmte generative KI- und prädiktive Chatfunktionen für Kinderkonten deaktiviert werden. Standortfreigaben wären für Minderjährige standardmäßig ausgeschaltet.

Bezug auf KI-gestützte Funktionen

Staatliche Stellen erklärten, ein Teil der Maßnahmen richte sich gegen Risiken durch KI-basierte Begleitfunktionen. Dabei wurden dokumentierte Fälle genannt, in denen solche Systeme mit Kindern in sensiblen Situationen interagierten.

Die Verantwortung solle allerfdings nicht länger bei Eltern liegen, sondern bei den Plattformbetreibern selbst.

Gesetzliche Grundlage und weitere Initiativen

Das Vorhaben baut auf bestehenden Gesetzesinitiativen von Senator Andrew Gounardes und Abgeordneter Nily Rozic auf. Dazu zählt der Stop Online Predators Act, der eine verpflichtende Altersverifikation und Einschränkungen offener Chatfunktionen vorsieht.

Bereits 2024 verabschiedete Gesetze wie der New York Child Data Protection Act schränken zudem die Nutzung personenbezogener Daten Minderjähriger ein. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 5.000 US-Dollar pro Fall geahndet werden.

Keine Reaktionen der Unternehmen

Große Plattformbetreiber, darunter Meta, TikTok und mehrere Gaming-Unternehmen, haben sich bislang allerdings nicht öffentlich zu den Vorschlägen geäußert. Die Gesetzesinitiative soll eingebracht werden, sobald das Parlament des Bundesstaates New York wieder zusammentritt.

FAQ

Worum geht es in dem neuen Gesetzespaket?

Um strengere Regeln für Plattformen, auf denen Minderjährige Geld ausgeben oder kommunizieren können.

Welche Plattform wird ausdrücklich genannt?

Roblox.

Welche neuen Pflichten sind vorgesehen?

Elterliche Freigaben für Käufe und Ausgabenlimits für Minderjährige.

Gibt es neue Datenschutzregeln?

Ja, maximale Privatsphäre-Einstellungen sollen standardmäßig aktiviert sein.

Was passiert mit KI-Chatfunktionen?

Bestimmte KI- und prädiktive Chatfunktionen sollen für Kinderkonten deaktiviert werden.

Wer unterstützt die Vorschläge politisch?

Unter anderem Gouverneurin Kathy Hochul und Generalstaatsanwältin Letitia James.

Gibt es bereits ähnliche Gesetze in New York?

Ja, etwa den New York Child Data Protection Act.

Haben sich betroffene Unternehmen geäußert?

Nein, bislang gibt es keine öffentlichen Stellungnahmen.

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