
Der Spielepublisher Ubisoft rechnet mit dem Abbau von rund 55 Arbeitsplätzen an zwei seiner Studios in Schweden. Betroffen sind Massive Entertainment in Malmö sowie Ubisoft Stockholm. Die Maßnahme folgt auf eine Reihe von Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens.
Zusammenhang mit freiwilligem Abgangsprogramm
Nach Angaben von Ubisoft steht der geplante Stellenabbau im Zusammenhang mit einem freiwilligen Abgangsprogramm, das im Herbst 2025 gestartet wurde. Dieses habe die angestrebten Ziele nicht vollständig erreicht. In Kombination mit einer abgeschlossenen langfristigen Roadmap sowie einer internen Personal- und Rollenbewertung sei nun klarer geworden, welche Kapazitäten für die Arbeit der beiden Studios erforderlich sind.
Ubisoft betont, dass die geplanten Änderungen struktureller Natur seien und nicht mit individueller Leistung, jüngsten Veröffentlichungen oder der Qualität der Arbeit der betroffenen Teams in Verbindung stünden.
Betroffene Standorte Malmö und Stockholm

Die Umstrukturierung betrifft laut Unternehmen rund 55 Positionen an den Standorten Malmö und Stockholm. Massive Entertainment ist unter anderem für die The Division-Reihe bekannt und fungiert weiterhin als zentrales Studio für die Marke.
Ubisoft Stockholm arbeitet derzeit an einer noch nicht angekündigten neuen Marke sowie an Technologien im Bereich Cloud Computing. Die Entwicklung der Division-Serie soll laut Ubisoft weiterhin mit Priorität fortgeführt werden.
Langfristige Ausrichtung bleibt bestehen
In einer Stellungnahme erklärte Ubisoft, dass die langfristige strategische Ausrichtung der beiden Studios unverändert bleibe. Massive Entertainment soll auch künftig als globales Zentrum für die Division-Reihe fungieren. Zudem will Ubisoft mit einem verkleinerten, neu strukturierten Team an einem innovativen, bislang nicht näher beschriebenen Technologieprojekt arbeiten.
Darüber hinaus spielen beide Studios weiterhin eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Snowdrop-Engine sowie bei Ubisoft Connect.
Ablauf der Umstrukturierung
Die geplante Restrukturierung soll mit individuellen Gesprächen beginnen. Betroffene Mitarbeiter werden laut Ubisoft direkt informiert und im Rahmen der jeweiligen lokalen gesetzlichen Vorgaben unterstützt. Weitere Details zu Zeitplan oder konkreten Abteilungen nannte das Unternehmen nicht.
Die Ankündigung folgt nur eine Woche nach der bestätigten Schließung von Ubisoft Halifax, einem auf Mobile-Games spezialisierten Studio. Ubisoft hat in den vergangenen Monaten mehrfach auf Kostensenkungsmaßnahmen verwiesen, um die eigene Struktur langfristig tragfähig auszurichten.
FAQ
Ubisoft rechnet mit rund 55 betroffenen Positionen.
Massive Entertainment in Malmö und Ubisoft Stockholm.
Im Anschluss an ein freiwilliges Abgangsprogramm und eine interne Neustrukturierung.
Nein, laut Ubisoft stehen sie nicht im Zusammenhang mit individueller Leistung.
Nein, die Reihe soll weiterhin Priorität haben.
Ja, an einer neuen, noch nicht angekündigten Marke und an Cloud-Technologien.
Der Prozess startet mit individuellen Gesprächen mit betroffenen Mitarbeitern.
Ja, zuletzt wurde die Schließung des Studios Ubisoft Halifax bekannt gegeben.

