
Spieler, die in ARC Raiders verspätet in eine laufende Partie einsteigen, erzielen laut internen Daten im Durchschnitt höhere wirtschaftliche Erträge. Das hat Senior Design Lead Virgil Watkins in einem aktuellen Interview bestätigt.
Die Aussagen basieren auf Auswertungen von Embark Studios und widersprechen einer weit verbreiteten Annahme innerhalb der Community, wonach späte Einstiege vor allem Nachteile mit sich bringen.
Interne Daten zeichnen ein anderes Bild
Laut Watkins zeigen die Zahlen ein klares Muster: Spieler, die erst später in ein Match einsteigen, extrahieren häufiger mit mehr Ingame-Währung als jene, die von Beginn an auf der Karte sind. Die Wahrnehmung, dass zu diesem Zeitpunkt bereits sämtlicher Loot geplündert sei, treffe demnach nicht zu.
Stattdessen würden späte Spawns oft von einer veränderten Spielsituation profitieren. Mit zunehmender Matchdauer werde es ruhiger auf der Karte, während gleichzeitig Überreste früherer Gefechte zurückblieben. Dazu zählen nicht eingesammelte Beute ebenso wie beschädigte oder isolierte Gegner.
Ruhigere Karten, andere Chancen
Watkins erklärte, dass sich der Charakter eines Matches im Verlauf deutlich verändere. Während frühe Phasen stark umkämpft seien, entstünden später neue Möglichkeiten. Spieler könnten gezielter größere Drohnen angreifen oder hochpreisige Zonen erreichen, ohne dabei ständig auf andere Squads zu treffen.
Diese Dynamik sei einer der Gründe, weshalb späte Einstiege wirtschaftlich erfolgreicher ausfallen können, auch wenn sie weniger Zeit auf der Karte verbringen.
Ziel des Late-Spawn-Systems
Das System der späten Spawns wurde eingeführt, um zu verhindern, dass Karten nach etwa zehn Minuten weitgehend leer sind. Embark wollte damit sicherstellen, dass Matches über ihre gesamte Laufzeit hinweg belebt bleiben.
Gleichzeitig ging das Team davon aus, dass Spieler mit verspätetem Einstieg bereit seien, ihre ursprünglichen Ziele anzupassen und alternative Aktivitäten zu verfolgen.
Frust bei zeitlich gebundenen Inhalten
Embark räumt jedoch ein, dass es Situationen gibt, in denen späte Spawns als klarer Nachteil empfunden werden. Das betrifft insbesondere zeitlich begrenzte Events, Trials oder abgeschlossene Räume, wenn diese das zentrale Matchziel darstellen.
In solchen Fällen könne das Gefühl entstehen, Inhalte zu verpassen, ohne selbst Einfluss darauf zu haben. Watkins bestätigte, dass genau dieser Punkt intern überprüft werde.
Konkrete Änderungen nannte Embark bislang nicht. Laut Watkins liegt der Fokus darauf, den Frust bei zielgebundenen Aktivitäten zu reduzieren, ohne die Grundidee lebendiger Karten aufzugeben. Welche Anpassungen daraus folgen könnten, blieb offen.
FAQ
Ja. Laut Embark-Daten extrahieren Late-Spawn-Spieler im Schnitt mehr Ingame-Währung.
Weil Karten später ruhiger werden und Überreste früherer Kämpfe neue Chancen bieten.
Nein. Laut Embark bleiben häufig wertvolle Ressourcen und Ziele ungenutzt zurück.
Um zu verhindern, dass Karten früh leer werden und Matches an Dynamik verlieren.
Ja, vor allem bei zeitlich begrenzten Events oder klar definierten Einzelzielen.
Ja. Das System wird überprüft, insbesondere im Hinblick auf Frustsituationen.
Nein. Embark hat bisher keine Details zu möglichen Anpassungen genannt.
Dazu hat sich das Studio bislang nicht abschließend geäußert.

