
Mehr als drei Jahre nach dem ursprünglichen Release hat Splatoon 3 ein unerwartetes Gameplay-Update erhalten. Mit Version 11.0.0 hat Nintendo sichtbare Lebensleisten ins Spiel integriert. Die Änderung kommt spät im Lebenszyklus des Shooters und stößt innerhalb der Community auf gemischte Reaktionen.
Splatoon 3 erschien im September 2022 für die ursprüngliche Nintendo Switch. Seitdem wurde der Titel regelmäßig mit neuen Inhalten und Balance-Anpassungen versorgt. Dass nun eine grundlegende Interface-Änderung ergänzt wird, überraschte viele Spielerinnen und Spieler.
Sichtbare Lebenspunkte erstmals Teil des Gameplays
Laut den offiziellen Patchnotes ist es nun möglich, die verbleibenden Lebenspunkte eines Gegners zu sehen, nachdem dieser getroffen wurde. Zuvor ließ sich der Schadenszustand ausschließlich anhand der Menge an Tinte erkennen, mit der eine Spielfigur bedeckt war. Diese visuelle Darstellung galt lange als bewusstes Designmerkmal der Reihe.
Zusätzlich werden nun auch die Lebensleisten von Teammitgliedern angezeigt, sofern diese Schaden erlitten haben. Laut Nintendo soll dies die Unterstützung von Mitspielern erleichtern und das Verfolgen angeschlagener Gegner vereinfachen, selbst wenn man mit unbekannten Teamkollegen zusammenspielt.
Kritik am Bruch mit dem Serienkonzept
In der Community wird vor allem diskutiert, ob die neue Anzeige zum bisherigen Stil der Serie passt. Splatoon setzte von Beginn an auf eine abstrahierte Schadensdarstellung ohne klassische Lebensbalken. Viele Fans sehen darin einen Teil der Identität der Reihe.
Ein wiederkehrender Kritikpunkt betrifft zudem das grundlegende Kampfsystem. Da die meisten Waffen Gegner ohnehin mit wenigen Treffern besiegen, stellen einige Spieler infrage, welchen praktischen Mehrwert die neue Anzeige bietet. Auch die optische Gestaltung der Lebensleisten wird vereinzelt kritisiert. Eine Option, die Anzeige zu deaktivieren, ist derzeit nicht vorgesehen.
Späte Änderung im fortgeschrittenen Lebenszyklus
Für zusätzliche Diskussionen sorgt der Zeitpunkt des Updates. Größere Gameplay-Änderungen dieser Art sind üblicherweise in früheren Phasen eines Spiels zu erwarten. Dass Splatoon 3 nun, Jahre nach Veröffentlichung, eine so zentrale Anpassung erhält, wird von Teilen der Community als ungewöhnlich wahrgenommen.
Einige Stimmen verweisen darauf, dass die offizielle Update-Phase des Spiels bereits als weitgehend abgeschlossen galt. Entsprechend wird die Einführung der Lebensleisten als nachträgliche Richtungsänderung interpretiert.
Neues Feature „Aura Flow“ ergänzt Update
Neben den Lebensleisten wurde mit Version 11.0.0 auch das Feature „Aura Flow“ eingeführt. Dieses belohnt besonders aggressive Spielphasen, etwa das schnelle Ausschalten mehrerer Gegner, mit einem großflächigen Tintenstoß. Zusätzlich erhalten Spieler für 30 Sekunden temporäre Verbesserungen wie erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit und weitere Statusboni.
Auch dieses Feature wird nicht einheitlich bewertet. Während einige Spieler die zusätzliche Dynamik begrüßen, sehen andere darin eine weitere Verschiebung der Schwerpunkte hin zu direkteren Gefechten.
Diskussion über Spielausrichtung neu entfacht
Splatoon war stets als Mischung aus Shooter und Gebietskontrolle konzipiert. Der Kern des Gameplays besteht darin, möglichst viel Fläche mit Tinte zu bedecken. Kritische Stimmen argumentieren nun, dass neue Mechaniken wie Aura Flow und sichtbare Lebensleisten den kompetitiven Aspekt weiter in den Vordergrund rücken.
Bereits frühere Designentscheidungen, etwa kleinere Karten, wurden in diesem Zusammenhang diskutiert. Das aktuelle Update hat diese Debatte erneut belebt, ohne dass sich ein klarer Konsens abzeichnet.
FAQ
Es wurden sichtbare Lebensleisten sowie das neue Feature Aura Flow hinzugefügt.
Nein, Schaden wurde ausschließlich über die Menge an Tinte dargestellt.
Eine Abschaltoption ist aktuell nicht vorhanden.
Ein Feature, das Serien von Gegner-KOs mit Bonus-Tinte und temporären Buffs belohnt.
Viele Fans sehen einen Bruch mit dem bisherigen Designkonzept der Serie.
Ja, auch die Lebensleisten angeschlagener Mitspieler werden angezeigt.
Im September 2022 für Nintendo Switch.
Größere Updates gelten als selten, sind aber weiterhin möglich.

