
Bei 2XKO, dem neuen Fighting-Game im League-of-Legends-Universum, soll es kurz nach dem Release zu einem massiven Personalabbau gekommen sein. Laut aktuellen Informationen betrifft die Maßnahme rund 80 Mitarbeiter. Das wäre etwa die Hälfte des Teams, das weltweit an dem Projekt gearbeitet hat.
Riot Games selbst bestätigt, dass das Team verkleinert wird, nennt in der offiziellen Kommunikation jedoch keine konkrete Zahl.
Riot bestätigt Team-Verkleinerung, bleibt bei Zahlen aber vage
In einem Blogpost erklärt Executive Producer Tom Cannon, dass Riot das 2XKO-Team reduziert. Die Entscheidung sei schwierig gewesen, werde aber als notwendiger Schritt dargestellt.
Riot begründet den Einschnitt damit, dass sich nach der Erweiterung von PC auf Konsolen deutlicher gezeigt habe, wie das Spiel tatsächlich genutzt wird. 2XKO habe zwar eine sehr engagierte Kern-Community, insgesamt habe sich das Projekt jedoch nicht so entwickelt, dass ein Team in der bisherigen Größe langfristig sinnvoll sei.
Damit deutet Riot einen Strategiewechsel an: weniger Personal, dafür ein klarer Fokus auf Verbesserungen, Stabilität und Weiterentwicklung.
Rund 80 Betroffene, interne Wechsel sollen möglich sein
Während Riot keine Zahl nennt, wird von einer Größenordnung von rund 80 betroffenen Entwicklern ausgegangen. Gleichzeitig soll Riot daran arbeiten, einen Teil der Mitarbeiter intern in andere Teams zu überführen.
Das wäre typisch für Riot, da das Unternehmen mehrere große Projekte parallel betreibt und in der Vergangenheit bereits versucht hat, Mitarbeiter nach Entlassungsrunden intern neu zu platzieren.
Riot verspricht Absicherung und Abfindung
Riot betont in dem Blogpost, dass betroffene Mitarbeiter Unterstützung erhalten sollen. Genannt werden unter anderem:
- mindestens sechs Monate Notice Pay
- zusätzliche Severance (Abfindung)
In der Mitteilung wird außerdem deutlich gemacht, dass Riot die Arbeit am Projekt ausdrücklich wertschätzt. Gleichzeitig zeigt der Schritt, wie schnell selbst große Marken im Live-Service-Umfeld auf harte wirtschaftliche Realität treffen können.
eSports-Pläne 2026 sollen bestehen bleiben
Trotz der Kürzungen sollen die Turnier- und Competitive-Pläne für 2026 bestehen bleiben. Riot spricht davon, dass man weiterhin an der Zukunft von 2XKO arbeiten will, nur eben mit einem kleineren Team.
Das ist ein wichtiger Punkt, weil gerade ein Fighting-Game stark davon lebt, ob Riot langfristig Events, Updates und eine stabile Competitive-Struktur liefert.
Timing fällt auf: Release liegt erst wenige Wochen zurück
Besonders auffällig ist der Zeitpunkt. 2XKO war lange als Project L bekannt und wurde nach einer Testphase zunächst in Early Access gespielt. Der Full Release erfolgte am 20. Januar. Damit liegen zwischen Release und Team-Verkleinerung nur wenige Wochen.
Das sorgt in der Community für Unsicherheit. Viele Spieler verbinden einen frischen Release normalerweise mit Wachstum, nicht mit drastischen Einschnitten.
Riot steht weiter unter Druck nach mehreren Entlassungsrunden
Die 2XKO-Kürzungen würden in eine Reihe größerer Maßnahmen passen, die Riot in den vergangenen Jahren umgesetzt hat. Bereits 2024 gab es umfangreiche Entlassungen, darunter auch das Ende des Forge-Labels. Später folgte eine weitere kleinere Runde.
Auch wenn Riot weiterhin als eines der stärksten Studios im Esports- und Live-Service-Bereich gilt, zeigt sich damit erneut, dass selbst Riot Projekte schnell neu priorisieren kann, wenn die Entwicklung nicht den gewünschten Kurs nimmt.
2XKO bleibt am Leben, aber mit deutlich kleinerem Team
Unterm Strich ist das ein klarer Einschnitt. Riot bestätigt zwar weiterhin Support für 2XKO, gleichzeitig wirkt die Team-Verkleinerung wie ein Signal, dass das Spiel schneller als erwartet in eine „kleiner, effizienter, nur das Nötigste“-Phase rutscht.
Für Spieler ist entscheidend, ob Riot das Tempo bei Updates, Balance-Patches und neuen Inhalten halten kann. Gerade im Fighting-Genre ist langfristige Pflege kein Bonus, sondern Voraussetzung, damit sich eine Szene überhaupt dauerhaft etabliert.
FAQ
2XKO ist ein Fighting-Game im League-of-Legends-Universum, früher bekannt als Project L.
Riot bestätigt, dass das Team verkleinert wird, nennt aber keine konkrete Zahl.
Es steht eine Größenordnung von rund 80 Mitarbeitern im Raum.
Riot spricht davon, dass sich nach der Konsolen-Erweiterung klarer gezeigt habe, wie das Spiel genutzt wird und welche Teamgröße sinnvoll ist.
Riot sagt, dass die Competitive-Pläne für 2026 bestehen bleiben.

