The Witcher

Artur Ganszyniec, Lead Story Designer des ersten Witcher RPG, hat sich kritisch über das Ende des Originals geäußert. In einem neuen Rückblick erklärte er, dass der Twist in der finalen Cutscene aus seiner Sicht ein Fehler gewesen sei. Der Grund: Das Ende habe die Fortsetzung stark festgelegt und die Erzählung in eine Richtung gedrückt, die intern ursprünglich nicht geplant war.

Ganszyniec hat den ersten Teil der Reihe kürzlich erneut vollständig durchgespielt. Den kompletten Run dokumentierte er auf YouTube in 26 Episoden. Erst nach dem Abspann sprach er ausführlicher darüber, wie das Ende damals zustande kam.

Das Ende setzt einen Witcher als Attentäter in Szene

Ganszyniec bezieht sich auf die letzte Sequenz des Spiels, in der Geralt nach dem Abschluss der Handlung seine Belohnung von König Foltest erhält. Beim Verlassen des Raumes kommt es jedoch zu einem Zwischenfall. Ein Attentäter taucht auf und es kommt zum Kampf.

Entscheidend ist für ihn die Auflösung danach: Der Angreifer wird als Witcher gezeigt. Diese Szene wirkt wie ein klarer Aufbau für eine Fortsetzung und setzt ein deutliches Signal, in welche Richtung sich die Geschichte weiterentwickeln könnte.

Story Team war laut Ganszyniec kaum beteiligt

Nach Darstellung von Ganszyniec war die animierte Schlusssequenz nicht Teil des ursprünglichen Plans. Er sagt, dass das Team mit einem offeneren Ende zufrieden gewesen sei, das bewusst Raum für weitere Abenteuer gelassen hätte.

Während der Fertigstellung sei jedoch entschieden worden, dass eine zusätzliche Outro Sequenz eingebaut werden müsse. Diese Entscheidung sei von höherer Ebene gekommen. Ganszyniec nennt dabei, dass entweder „das Board“ oder CD Projekt Mitgründer Michał Kiciński diese Richtung vorgegeben habe.

Kritisch sieht er vor allem, dass das Script offenbar entstanden sei, ohne das Story Team wirklich einzubinden. Dadurch habe man intern nicht genug berücksichtigt, welche Konsequenzen dieser Twist für die nächsten Teile haben würde.

Witcher 2 musste dadurch einem bestimmten Pfad folgen

Für Ganszyniec hatte die Cutscene eine klare Wirkung: Witcher 2 musste die Szene aufgreifen. Er beschreibt es so, dass es danach praktisch feststand, worum sich das nächste Spiel drehen würde.

Damit sei Witcher 2 in eine Story Linie gedrückt worden, in der Witcher aus ungeklärten Gründen Könige töten. Genau diese Richtung habe den zweiten Teil deutlich politischer gemacht.

Er erklärt außerdem, dass dadurch weniger Platz geblieben sei, um Geralt als Figur stärker zu beleuchten. Themen wie seine Familie, seine Vergangenheit oder persönliche Entwicklung hätten in dieser Ausrichtung weniger Raum bekommen.

Witcher 2 war trotzdem ein großer Erfolg

Trotz seiner Kritik betont Ganszyniec, dass Witcher 2 wirtschaftlich ein wichtiger Schritt für CD Projekt war. Der zweite Teil entwickelte sich zu einem großen Erfolg.

Bis Januar 2026 hat sich Witcher 2 laut dem Artikel mehr als 15 Millionen Mal verkauft. Damit wurde der Titel zu einem zentralen Baustein für den Aufstieg des Studios und den späteren Erfolg der gesamten Reihe.

FAQ

Wer ist Artur Ganszyniec?

Er war Lead Story Designer des ersten Witcher RPG.

Worauf bezieht sich seine Kritik?

Auf den Twist am Ende des ersten Witcher Spiels.

Was passiert in der Schlusssequenz?

Geralt wird nach dem Gespräch mit König Foltest von einem Attentäter angegriffen, der als Witcher gezeigt wird.

Warum nennt Ganszyniec das Ende einen Fehler?

Weil es Witcher 2 stark auf eine bestimmte Story Richtung festgelegt habe.

Welche Folgen hatte das für Witcher 2?

Der zweite Teil musste die Szene aufgreifen und wurde dadurch deutlich politischer.

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