Überfall

Nach einer Serie brutaler Überfälle auf Gewinner aus dem Glücksspielmilieu muss sich ein 20-Jähriger erneut vor dem Berliner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten mehrere Raubüberfälle vor, bei denen gezielt Personen attackiert wurden, die zuvor Geld in einer Spielbank gewonnen hatten.

Die Anklage lautet unter anderem auf schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Laut Ermittlungen soll der Beschuldigte Teil einer Bande gewesen sein, die ihre Opfer systematisch ausgespäht und anschließend überfallen hat.

Bande soll gezielt Spielbank-Gewinner verfolgt haben

Nach Angaben der Anklage sollen sich der 20-Jährige und mehrere Mittäter im Frühjahr 2025 zu einer Bande zusammengeschlossen haben. Ziel der Gruppe sei gewesen, Personen zu überfallen, die zuvor beim Glücksspiel größere Gewinne erzielt hatten.

Die Täter sollen dafür regelmäßig eine Spielbank in Berlin-Mitte beobachtet haben, um mögliche Opfer zu identifizieren. Sobald ein Gewinner das Casino verließ, sei er verfolgt und anschließend überfallen worden.

Opfer bei Überfall lebensgefährlich verletzt

Besonders schwer wiegt ein Überfall im Mai 2025. Dabei sollen der Angeklagte und Komplizen einen 59-jährigen Mann auf dem Heimweg verfolgt haben. Vor einem Hotel wurde das Opfer laut Anklage von hinten attackiert und mit einem Schlag gegen den Kopf zu Boden gebracht. Die Täter sollen anschließend 500€, Kreditkarten und ein Mobiltelefon geraubt haben.

Der Mann erlitt eine schwere Kopfverletzung und musste medizinisch behandelt werden. Nach Angaben der Ermittler bestand zeitweise Lebensgefahr.

Weitere Überfälle im Sommer

Auch bei anderen Taten soll die Gruppe brutal vorgegangen sein. Bei einem Überfall im Juni kam laut Anklage Pfefferspray zum Einsatz, bevor die Täter mit einer Tasche des Opfers flüchteten.

Im Juli sollen der Angeklagte und zwei Komplizen außerdem ein Ehepaar verfolgt und angegriffen haben. Als der Mann sich jedoch mit einem Stock zur Wehr setzte, flohen die Angreifer ohne Beute.

Bereits vier Jahre Haft im ersten Prozess

Der 20-Jährige wurde Ende Juli 2025 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In einem ersten Verfahren hatte er bereits vier Raubüberfälle gestanden, darunter Taten gegen drei Männer und eine 79-jährige Frau.

Das Gericht verhängte damals eine Jugendstrafe von vier Jahren, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Im aktuellen Verfahren muss sich der Angeklagte nun wegen drei weiterer Überfälle verantworten. Ob er auch diese Taten gesteht, ist bislang offen. Der Prozess ist zunächst auf mehrere Verhandlungstage bis 24. März angesetzt.

FAQ

Warum steht der 20-Jährige vor Gericht?

Er soll Teil einer Bande gewesen sein, die gezielt Glücksspiel-Gewinner überfallen hat.

Wie gingen die Täter vor?

Die Gruppe soll Opfer in einer Berliner Spielbank ausgespäht und anschließend verfolgt und überfallen haben.

Gab es schwere Verletzungen?

Bei einem Überfall erlitt ein 59-jähriger Mann eine schwere Kopfverletzung und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Welche Strafe droht dem Angeklagten?

Im ersten Prozess wurde bereits eine Jugendstrafe von vier Jahren verhängt. Das aktuelle Verfahren betrifft weitere Taten.

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