Xbox-CEO Asha Sharma weist Spekulationen über einen Verkauf der Gaming-Sparte zurück, während Microsoft den Umbau mit geplanten 3.200 Stellenstreichungen bis zum kommenden Sommer fortsetzt. Ausgliederungen und Verschiebungen von Entwicklerteams machen die Zukunft der First-Party-Struktur dennoch zum Thema. Die Umstrukturierungen und Entlassungen bei Xbox bilden den Hintergrund für Sharmas Aussage.
Studios werden ausgegliedert oder neu zugeordnet
Laut Eurogamer wurden Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs im Zuge der Restrukturierung unabhängig. Bei Ninja Theory, dem Studio hinter Hellblade, und Arkane ist die Zukunft dagegen weiterhin offen. Damit sind mögliche Schließungen nicht mit den bereits erfolgten Ausgliederungen gleichzusetzen.
Auch innerhalb des Konzerns wurden Teams neu verteilt: Activision übernahm die Kontrolle über die Halo-Reihe, Rare und World’s Edge wechselten ebenfalls unter den Call-of-Duty-Publisher. Obsidian Entertainment wurde Bethesda zugeordnet. Zum Xbox Game Studios-Dach zählen laut Bericht unter anderem The Coalition, Playground Games, Mojang, InXile Entertainment und der verbleibende Teil von Halo Studios.

Die Veränderungen nährten Spekulationen, Microsoft könne Xbox für einen möglichen Verkauf verschlanken. Sharma erklärte der New York Times jedoch, dass Xbox nicht zum Verkauf stehe und Microsoft langfristig verbunden bleiben solle. Eine mögliche Ausgliederung als eigenständige Einheit mit enger Bindung an Microsoft ist damit nicht ausdrücklich ausgeschlossen; konkrete Hinweise auf einen solchen Schritt gebe es laut Eurogamer aber nicht. Auch die Führungswechsel und offenen Fragen zu Studios gehören zu den Umbrüchen, die die Debatte prägen.
Exklusivspiele bleiben Teil des Kurses
Für die Plattform sollen kommende Konsolen-Exklusivtitel wie Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution Aufmerksamkeit schaffen. Zugleich vereinbarte Sharma laut Eurogamer eine Zusammenarbeit mit Kojima Productions für das Action-Stealth-Spiel Physint, nachdem PlayStation die Finanzierung des Projekts zurückgezogen hatte.
Die Verkaufsabsage beantwortet damit nicht jede Frage zur künftigen Organisationsform von Xbox. Weitere Studio-Entscheidungen und die Entwicklung der angekündigten Spiele dürften entscheidend dafür sein, wie sich Microsofts Plattform- und First-Party-Strategie konkret gestaltet. Dazu gehört auch die Debatte darüber, ob Xbox stärker auf exklusive Konsolenspiele setzen sollte.



