Kampf um den Olymp – und gegen das eigene Erbe

Kaum ein Leak hat in der God of War-Community so hohe Wellen geschlagen wie dieser: Screenshots eines eingestellten Multiplayer-Ablegers, entwickelt von Bluepoint Games, sind im Netz aufgetaucht. Das Studio, das mit makellosen Remakes wie „Demon’s Souls“ Berühmtheit erlangte, arbeitete offenbar an einem Experiment, das Kratos zurück in seine alte Heimat führen sollte – ins mythische Griechenland, lange bevor er zum Vater wurde.

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Die geleakten Bilder zeigen prachtvolle Tempel, zerbrochene Statuen und Schlachtfelder, die an den Olymp erinnern. Statt der intensiven Vater-Sohn-Erzählung aus den letzten Teilen sollte diesmal offenbar der Kampf zwischen Spielern im Vordergrund stehen. Quellen sprechen von einem kompetitiven Konzept, das möglicherweise göttliche Charaktere gegeneinander antreten ließ. Besonders brisant: Der Totengott Hades soll eine zentrale Rolle gespielt haben – ein Hinweis darauf, dass das Spiel zeitlich vor den Ereignissen von „God of War III“ angesiedelt war.

Was genau Spieler erwartet hätte, bleibt jedoch Spekulation. Weder Waffenmechaniken noch Fortschrittssysteme sind bekannt. Doch das Interface der Screenshots verrät: Sony experimentierte mit Live-Service-Elementen – vielleicht ein Versuch, die Marke in eine neue Ära zu führen.


Warum Sony das Wagnis beendete

Doch das Vorhaben endete, bevor es richtig begann. Laut Brancheninsidern fiel das Projekt dem großen Strategiewechsel Sonys zum Opfer. Nach einer Reihe gescheiterter Multiplayer-Experimente zog der Konzern still und leise den Stecker. Auch der Geist der Marke selbst dürfte eine Rolle gespielt haben: God of War steht für epische Erzählungen und emotionale Tiefe, nicht für schnelle Online-Schlachten.

Viele Fans sehen das heute als glückliche Fügung. „Kratos hätte nie geteilt“, schreibt ein Reddit-Nutzer – und bringt damit auf den Punkt, was viele fühlen: Ein Multiplayer-Götterkrieg hätte der DNA der Reihe womöglich geschadet. Stattdessen konzentriert sich Sony nun auf andere Projekte, darunter die geplante Amazon-Serie und ein kleineres Spin-off.

Zurück bleibt ein spannender Blick in eine alternative Zukunft – eine, in der God of War vielleicht mehr nach Destiny als nach Dramatik geklungen hätte. Der Leak zeigt, dass selbst ein Gigant wie Kratos nicht vor den Versuchungen des Live-Service-Zeitalters sicher war. Doch manchmal liegt in der Entscheidung, etwas nicht zu veröffentlichen, die wahre Stärke.

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